Kann man bei Lufthansa im Krankheitsfall nur Rückflug antreten?

1 Antwort

Ich verstehe die Frage nicht so ganz. Wie bist du dann denn dahin gekommen, also an den Ort, von dem du wieder zurück fliegen willst. Wenn du wegen Krankheit niemals dort warst, wie willst du dann zurückfliegen?? Mal rein theoretisch: du hast den Flug gebucht, gezahlt und dann kannst auch damit zurück fliegen, warum nicht, würde ich mal sagen. Aber verstehe es noch immer nicht.

Also nochmal. Du beziehst die wohl darauf (AZ: 6 U 224/08):

Ohne Hinflug kein Rückflug – das Oberlandesgericht Köln entschied, dass Kunden der Lufthansa ihre gebuchten Flüge in der geplanten Reihenfolge in Anspruch nehmen müssen und bestätigte damit eine Klausel in dem AGB der Airline. Die Fluggesellschaft darf ihren Kunden die Reihenfolge der Inanspruchnahme der gebuchten Flüge vorschreiben.

Aber zu der Frage: Wenn man am Hinflugdatum wirklich krank ist, dann würde man ja normalerweise eine Umbuchung vornehmen, wenn das Krankheitsende absehbar ist. D.h. man hätte dann ein anderes Hinflugdatum, würde aber das Rückflugdatum beibehalten und kann natürlich den Rückflug antreten.

Dieses Urteil diente ja der Vermeidung des "Cross-Ticketing", um günstige Flüge zu ergattern.

Ich denke mal, in einem so speziellen Fall, dass es dann keinen passenden Hinflug gibt (und die Vermutung des Cross-Ticketing nicht zutrifft), würde ein ärztliches Attest die Sachlage sicher ändern und die Fluglinie mit sich reden lassen, dort sitzen ja nicht nur böse Menschen. In dem Fall könnte man das ja vorab klären.

Abgesehen davon, hängt das wohl auch von den Beförderungsbedingungen der jeweiligen Fluglinie ab.

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@Endless

Mein Kompliment für diese Antwort! Das OLG-K ist nicht letztlich entscheidend, jedoch ist der verhandelte/ entschiedene Fall zum gefragten Fall sehr ähnlich. Man könnte wirklich hier im Forum eine Kategorie "Reiserecht" aufmachen. MfG

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@heima

Sorry, wenn ich mich rechtlich zu weit vorgewagt habe. Ich habe nur versucht, die Sachlage (die ich erst nicht so ganz verstanden habe) etwas näher zu betrachten und ich bin durchaus der Meinung, dass dieses Urteil nicht auf alle Fälle anwendbar ist, da ja wohl auch nicht alle Fluglinien solche Klauseln in ihren Beförderungsbedingungen haben. Ich wollte keine "Reiserecht"-Beratung geben.

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Noch generell zu diesem Urteil: "Angesichts der sich klar widersprechenden Urteile ist zu empfehlen, die Entscheidung des BGH abzuwarten. Voraussichtlich wird der BGH auch die wettbewerbsrechtliche Fragestellung unter dem Gesichtspunkt des Verbots der Marktaufteilung innerhalb der EU beantworten müssen. Insbesondere in Frankfurt verklagten Fluggesellschaften ist anzuraten, sich nicht am Urteil des OLG Köln zu orientieren. Grundsätzlich sind Amts- und Landgerichte verpflichtet, sich an den Entscheidungen des jeweils zuständigen Oberlandesgerichtes zu orientieren."

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Stornogebühr 100% des Flugtickets

Tag, ich buchte am 19. 4. 2012 bei billigfluege.de einen Flug von Hamburg nach Budapest und zurück für 160 EU. EIne Woche später erfuhr ich, dass ich am Rückflugtag eine andere Verpflichtung habe, so hätte ich gern umgebucht. Ich rief bei billigfluege an, wo mir gesagt wurde, ich könnte es bei der Fluggesellschaft nachfragen. Dort wurde mein Wunsch verneint. Dann rief ich wegen Stornierung wieder bei billigfluege an, die mir rieten diese am bequemsten online bei der Fluggesellschaft zu tun. Ich tat es, nachdem ich las, dass es um die 50 EU kostet und der Rest zurückerstattet wird. Es vergingen zwei Wochen. Es kam keine Benachrichtigung weder von billigfluege noch von Lufthansa, ich schaute auf mein Konto - keine Rückerstattung, nur billigfluege buchte den vollen Preis ab. Ich rief bei Lufthansa an und fragte wie es aussieht, sie schickten mir endlich eine Stornobestätigung und sagten, ich würde die Rückerstattung von billigfluege zurückbezahlt bekommen. Ob billigfluege überhaupt über die Strornierung weißt, diese Frage konnten sie nicht beantworten. Daraufhin rief ich dort wieder an. Nach 40 Minuten Wartezeit sprach jemand tatsächlich ein Mensch aus dem Hörer, einmal unfreundlich mein Problem gar nicht begreifen wollend, weiter 20m MInuten Wartezeit, die zweite Dame freundlich, eine Stornierung ihrerseits gerne in die Wege leitend. Noch während des Gesprächs kam die E-mail, dass sie sich freuen auf den Storno-Auftrag und gleich darauf die zweite, dass es keine Erstattung erfolgt, weil: Stornierungsgebühr der Airline 56,00 EUR nicht erstattbare Taxen 30,00 EUR Serviceentgelt Stornierung 50,00 EUR Buchungsgebühr 24.73 EUR. Das brachte mich zutiefst auf, erstens, weil sie mir zweimal Stornierung aufrechnen - von sich und von Lufthansa - wäre wahrscheinlich vermeidbar gewesen - ich wurde also schlecht beraten und sie ließen sie mich zahlen für ihren Fehler, zweitens, weil ich Betrug witterte, dass sie es auf den Pfennig so drehen, dass sie alles behalten dürfen, obwohl sie in Service nur vesagten. Ich schrieb eine bittende Mail mir zumindest ein Stornogebühr zu entlassen, daraufhin kam eine automatisierte Antwort, die das abwies, gleichzeitig aber darauf gar nicht einging. Das nagte noch mehr an mir, dass sie mich ohne hinzuhören abfertigen, aber sich von meinem Konto bedienen - und buchte über meine Bank den abgebuchten Betrag zurück. (Zudem ich auch viel Betrügerisches über billigfluege mittlerweile las...) Gestern kam die Mahnung, dass ich es mit 15 EU Lastschriftgebühr zurücküberweisen soll. Darin ist keine Stornierung und sonst noch was erwähnt, sondern nur meine Buchung, als würde ich einfach nicht bezahlen wollen. Was könnte ich jetzt tun, wie argumentieren und wie viel überhaupt vom ganzen Betrag, z. B. nur einmal Stornokosten und das Lastschriftgebühr nicht? Das könnte ich nämlich begründen... Und was kann alles auf mich zukommen? Über eine Antwort wäre ich sehr dankbar. Grüße L.Fo

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