Urlaub mit Hartz 4?

5 Antworten

Es ist halt so, dass du als HartzIV Empfänger außer bei Krankheit oder schicksalsschlägen, immer available sein musst. Es kann sein, dass das Jobcenter in den 2 Wochen nichts will. Aber wenn doch und sie ist nicht da oder das Jobcenter kriegt das trotzdem irgendwie raus, dann könnte es böse ausgehen. hatte da so einen Fall im Freundeskreis...

Man kann ja auch sich schöne Tage Zuhause machen und die Gegend wo man wohnt erkunden...Dann ist man "frei" für den Jobcenter man sieht aber trotzdem was anderes...man muss ja nicht immer weg fahren :)

Bevor du irgendwelche Gerüchten in Foren aufsitzt - ruf doch mal bei der Bundesagentur für Arbeit an. da bekommst du sicher genaue Auskunft.

Es gibt keinen "Anspruch" auf Urlaub, wenn man Arbeitslosengeld II bezieht. Man kann eine Ortsabwesenheit von bis zu 21 Tagen beantragen, auch länger, aber ab dem 22. Tag gibt es dann eben kein Geld mehr.

Der Zeitraum muß konkret feststehen, der Arbeitsvermittler entscheidet dann, ob er dem Antrag zustimmt. Ablehnungsgrund könnte sein, daß die Freundin während der geplanten Ortsabwesenheit in eine konkrete Arbeitsstelle vermittelt werden könnte, deren Zustandekommen dann daran scheitert, daß sie verreist ist. Oder daß sie gerade an einer Weiterbildung teilnimmt oder demnächst teilnehmen soll, die das JobCenter bezahlt hat.

Normalerweise, wenn keine konkreten Hinderungsgründe bestehen, wird so einem Antrag zugestimmt. Wichtig ist, daß man sich dann auch wirklich am ersten Tag nach Ende der Ortsabwesenheit im JobCenter zurückmeldet, sonst werden die Leistungen für jeden Tag, um den man die Ortsabwesenheit überzieht, zurückgefordert.

Man sollte das schon wenigstens 14 Tage vorher beantragen.

Wo man dann hinfährt und was man während der Ortsabwesenheit macht, Urlaub oder die Wohnung renovieren, interessiert das JobCenter nicht, ausgenommen natürlich von einer Schwarzarbeit. ;-)

Urlaub im klassischen Sinne ist bei ALG2 eigentlich nicht vorgesehen, es stehen einem pro Jahr aber 21 Tage Kalendertage Ortsabwesenheit zu, was im Endeffekt aufs Gleiche rauskommt.
In den Arbeitsanweisungen der Jobcenter zu Ortsabwesenheiten steht, dass diese genehmigt werden sollen (sollen, nicht müssen!), wenn der Ortsabwesenheit kein gewichtiger Grund entgegensteht (z.B. wenn gerade die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass die Person in Kürze einen Job bekommt, an einer Maßnahme teilnehmen soll usw). Kurz gesagt: man ist wieder auf Gedeih und Verderb den Launen des jeweiligen Sachbearbeiters ausgeliefert. Insbesondere sollte man vermeiden, diesem zu erzählen, wo man hin will und was man machen will...das geht ihn nämlich nichts an.

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