Wie schlimm ist das eigentlich in Australien und Neuseeland mit den Spinnen wirklich?

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7 Antworten

Also ich würde Euch raten, die Reise unbedingt zu machen - es ist einfach so phantastisch!!!

Ich bin letztes Jahr drei Monate auf eigene Faust durchs Land gereist, auch viel durchs Outback und habe nur 1x eine Redback Spider gesehen - allerdings auch nur, weil mich ein Einheimischer darauf aufmerksam gemacht hat, sonst wäre ich nicht mal in ihre Nähe gekommen! Es gab jede Menge Funnelweb-Spder-Netze im Outback, aber die Spinnen dort hielten sich immer sehr weit hinten darin auf! Auch von den giftigen Schlangen sah ich nur eine, die überfahren auf der Straße lag und schon ein Opfer von Krähen war. Die tödlich giftigen 'box jelly fishes', eine perfide Art der Würfelquallen, treten nur an der Küste im Norden und Nord-Osten auf und auch nur während des australienschen Sommers, Haie gibt es überall (man bekommt sie aber - außer beim Schnorcheln ein paar kleine Riffhaie - äußerst selten zu sehen).

Also, einfach die minimalsten Regeln beachten: Klobrille checken, bei Wanderungen durch den Busch hohe Schuhe und lange Hosen DARIN tragen, fest auftreten und keine Spinnennetze mutwillig, vielleicht sogar noch mit der bloßem Hand, zerstören, am Strand auf Verbotszeichen oder Hinweise von Einheimischen achten und Schnorchel- oder Tauchtouren nur mit einheimischem guide unternehmen, das Autofahren nachts möglichst vermeiden oder dann seeeeehr langsam fahren (wegen der vielen Kangaroos, Rinder oder Wildhunde dort auf den Straßen!)!!

Ansonsten - auf zum großen, unvergeßlichen Abenteuer im vielfältigsten Land, das ich je kennen gelernt habe! Viel Spaß und schöne Eindrücke!

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Es gibt Spinnen ueberall, ok, Australien ist die Heimat der giftigsten Arten, aber wie bei allen Dingen ist es so dass man ein paar Regeln befolgen sollte (Tauss hat schon beschrieben) und man kommt gut durch. Aber man muss natuerlich auch noch folgendes wissen. Seit ca 1980 gibt es ein Antidot und der letzte Todasfall durch Folge eines Spinnenbisses liegt im gleichen Jahr. Also seit mehr als 30 Jahren ist niemand mehr an einem Biss gestorben. Hier findest du weitere Infos ueber Land Leben und Leute http://www.livingin-australia.com/spiders/

Ich lebe hier in Kanada und bin auch nicht grade ein Freund von Spinnen (hab in meinem Haus auch schon 3 Black Widdows platt gemacht) aber die Klapperschlangen und Baeren sind hier weitaus gefaehrlicher und guess what - Ich habe in 3 Jahren 2 Baeren gesehen und keine Schlange.

Warst Du schon mal in New York? New York hat 12 Ratten auf jeden Einwohner und trotzdem geht man hin.

Lass Dir von den Plagegeistern nicht eine wirklich einmalige Erfahrung vermiesen.

Sag deiner Freundin sie wird auch Koalas sehen (die einzigen Tiere die ich kenne die vollkommen stoned durchs leben gehen :) oder Wombats und Numbats und noch viele mehr. Und Sie kann Fosters Lager trinken (Fosters-Australian for beer :)

Ihr werdet begeistert sein. Ich war drei mal dort und habe es nie bereut (und auch keine Spinne gesehen (zumindest keine Trichternetz oder Red Back)

Als Alternative zu Australien kann ich Euch Kanada empfehlen zwinker

Viel Spass bei der Planung Gruss aus BC Dieter

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tauss 18.10.2011, 21:42

Kanada würde ich Australien IMMER vorziehen, lieber Lobbyist.... :))

Dessen ungeachtet: Wenn mich ein Bär sah, lief er immer davon. Liegt das an mir????

Vor aggressiven Elchbulllen und übrigens auch Pumas, die sich wohl langsam einnisten, hätte ich auch mehr Respekt als vor Spinnen :)

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Toomay 18.10.2011, 23:20
@tauss

Nix Lobby :) Ich wohne hier :)

Baeren fluechten ausser du uebrraschst sie oder treibst sie in die Enge; oder aber es ist Mutti mit den Kleinen. Derzeit is tauch die LAchswanderung im vollen Gang, also kann man immer davon ausgehen dass man an Fischreichen Fluessen Baeren zu Gesicht bekommt. Lachs ist der Fettlieferant fuer Baeren.

Elchbullen in der Paarungszeit jap da kann es eng werden weil sie dann unberechenbar sind.

Pumas haben letztes Jahr hier in der Gegend eine Hitchhiker angefallen. Der Puma hatte aber wohl schon gefressen, sodass der arme Kerl mit ein paar Kratzspuren davon kam - Glueck fuer Ihn.

Zurueck zum Thema: Ne Spinne kann DIch beissen aber nicht fressen :))

Gruesse aus BC Dieter

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tauss 19.10.2011, 10:58
@Toomay

Weiss doch, dass Du da oben lebst ;)

Lese Deine kompetenten Anmerkungen auch immer mit Vergnügen und lerne trotz langjähriger Kanada - Erfahrung immer noch gerne dazu.

Meine einzige kritische - von sehr vielen - Bären - Begegnung hatte ich mal im Yukon Kluane NP, wo ich einfach nicht respektvoll genug war. Der hat's mir nach dem Motto: Du siehst, ich könnte, wenn ich wollte, aber beigebracht ;)

Und wenn ich in Kanada irgendetwas gelernt habe, war es das: Respekt vor der Natur und "Wilderness"

Weiter alles Gute in BC

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Na ja. Australien ist schon eher ein Land für Spinnenfans denn für Spinnengegner. Über 1000, auch sehr giftige, Arten sind bekannt. Fies ist eigentlich vor allem die Trichternetzspinne und hier vor allem deren Männchen, die schon echte Biester sind. Sie kommen zwar seltener in Häuser, aber es wurde auch schon von ganzen Invasionen berichtet. Da in Australien ohnehin viel giftiges Zeug rumkriecht, empfiehlt sich outdoor im Regenwald oder in Trockengebieten immer festes Schuhwerk und geräuschvolles auftreten. Dichtes Gras, leere herumliegend Konservendosen, Holzstapel sollte man auch eher vorsichtig angehen.

Neuseeland ist nicht nur dem gegenüber sondern insgesamt eher arm an Spinnen, wäre unter diesem Gesichtspunkt für die Freundin also das geeignetere Reiseziel. Da gibt es mit der Katipo zwar auch ein richtig fieses Stück, aber auch das Flugzeug kann runterfallen. Spinnen würden mich nicht von einer Reise abhalten. Aber wenn, dann natürlich eher Neuseeland statt Australien. Ohne Gewähr ;)

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Mir sind auch ein paar echt unangenehm aussehende Zeitgenossen in Australien begegnet (und ich bin nun wirklich kein Spinnenfreund), die aber meistens nur groß sind und eklig aussehen. Klar sollte man aufpassen, was man da für ein Vieh vor sich hat, wenn man denen dann aber aus dem Weg geht, kann eigentlich nichts passieren. Schau mal wie viele Menschen Work&Travel machen und was du über spinnengeplagte Backpacker hörst - nichts!

Mach dir da also keinen Kopf und schau das tolle Land, es ist nämlich wirklich eine Reise wert!

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Hallo,

es ist nun erwiesen, dass Spinnenangst erlernt ist, das geht nicht nur aus den vorliegenden, empirischen Daten hervor, auch ich kann mir anders nicht erklären, dass ich ím nördlichen Amazonasgebiet kleine Mädels unbefangen mit Riesenspinnen wie der Theraposa blondi spielen sah....

In Australien gibt es zwei Spinnenarten, die im Prinzip gefährlich sind, zum einen die "Funnelweb", eine Trichternetzspinne, zum anderen die "Redback Spider", eine Art aus der Verwandtschaft der schwarzen Witwe.

Wenn man ein bisschen aufpasst, wo man hintritt (es gibt ja noch Giftschlangen) und in entlegenen Gebieten vielleicht noch die Klobrillle hochhebt, bevor man sich draufsetzt (das beträfe dann die Redback), dann kann kaum etwas passieren.

Aber die beste Argumentation hilft nichts gegen eine Phobie- deine Freundin sollte sich behandeln lassen.

LG

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Lillllye 18.10.2011, 23:25

Ja, und den Klodeckel (Schwarze Witwe) sollte man auch auf Sardinien hochheben, dort ist eine Art der Schwarzen Witwe ebenfalls sehr verbreitet, also würde mich bei finanziellen und zeitlichen Möglichkeiten von Australien nichts abhalten :)

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schmucki 19.10.2011, 09:59

Nicht nur Spinnenangst ist erlernt, ebenso z.B. Platz- und Höhenangst. Kinder kennen keine Platzangst, spiel in engen Höhlen und Tunneln. Später dann kommt die Platzangst, nur "erlernt".

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tauss 19.10.2011, 10:37
@schmucki

Egal wie: Australien ist ein Spinnenland - giftig hin oder her - und das war die Frage. Und Neuseeland ist es eben nicht.

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Australien ist der mit Abstand 'giftigste' Kontinent, dessen sollte man sich bewusst sein und die gleichen aka normalem Menschenverstand in Tropengebieten notwendigen Massnahmen treffen, s. Klobrille heben und Schuhe ausschuetteln morgens usw. usw.

Richtig gefaehrlich sind vor allem diese Teufelsquallen oder wie diese Dinger heissen, also in Australien bekam mich kein Mensch ins Wasser. Muss ein entsetzlicher Tod sein, den man da stirbt.

DANN eine allerdings recht seltene braune Schlange, dieses liebe Tier soll 500.000 Maeuse mit einem Biss umgerechnet toeten koennen. Soll aber scheu sein.

Kaum vermeiden lassen sich Schlangen im Haus, die haben es eben auch gerne gemuetlich, selbst in Sydney in Aussenbezirken.=

Thema Baeren: Ist richtig, was Ihr alles geschrieben habt. Bitte hinzufuegen, NIEMALS NIEMALS einen Hund bei sich zu haben in Baerengegenden, dann greift der Baer sehr wahrscheinlich an, und nicht nur Scheinangriff wie oft. Bin in Russland und kenne das!

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tauss 19.10.2011, 11:09

Das gilt aber auch nur, wenn man einen dämlichen Hund dabei hat, der den Bären anmacht. Ich war in Kanada viel mit Hund unterwegs (auch mit Packhund) und das gab keinerlei Problem. Hat man dann aber einen kläffenden Köter, der sich im Ernstfall noch hinter "Herrchen" verstecken will, wird's sehr ungemütlich ;) Also mit einem schlecht erzogenen Zivilisationshund würde ich Bärengegenden in der Tat meiden.

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