Intershop auf altem DDR-Transit?

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4 Antworten

Wenn man über die A115 nach Berlin reinkommt, kann man den alten Checkpoint Bravo noch gut erkennen, die Gebäude stehen noch, sind aber alle leer. Daran ließe sich vielleicht ganz gut erklären, wie und wo die Transitstrecke endete. Intershops hab ich nirgendwo mehr gesehen, auch nicht den neuen Bundesländern seither. Es gibt aber so ein Nostalgiedings, Intershop2000 heißt das, da war ich selbst aber noch nie, weiß auch nicht, obs das noch gibt. War mal so ein Tip für Berlinbesucher. Ich hab eben mal versucht, die Homepage zu finden, funzte nicht. Vielleicht gibts das auch gar nicht mehr.

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Nein, da ist keiner mehr da. Mit Ausnahme von Michendorf (Fahrtrichtung Berlin) und Hermsdorf (Fahrtrichtung München), wo die Intershops zuletzt supermarktähnliche Gebäude bezogen hatten, waren das auch eher Baracken gewesen, in Leichtbauweise und gefühlt nicht viel grösser als zwei Container.

Intershops gab es an allen Rasthöfen auf der Strecke, Hermsdorfer Kreuz, Osterfeld, Köckern und Michendorf. Die Rasthöfe Hirschberg in den ehemaligen DDR-Grenzanlagen (das Hotel dort ist das ehemalige Kommandogebäude) und Fläming sind neu. Weiter gab es noch Haltemöglichkeiten exklusiv für Reisebusse im Transit, die die regulären Rasthöfe nicht anfahren durften, war der Stasi wohl zu viel Überwachungsaufwand. Die hatten auch kleine Intershops und befanden sich in Rodaborn (das Haus in Fahrtrichtung München steht noch, stammt aber aus Prä-DDR-Zeiten und ist derzeit geschlossen) und auf dem Fläming, jetzt normaler Parkplatz.

Die Rasthöfe sind auch komplett umgebaut, Ausnahme ist Hermsdorf in Fahrtrichtung Süd, wo noch das alte und jetzt wahrscheinlich denkmalgeschützte Rasthaus aus den 30er Jahren steht.

Wenn Du noch etwas Transitcharme sehen möchtest abseits der ehemaligen Grenzanlagen (auf das Museum Marienborn hatte aitutaki bereits hingewisen), geht das am Ehesten wohl im Rasthof Stolpe/Mecklenburg, aber der ist Richtung Hamburg.

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Hallo Beachpeach,Dein Vorhaben finde ich sehr gut,aber hier hat wohl die Zeit gearbeitet und Du wirst Probleme haben Deinen Kindern das mit Bausubstanz und alten Gebäuden zu erklären.Eine Ausnahme gibt es,die ist aber nicht auf der A 9 sondern auf der A2 die Gedenkstätte "Deutsche Teilung " in Helmstedt/Marienborn hat viele Gebäude und Anlagen bewahrt und erhalten.Dort kann man einen Film sehen in dem auch Intershop eine Rolle spielt .Ich selbst hatte 1990 kurze Zeit auch mit Grenzanlagen beruflich zu tun.Es war eine ganz kuriose Situation, jeder im Osten, wie im Westen wollte die Grenzanlagen schnell abreißen.Warum im Westen weiß ich nicht so richtig,heute bedauert man das sicherlich.

Mir ist es erst nach persönlicher Konsultation mit dem damaligen Verteidigungsminister Stoltenberg gelungen einige Grenztürme vor dem Abriß zu retten, nicht aus verklärter "DDR-Nostalgie" sondern aus der Erkenntnis, das ist ein Teil unserer Geschichte.Das die ehemaligen DDR-Grenzer die Grenzanlagen weghaben wollten war mir klar,sie haben es jeden Tag als Zeichen ihrer "Niederlage" vor Augen gesehen.Ein sehr großer Komplex mit Überwachungsrestaurant und großem Intershop befand sich in der Raststätte Michendorf an der A10 Nähe Berlin. was davon heute noch sichtbar ist weiß ich nicht. Grüße aus Halle/Saale Dietrich

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Es gibt überall noch alte Grenzanlagen zu besichtigen, wie z.B. bei uns im Harz.
In Sorge findest du noch ein Stück Zaun und Grenzbefestigungen, auch einen Wachturm.


Auf deiner Strecke liegt das Deutsch-Deutsche Museum in Mödlareuth. Ich glaube es wäre die richtige Adresse, um deinen Kindern die Geschichte der deutschen Teilung zu erklären.

Schau mal hier nach, unter Besucherservice findest du auch einen Anfahrtsweg

http://www.museum-moedlareuth.de/


Von Transit und Intershops ist sonst nichts übriggeblieben. Noch nicht einmal die Plätze auf denen die Schlagbaumhäuschen standen, um in die Sperrzone zu gelangen. Nur Teile des Kolonnenweges entlang der Grenze sind noch zu erkennen.

In Berlin kannst du aber auch viel zeigen und erklären.

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