Was willst du den sehen/erleben/erfahren?

Ich war zwar noch nie in Serbien, aber man hört viel Gutes. Und Urlaub in Albanien ist auch problemlos.

Albanien bietet auf kleinem Raum eine vielfältige Mischung: Lebhafte Städte und verschlafenes Landleben, Meer und Berge, Geschichte von der Antike bis zur Gegenwart, verschiedene Religionen im Einklang, 500 Jahre osmanischer Einfluss und Orientierung nach Westen, fast 50 Jahre Kommunismus und eine wilde Transformation. Langweilig wird dir nicht …

Die Strände sind im Süden Albaniens deutlich schöner, die Küste im Süden sehr eindrücklich. Ab Mitte Juli bis gegen Ende August ist es an der Küste recht voll – zu anderen Zeiten gemütlich.

Städte gibt es ganz unterschiedliche: osmanisch geprägte (Berat und Gjirokastra gehören zum UNESCO-Weltkulturerbe), gemütliche mit Altstadt (Korça, Shkodra), kommunistische Planstädte, das lebhafte Tirana mit vielen Neubauten, Museen, Fussgängerzonen, Parks, Basar etc. Vielerorts hat es Burgen, andere Städte liegen am Wasser und haben Strände (Vlora, Saranda, Durrës, Pogradec).

Viele Sehenswürdigkeiten sind etwas abseits der grossen Städte: orthodoxe Kirchen in Voskopoja und anderswo, diverse antike Stätten (Butrint ist auch UNESCO-Welterbe). Die Landschaften sind meist gebirgig geprägt. Die Albanischen Alpen sind beliebtes Wandergebiet – aber wandern kannst du fast überall. Eindrücklich ist eine Bootstour in den engen Schluchten des Koman-Sees.

Du könntest auch Serbien und Albanien kombinieren – aber besser von Nord nach Süd, weil es sonst Probleme bei der Einreise von Kosovo nach Serbien geben könnte. Es gibt täglich Busse von Belgrad nach Prishtina. Kosovo ist auch lebhaft, bietet Gebirge, serbische Klöster, Burgen, antike Ausgrabungen, hübsche osmanische Altstädte und eine lebendige Hauptstadt. Von Kosovo fährst du für 10 € mit dem Bus nach Albanien (Prishtina-Tirana). Oder – in beider Richtungen problemlos – mit dem Zug von Belgrad nach Montenegro und weiter nach Albanien.

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In den letzten 5 Jahren rund 10 Mal dort gewesen, auch länger.

Nein, Reisen nach Albanien ist nicht gefährlich. Albanien ist wohl sicherer als die meisten anderen südeuropäischen Länder (Italien, Spanien etc.).

Ja, man kann gut dort reisen. Ist ab und zu noch etwas Abenteuer, da noch nicht über-touristisch. Braucht etwas Flexibilität und Entdeckergeist. Aber macht immer wieder Spass.

Reisearten? Lidl und andere bieten Gruppenreisen an. Wer es lieber individueller mag: alles möglich – Wandern, Mietauto, Strand, Kultur, Städtetrips, Mountainbike etc. Im Juli und August, wenn alle Albaner ans Meer fahren, sind die Strände recht überfüllt. Ansonsten ist es aber schon fast gespenstisch ruhig, obwohl das Wasser von Ende Mai bis Anfangs Oktober überall angenehm warm sein sollte.

Weitere Fragen? Einfach melden. Viele Antworten zum Reisen in Albanien finden sich auch auf meiner Website, siehe Profil.

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Von Durrës bis Vlora verkehrt ein oder zwei Mal pro Tag ein Zug. Aber besonders komfortabel oder bequem ist der nicht. Fahrplan findest du über Wikipedia. (Sorry: jeglicher hilfreicher Link wird hier gleich als Spam gelöscht … )

Bus ist problemlos in Albanien – von jeder Stadt zu jeder Stadt und auch von jeder grösseren Stadt (wie Durrës oder Vlora) wohl ein Mal täglich nach Griechenland (Janina, Athen und allenfalls auch andere Zentren). Aber wenn du dich in Durrës in den nächsten Bus nach Griechenland setzt, siehst du ja gar nichts vom schönen Albanien – vor allem, weil die oft ja nachts verkehren.

Deshalb besser: Bus oder Zug von Durrës nach Vlora (wenn du Zeit hast auch noch mit Abstecher über Tirana und Berat – vermitteln sicher beide einen besseren Eindruck des Landes als Durrës). Dann von Vlora mit Bus oder eher Furgon (Sammeltaxi) nach Saranda (über die Albanische Riviera/HImara). Da dürfte es im Oktober bereits schwieriger werden mit regelmässigen Verbindungen – erkundige dich in Vlora, wann wo etwas fährt. Von Saranda aus mit der Fähre nach Korfu, mit einem Bus nach Janina oder wohin du willst oder mit dem Bus weiter nach Gjirokastra (noch in Albanien). Diese Stadt ist wiederum sehenswert und bietet sicher zahlreiche Verbindungen täglich nach Griechenland (wobei es natürlich immer zuerst nach Janina geht).

Einen inoffiziellen und wohl auch nicht ganz korrekten Fahrplan der Busverbindungen gibt es unter http://www.matinic.us/albania/furgon.php inkl. Preise und vor allem auch den Abfahrtsorten (wobei auch die schnell ändern können). Den Link hättest du übrigens nebst weiteren Informationen und Tipps für die Reise auch auf meiner Website gefunden.

Preise in Albanien für Busse sind sehr günstig. Die sechs- bis achtstündige Fahrt von Tirana nach Saranda kostet etwa 10 Euro. Furgon sind in der Regel etwas teurer. Eisenbahn eher noch günstiger.

Also alles problemlos machbar – musst dich einfach etwas durchfragen und nicht erwarten, dass alles schön organisiert und angeschrieben ist wie in unseren Breiten. Viel Spass

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Wie du dir Albanien vorstellen sollst? SIcher nicht als Reiseland par-excellence. Das Land ist sehr vielfältig und eindrücklick, aber vieles muss vom Reisenden selber entdeckt werden. Albanien ist kein "bequemes" Urlaubsziel, wo man alles hübsch fixfertig präsentiert und angeboten bekommt, sondern eine oft etwas versteckte Schönheit, die entdeckt werden will, was nicht immer ganz einfach fällt.

Albanien ist heute eingestellt auf Touristen: Es gibt Hotels, Restaurants, Mietwagen, Überlandbusse. Aber an vielen Orten ist man besser auf albanischsprechende Touristen (aus den von Albanern bewohnten Umländern, emigrierte Albaner auf Heimaturlaub, im Inland reisende Albaner) eingestellt, als auf Touristen, die keine Ahnung von Land und Leuten haben. D.h. dass vom Touristen eigentlich erwartet wird, dass er sich durchfragt, vieles nimmt wie es gerade kommt und nicht auf die letzte Minute durchorganisiert ist. Ein Tourist, der sich Zeit nimmt für Leute und Begegnungen, fremde Kulturen und Speisen und nicht immer ein perfektes Angebot erwartet. Gerade bezüglich Tourismus- und Transportinfrastruktur ist ja auch noch vieles im Aufbau.

Über sehenswerte Gegenden wurde hier schon genug gesprochen. Da kann auch Google weiterhelfen. Kommt ja auch sehr auf die Interessen drauf an. Unesco-Weltkulturerbe, Berge, Riviera/Saranda, moderne Städte, alte Städte, Burgen, antike Stätten, byzantische Kirchen, kommunistische Überbleibsel etc.

Entgegen aller Unkenrufe (meist von denen, die noch nie dort waren): Albanien ist ein sicheres Reiseland, solange man sich bewusst ist, dass man in einem der ärmsten Länder Europas unterwegs ist und sich entsprechend verhält. Die "Reisewege" sind etwas unsicherer: Chaotische Verkehrsteilnehmer, Schlaglöcher, ungesicherte Baustellen, bissige Schäferhunde etc. gehören zum Alltag. Gerade Neulingen rate ich deshalb von Überlandfahrten im Dunkeln ab,

Seit dem Zusammenbruch des kommunistischen Systems vor über 20 Jahren sind auch Individualreisen erlaubt. Wer mit dem Land noch nicht so vertraut ist, aber trotzdem auch entlegene archäologische Stätten oder Sporttouren in der Bergwelt erleben möchte, fährt vielleicht mit lokaler Führung nicht so schlecht. Und für die ganz bequemen werden jetzt auch in Deutschland und der Schweiz mancherorts Busreisen angeboten, wo Führungen vor Ort, Transport, Unterkünfte, Mahlzeiten und Übersetzungen alles schon organisiert ist.

Sicher eine spannende Destination für alle, die bereit sind, sich auf etwas Neues einzulassen und auch mal einzelne Tage ohne höchsten Komfort auskommen.

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Hallo

Die von dir ausgewählten Ziele sind alle sehenswert. Pogradec wäre jetzt nicht gerade zuoberst auf meiner Liste, aber der See und die Umgebung sind schon schön. Auch Roetlis weiteren Tipps (Shkodra, Albanische Alpen, Gjirokastra) gehören sicherlich zu den Highlights im Land – wobei die Alpen nicht ganzjährig erreichbar sind.

Die Reiseroute hängt natürlich sehr von der verfügbaren Zeit ab. Shkodra und Berat lassen sich notfalls auch von Tirana aus als Tagesausflug machen.

Mit öffentlichen Bussen ist die von euch zusammengstellte Route hingegen etwas komplizierter. Von Berat nach Saranda und von Saranda nach Pogradec fahren keine direkten Busse. Und allein das Teilstück Gjirokastra-Korça auf der Strecke Saranda-Pogradec gehört eher zu den 12-Stündern. Und so gross ist das Landschaftserlebnis auf Busfahrten ja auch nicht, wenn man nicht halten kann, wo man gerade will. Da stellt sich schon die Frage, weshalb ihr unbedingt nach Pogradec wollt.

Ich beginne mal mit einem Basis-Vorschlag, den man dann je nach Interesse und Zeit ausbauen könnte: Tirana – Berat (Übernachtung) – Vlora (Übernachtung) – Saranda (via Albanische RIviera, 2 Übernachtungen, Ausflug nach Butrint und Ksamil/Strand) – Gjirokasra (Übernachtung) – Tirana

Das ist schon eine gute Woche. Ergänzen könnte man jetzt zum Beispiel:

  • Tagesausflug Tirana-Shkodra-TiranaTagesausflug
  • Tirana-Kruja-Tirana (Kruja ist ein Städtchen am Berg mit Burg und Basar, für albanische Verhältnisse touristisch)
  • Tirana – Shkodra (Übernachtung) – Theth in den Alpen (mindestens 1 Übernachtung) – Shkodra – Tirana
  • Tirana – Ohrid – Pogradec – Berat (insgesamt 2, eher 3 Tage); oder:
  • Gjirokastra – Korça (Übernachtung) – Pogradec – Ohrid (Übernachtung) – Tirana

Dann gibt es natürlich noch diverse Möglichkeiten, Abstecher in die Natur, an den Strand, zu antiken Ruinen, Klöstern und byzantinischen Kirchen einzubauen, die alle etwas abseits der Strase liegen und in der Regel nicht mit dem Bus erreichbar sind.

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Kruja ist definitiv einen Ausflug wert, auch wenn es zu den "touristischsten" Orten Albaniens zählt. Das Städtchen ist schon mal einzigartig gelegen, hoch über der Ebene am Berg, bevor es von steil zu felsig-steil wechselt. Bei gutem Wetter (besser windige Tage nach Regen als drückend-heisse Sommertage) hat man auch eine gute Aussicht zum Meer und bis nach Montenegro.

Zu sehen gibt es primär die Burg.

Davor liegt eine (restaurierte) Basarstrasse, wo es alles mögliche zu kaufen gibt – nicht nur den üblichen Souvenir-Ramsch, sondern auch Handwerk, das zum Teil vor Ort gemacht wird, und Antiquitäten.

Die mächtige Burg aus Skanderbegs Zeiten (albanischer Nationalheld, 15. Jahrhundert) ist eindrücklich. Eine Faust aufs Auge ist das Skanderbeg-Museum aus den 80er Jahren. Interessant ist, dass noch immer Familien im unteren Teil der Burg leben. Ein Gang durch die Gassen hinunter bis zum alten Hamman und der Bektaschi-Tekke (Heiligtum einer islamischen Stätte – Fragenstellen sowie respektvolles Eintreten und Besichtigen ist erlaubt) ist lohnenswert. Verzichten würde ich auf die Besichtigung des Skanderbeg-Museums, das mit seinem nationalistischen Pathos wenig lehrreich ist. Viel interssanter ist der Besuch des Ethnographischen Museums (gegenüber Eingangstor): Der kauzige Museumsleiter führt einen gerne durchs Haus und bringt einem die alte albanische Kultur und Lebensweise näher. Abrunden kann man den Besuch der Burg mit einem Stopp in einem der Restaurants.

Ansonsten bietet Kruja nicht viel – noch eine kleine, frische Ladenstrasse und halt die ungewöhnliche Stadtlage am steilen Hang. Schon die Fahrt durch die Pinienwälder zur Stadt hoch ist hübsch und ermöglicht ein Ausbrechen aus dem oft lärmigen und chaotischen Tirana. Wer noch mehr Natur sucht, kann sich auf die zwei- bis dreistündige Besteigung des Berges über Kruja machen. Heute führt leider auch eine asphaltierte Strasse hoch - aber kaum Verkehr. Auf dem Gipfel hat es unter anderem ein weiteres Heiligtum der Bektaschi – Sari Salltek heisst dieses Ziel. Wer zu Fuss hoch will, sollte schon ein guter Wanderer sein. Aufstieg der Strasse entlang, Abstieg sehr steil durch die Felswand auf ordentlichen Weg.

Und jetzt noch zur Anreise:

Bequem: Taxi mieten in Tirana (Preis und Aufenthaltsdauer vorab aushandeln – wohl nicht ganz günstig) oder einen Bekannten fragen.

Für Erlebnislustige: Auto mieten und sich selbständig auf den Weg machen. Der Verkehr bis zum Abzweiger nach Kruja ist aber recht chaotisch-stressig. Das braucht eine gute Portion Nerven.

Günstig: Einen Minibus (Furgon) nach Kruja nehmen. Sollte – ohne Garantie – beim Busbahnhof fahren und kostet rund 1 €. Braucht etwas Flexibilität und Zeit, aber so kommt man schnell mal mit Albanern in Kontakt. Evtl. mit Umsteigen in Fushë-Kruja. Besser, sich vormittags schon auf den Weg machen.

Tönt jetzt vielleicht kompliziert – ist es aber nichts wirklich. Am bestem sich im Hotel helfen lassen. Dann kommt das gut.

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Neben dem SkyTower mit Drehrestaurant (aber nur Bar, kein Essen!) gibt es noch das sehr exquisite Restuarant im ABA Business Center (oberstes Stockwerk, unten COIN Warenhaus, neben Fussballstadion). Ist zur Zeit das höchste, geöffnete Gebäude der Stadt.

Das Lieblingsrestaurant von meiner Frau ist in einem etwas versteckteren Hochhaus: "Begeja 1900" ( http://www.facebook.com/pages/Begeja-1900/154067384616699 ; Wegbeschreibung: bei Ausstellung "Ekspozita Shqipëria Sot"). Aussicht ist nicht besonders. Angenehm grüne Dachterrasse im Sommer. Auch etwas schwierig zu finden. Dafür weiss man, dass man hier unter Einheimischen ist. In der Küche arbeiten ausgebildete Köche - immer gut gegessen.

Eine gute Alternative zu den Dachterrassen ist ein Ausflug ins Grüne – zum Beispiel am Dajti. Wer mit der Gondelbahn hochfährt, hat eine Auswahl von ordentlichen Restaurants mit grandiosem Ausblick über ganz Tirana. Nicht ganz so eindrücklich ist der Ausblick von den Restaurants in Linza an den unteren Hängen des Dajtis. Das Panorama ist aber noch immer toll. Hier gibt es auch eine ganze Auswahl von möglichen Gaststätten. Ich glaube, die nennen es "Balkoni i Tiranës" dort oben.

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Von Tirana aus kannst du heute an einem Tag das halbe Land erreichen, von Berat im Süden (UNESCO-Weltkulturerbe, sehr empfehlenswert) bis Shkodra im Norden (ruhige, angenehme albanische Stadt mit diversen Sehenswürdigkeiten). Du kannst ans Meer fahren (Durrës - naja) oder in die Berge.

Stellt sich also primär die Frage, was du sehen willst.

Osmanische Städte: Kruja (ca. 1 Stunde, Burg, Basar, Museen (lieber das ethnologische als das historische), schön am Berg), Berat (ca 2-3 Stunden, sehr schön: Altstadt, Burg, Moscheen, orthodoxe Kirchen, Museen)

Burgen: Petrela, Preza (ca. 30-45 min, schön im Grünen)

Berge: Dajti (Hausberg, Talstation Gondelbahn (Teleferik) ca. 15 min vom Stadtzentrum, Restaurants, Wandern im Nationalpark), Pëllumbas-Höhle (Wanderung durchs Bergland)

Andere Städte: Durrës (Amphitheater, Museum, sonst noch etwas Gemäuer, Hafenstadt mit Seepromenade, Restaurants etc.), Shkodra (Burg, Museum, osmanische Bogenbrücke, Altstadt)

Meer: Durrës Plazh (flacher Sandstrand mit Hotelburgen, naja; etwas südlicher etwas besser), Gjiri i Lalzit (nordöstlich von Durrës, etwas ruhiger, flacher Sandstrand, am schönsten ganz am Schluss, wohl nur mit eigenem PW vernünftig zu erreichen), schönere Strände etwas weiter weg und schwieriger zu erreichen

Alles im Detail auf meiner Website.

Man kann recht günstig für einen Tag ein Auto mieten oder unter Umständen den Bus nehmen (beides benötigt etwas Recherche vorab). Die Taxi-Variante ist natürlich auch ok, aber teurer.

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Was ist ein schöner Markt?

Wenn ein schöner Markt für dich vor allem pitoresk sein soll, dann fährst du besser nach Kruja (1 Stunde). Dort gibt es eine vermeintlich alte Basarstrasse, wo in Holzhäuschen rund um holpriges Kopfsteinpflaster viele Souvenirs, Handwerk und Antiquitäten angeboten werden. Ganz nett, da was fürs Auge (Kruja sowieso) und nebst dem üblichen Billigramsch für Touristen aus China auch noch das eine oder andere authentisch Albanische dabei ist – kannst dir dort einen handgeknüpften Teppich mitnehmen.

Unter schönen Märkten kann man aber einfach auch authentische Märkte verstehen, wo wirklich wie früher die Leute ihre Waren feilbieten und kaufen. Das findet man in Tirana schon noch, auch wenn nicht mehr so schön wie vor ein paar Jahren, als es noch keine Supermärkte und Einkaufszentren gab. Der "Pazar i Ri" ist nicht weit vom Stadtzentrum - vom zentralen Skanderbegplatz bei der Moschee nach Osten am unfertigen futuristischen Hochhaus und dem Partisanendenkmal vorbei bis zu einem kleinen Platz mit Kreisverkehr, dort nach links. Hier verkaufen alte Bauern noch Tabak in Haufen und Bäuerinnen frisches Gemüse, in der Fleischerhalle hängen Lämmer am Haken und liegen Kuhköpfe aufm Tresen (auch hier werden leider immer mehr Kühlteken aufgestellt), der Käse kommt oft noch im grossen 5-Liter-Plastikeimer.

Weniger schön, aber auch echtes albanisches Lebensgefühl ist der Markt bei der Hauptpost. Hier wird aus kleinen Geschäften alles angeboten, was der Haushalt so braucht – mehrheitlich billiger Plastik aus China und der Türkei. Dann gibt es noch zahlreiche andere Marktorte in Tirana. Diese Märkte in den einzelnen Quartieren sind aber meist eher klein und deshalb nicht so eindrücklich.

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Auf meiner Website habe ich ein TopTen der Sehenswürdigkeiten zusammengestellt. Da ich nicht mehr darauf verlinken darf, hier eine kurze Zusammenfassung.

Tirana muss man gesehen haben: hier ist Albanien am Lebendigsten.

Die abgeschiedenen Regionen sind auch einen Ausflug wert. Auf dem Land scheint oft die Zeit stehengeblieben zu sein. Sehenswert sind zum Beispiel die albanischen Alpen im Norden.

Berat und Gjirokastra sind pitoreske Städte. Auch Shkodra und Kruja bieten zahlreiche Sehenswürdigkeiten und Zeugen ihrer langen Geschichte.

Interessant sind auch die Überreste aus der Antike: UNESCO-Welterbe Butrint, eine griechische Kolonie ganz im Süden, das illyrische Byllis oder auch die Reste in Apollonia und Museum und Amphitheater in Durrës. Leider nur schwer zugänglich sind die Ausgrabungen in Orikum.

Landschaftlich interessant ist nebst den Bergen im Norden vor allem auch die Küste im Süden, die albanische Riviera. Im ganzen Süden des Landes verstreut gibt es auch nette alte orthodoxe Kirchlein und Tekken der Bektaschi. Gut zu erreichen sind Kirchen und Kloster in Voskopoja und an anderen Orten rund um Korça. Schwieriger zu erreichen, aber sehenswert ist zum Beispiel die Kirche von Libova e Kryqit oder die Tekke auf dem Berg Tomorr.

Albanien bietet noch viele kleine Schmuckstücke, die oft nicht gross beworben werden. Es lohnt sich, die in guten Führern erwähnten kleinen Sehenswürdigkeiten aufzusuchen. Oft sind sie aber nicht so einfach zu erreichen (offroad).

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schliesse mich grundsätzlich den anderen Antworten an: Ich kenne einige, die auch mit sehr kleinen Kindern dort waren. Niemand hat sich beklagt.

Insbesondere sind die Albaner kinderfreundlich und sehr unkompliziert im Umgang mit Kleinkindern. Und auch die meisten Kinder sind ja recht unkompliziert (ein nicht mehr ganz so kleines Kind, das immerhin schon sprechen konnte, meinte, dass Albanien viel besser sei als Mallorca).

Wenn du ein Sicherheitsfreak bist, der überall kindergerechte Abschrankungen braucht, um sich wohl zu fühlen, oder vom Hotel einen Shoppen-Wärmer erwartest, dann kann ich sagen: Nein, Albanien ist nicht entwickelt genug.

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A) Alle, die dir Schauergeschichten von Albanien erzählen sind mit Sicherheit noch nie dort gewesen.

B) Wie bereits erwähnt wurde: Es ist ein armes Land. Deswegen gelten natürlich die üblichen Vorsichtsmassnahmen: Nicht mit dem dicken Eurobündel herumwedeln, nicht die Fotokamera irgendwo liegen lassen (wie ich es gemacht habe), nicht ein Auto vollbepackt in einer dunklen Gasse über Nacht stehen lassen.

Wenn du dich also etwas vorsichtig benimmst, sind die Chancen sehr gut, dass dir nichts in Albanien passieren wird – und wohl einiges besser als in Südfrankreich oder in Barcelona. Und es kann dir auch passieren, dass die Hotelangestellt dir die Fotokamera nachtragen, die du liegen gelassen hast (wie es mir passiert ist).

Falls ich deine Bedenken noch immer nicht aus der Welt schaffen konnte: Unsere Regierungen (Auswärtiges Amt etc.) warnen auf ihren Reiseseiten nicht mehr vor Reisen nach Albanien, mahnen allenfalls zur allgemeinen Vorsicht wie ich oben.

C) Die grössten Gefahren in Albanien sind nach wie vor: 1. Autoverkehr, 2. schlechte Infrastruktur wie fehlende Gullideckel und 3. Magenverstimmung durch ungewohntes Essen.

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Mit Kanu habe ich weniger Erfahrung (Shala, Kir, Devoll (dort jetzt evtl. Kraftwerksbau) und noch ein paar im Süden sollen gut sein.

Alle anderen Formen von Aktivurlaub sind natürlich auch möglich und Wandern und Biken habe ich auch schon gemacht und werde ich dort wieder machen.

Erste Adresse für Aktivurlaub in Albanien ist http://www.outdooralbania.com/ (wenn man das Land nicht so kennt, aber abseits der Touristenpfade unterwegs sein möchte, kann es durchaus empfehlenswert sein, sich durch Ortskundige einführen zu lassen).

Wandern und Biken ist eigentlich überall möglich.

Gerade fürs Biken eignet sich fast jede Nebenstrasse, die noch unasphaltiert ist (also viele). Zwischendurch ist es zwar fast unausweichlich, die Hauptstrassen mit dem dort sehr hektischen Verkehr zu teilen, was etwas Nerven braucht. Aber ansonsten traumhaft und in jeder Schwierigkeitsstufe machbar. Google mal nach Cramers + Albanien, dann findest du ganz viele Touren beschrieben.

Bei Wanderern ist vor allem der Norden (Albanische Alpen) beliebt: Theth, Valbona, Vermosh. Im Frühsommer und Herbst, wenn es nicht mehr so heiss ist, kann man auch im Süden der Küste entlang wandern. Für den Norden gibt es im Buchhandel einen Wanderführer von Zindel / Hausmann. Für den Süden gibt es zwar auch ein englisches Büchlein, aber das habe ich bis jetzt erst in wenigen Buchläden in Albanien gefunden.

Wenn du genauer weisst, was du willst, könnte man über Details zur Planung und Route reden.

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Nur keine Angst vor dem großen unbekannten Albanien. War schon über 20 Mal dort.

@Lohnt sich ein Besuch in Albanien? Grundsätzlich eine Frage, die jeder für sich beantworten muss. Für tollen Strandurlaub eher nicht – wer aber ein bezüglich Natur und Kultur abwechslungsreiches Land sucht, den Kontakt mir freundlichen Menschen nicht scheut, wird gute Erfahrungen machen. Lonely Planet hat Albanien ja zur Top-Destination weltweit für 2011 erklärt.

@Was für Übernachtungsmöglichkeiten gibt es dort? Neu gebaute und deshalb noch ordentliche Hotels gibt es in jedem grösseren Ort. Entlang der Küste hat es sogar viel zu viele davon. Campingplätze gibt es kaum. Aber wild Campieren (zB auf dem Parkplatz eines Restaurants, bei einem Bauern) ist kein Problem. Auch privat kommt man meist irgendwo unter.

@Wie ist der Strassenzustand? Es wird da extrem viel gebaut. Laufend wird das Strassennetz erneuert und weiter ausgebaut. Die meisten Hauptachsen sind in recht gutem Zustand – was nicht heisst, dass auch auf niegelnagelneuer Autobahn hinter einer Kurve mal ein riesen Loch haben kann. Also angemessen fahren (nicht wie die Einheimischen) – geblitzt wird auch alle paar Kilometer. Nebenstrassen sind oft noch unasphaltiert. Da braucht man viel Bodenfreiheit. Entsprechende Reiseführer geben über die Beschaffenheit einzelner Routen Auskunft.

@Braucht man als Deutscher ein Visum oder reicht der Reisepass? Heute sollte eigentlich ein Personalausweis für Deutsche genügen. Ich würde trotzdem empfehlen, den Reisepass mitzunehmen.

Have Fun!

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