Hallo aus Südamerika!

Peru ist sicher möglich als Einsteigerland in Südamerika, aber ich würde aus mehreren Gründen, die ich nachfolgend anführe, eher Chile empfehlen:

  1. Land und Leute ist sind sehr europäisch geprägt, das heisst, man kann sich sehr frei und sicher bewegen und wird nicht an jeder Strassenecke angebettelt.

  2. Die Sicherheit wird gross geschrieben und ich rate ausdrücklich davon ab, zu versuchen, Polizisten zu bestechen.

  3. Das Land besitzt ein sehr gut ausgebautes Busnetz, das relativ gut funktioniert und pünktlich funktioniert. Die Busse gleichen Teilweise der Business- und First Class in Flugzeugen.

  4. Vor allem in touristisch relevanten Orten kommt man teilweise mit Englisch oder sogar Deutsch weiter, vor allem im Süden Chiles.

  5. Chile ist dabei, die touristische Infrastruktur durch Dekrete, Normen und Gesetze zu ordnen und somit für den Besucher transparente Voraussetzungen zu schaffen.

  6. Sollte mal etwas nicht so klappen, wie man will, gibt es öffentliche Reklamationsstellen, die wirksam Missstände abstellen bzw. diesen nachgehen und Vergehen ahnden.

Sicher sind die hier aufscheinenden Punkt kritisierbar, aber gerade als Einstieg, und in diesem Punkt werden mir sicher viele Formusteilnehmer Recht geben, ist Chile ein sehr guter Boden.

Gute Reise!

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Hallo aus Chile!

Gute Idee, Chile zu entdecken. Aus Santiago und Umgebung würde ich nach einem Tag sofort raus und Richtung Süden gondeln, ein besonders nettes Erlebnis ist der Zug von der Estación Central nach Chillán. Von dort aus dann mit dem Bus weiter nach Pucón oder Villarrica, auch Valdivia und die Orte rund um den Llanquihue-See solltet ihr mitnehmen. Wenn noch Zeit bleibt, unbedingt Puerto Montt und ein Sprung auf die Insel Chiloé. Für Patagonien solltet ihr aus Zeitgründen eher nicht die Fähre nehmen, sondern euch nach einen günstigen Flug nach Punta Arenas (unbedingt in Chile kaufen!!!) umsehen. Von dort aus ist es ein Leichtes, zum Nationalpark Torres del Paine zu kommen. Rückreise im Flugzeug von Punta Arenas nach Santiago.

Gute Reise!

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Hallo aus Chile!

Bei diesem Post hat es schon sehr hilfreiche Antworten gegeben, trotzdem möcht auch ich gerne "meinen Senf dazugeben".

Die Höhe der Anden ist niemals zu unterschätzen und ungefährlich, daher rate ich, solltest du wenig bis keine Höhenerfahrung haben, dich in San Pedro del Atacama einer der fast täglichen Trekkingtouren auf umliegende Vulkane von 4000 bis 5000 Metern Seehöhe anzuschliessen.

Solltest weiter nach Norden Reisen, so gibt es in Putre, auf dem Weg zum Lauca Nationalpark, mehrere kleine Anbieter, die bei manchen Touren sogar Sauerstoff dabei haben. Die Eingehtouren sind angenehm und bereiten dich bestens auf grosse Höhen vor - und du bist unter Aufsicht meist sehr erfahrener Tour-Guides.

Viel Spass und gute Reise!

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Hallo aus Chile!

Um den Punkt ein wenig zu zeigen, eine kleine Anekdote: Vor gar nicht langer Zeit lernte ich eine Irin kennen, die einen Kurs für chilenisches Spanisch brauchte, obwohl sie vorher schon ein paar Jahre in Spanien gewohnt hatte.

Die Chilenen rollen das r sehr stark, verschlucken das s, und haben sehr viele landesübliche Floskeln. weiters werden Worte verwendet, die in anderen spanisch-sprachigen Ländern anderes bedeuten. Das Auto, z.B., heisst in Spanien coche, was in Chile Kinderwagen bedeutet, oder die Micro, der Stadtbus. Auch aus dem Mapudungun, der Spracheder Mapuche, wurden Worte entlehnt, z.B. pololo, chamuyo, ñeque, u.v.m. Zu deiner Beruhigung: Auch aus dem Deutschen kommen Worte, wie z.B. Kuchen, Strudel, Kinder (Vorschule).

Ich habe mal vor ein paar Jahren den Kauderwelsch-Sprachführer für Chile gekauft und bin damit gut weitergekommen, das allerbeste ist jedoch ein Crash-Kurs im Land. Die sind nicht teuer und helfen viel weiter.

Gute Reise!

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Hallo aus Chile!

Pesos solltest du auf alle Fälle in Chile in Euro umwechseln, keine Bank in Europa hat Interesse, diese doch eher unbedeutende und schwache Währung zu wechseln. Sollte dir dies nicht zusagen, so schlage ich vor, die verbliebenen Pesos bis zu deine Rückkehr nach Chile aufzuheben oder sie einem gutem Zweck zu stiften.

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Hallo aus Chile!

Ich bin mit einer Chilenin verheiratet und musste meinen Reisepass und die Geburtsurkunde vorweisen, die ich nicht einmal übersetzt hatte. Wenn du überhaupt kein Spanisch kannst, musst du einen Dolmetscher vorweisen. Die Heirat ist übrigens auch in Europa gültig, die einzelnen Schritte kenn ich aber nicht, dafür wendest du dich bitte an die Deutsche Botschaft.

Viel Eheglück wünsche ich!

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Hallo aus Chile!

In Chile gibt es die Kaukultur wie im bolivianischen Hochland nicht, aber man kann aus den Blättern Tee kochen. Ob der Effekt nun so grossartig ist, wie er oft beschrieben wird, kann ich schwer beurteilen, da meist sehr subjektiv geurteilt wird, die getrockneten Blätter sind aber, gerade in den Wüstenstädten- und Orten, an jedem Strassenmarkt zu kaufen. Keine Angst, um Probleme mit den Behörden zu bekommen, müsstest du in sehr rauhen Mengen den "Mate de Coca" einkaufen.

Gute Reise!

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Hallo aus Chile!

Es ist natürlich immer relativ, was "billig" bzw. bezahlbar ist, vielleicht wäre eine Rundreise als Selbstfahrer eine Alternative. Allgemein ist eine Buchung von Europa aus teurer und es gibt hier in den von euch zu besuchenden Ländern sehr wohl lokale deutschsprachige Agenturen und Privatanbieter von hoher Kompetenz, mir fällt z.B. Clinamen im nordchilenischen Arica spontan ein.

Eines sollte von Vornherein klar sein: Die Osterinsel hat ihren Preis - im wahrsten Sinne des Wortes. Ich würde empfehlen, den Flug erst hier in Chile zu buchen, da die Preise ausserhalb des Landes oft enorm ansteigen.

Gute Reise!

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Hallo aus Südamerika!

So etwas wie Interfly gibt es nicht, aber du kannst dir in verschiedenen Ländern Airpässe kaufen, mit denen du Ermässigungen bekommst. Ein Beispiel ist www.lan.com.

Weiters sind die Preise oft enorm unterschiedlich, wenn du die Flüge vor Ort über das Internet kaufst, denn die Konkurrenz treibt die Preise für manche Strecken ziemlich in die Tiefe.

Alternativen sind sicher Bus und in manchen Ländern der Zug, wobei natürlich immer die Länge der Strecke beachtet werden sollte.

Viel Spass bei deiner Reise!

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Hallo aus Chile! Es gibt hier in Chile nicht nur in Feuerland Pinguine. Das hängt mit dem kalten Humboldtstrom zusammen, der Kaltwasser entlang der Küste Richtung Norden pumpt.Dem kalten (und fischreichen) Wasser folgend schwimmen die Pinguine (Humboldtpinguine) sogar bis in die Wüste, wo diese brüten und, sehr überraschend, sogar mit deren Todfeinden, den Seelöwen, zusammenleben. Touren zu deren Brutstätten in der Wüste werden ab La Serena angeboten. Viel Spass in Chile, Gerhard.

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Hallo aus Chile! Deine Frage lässt viel Raum für Spekulation offen, daher wäre es wichtig, den Reisemonat anzugeben, da, strategisch gesehen, die Reiseroute davon abhängt. Z.B. sollte man den Altiplano im Januar und Februar meiden, da es dort regnet und sogar Überschwemmungen geben kann. Weiters solltest du in den Wintermonaten (Juni bis Oktober) den Süden meiden, da es dort in vielen Gebieten viel Niederschlag gibt. Ich würde mich in vier Wochen entweder auf den Norden oder den Süden spezialisieren, da in dieser Zeit unmöglich das ganze Land bereist werden kann. Viel Spass und gute Reise,

Gerhard

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Hallo aus Chile! Vorgeschrieben sind für Chile keine Impfungen, es wird jedoch empfohlen sich für die Osterinsel gegen Gelbfieber impfen zu lassen. Ich habe schon seit Jahren von keinem einzigen Fall von Gelbfieber gehört, es ist jedoch schon passiert, dass die Krankheit von Reisenden sogar am Festland eingeschleppt wurde. Du solltest vielleicht wissen, dass es in Chile den Hanta Virus gibt, an dem weitaus mehr Menschen sterben und gegen den es keine Impfung gibt. Nähere Auskünfte geben dir gerne die Parkwächter von CONAF, der nationalen Forstbehörde. Hier ist ein Link: http://www.hantavirus.cl/educacion_prevencion/tripticos.htm Gute Reise!

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Hallo aus Chile! Es hängt natürlich ab, was du in der Wüste sehen willst und wie viel Zeit dir zur Verfügung steht. Wenn du kein eigenes Auto/Geländewagen mieten möchtest, dann bietet sich San Pedro de Atacama natürlich an, um dort die Touren zu beginnen. Wenn es dir nichts aus macht, mit vielen anderen Touristen die Touren zu teilen, dann findest du im Ortskern, der sehr überschaubar ist, viele Anbieter. Solltest du jedoch auf spezielle Impressionen aus sein, dann rate ich dir, beim Franzosen im Zentrum ein Mountain Bike auszuleihen und die umliegende Gegend selbst zu erkunden. Besonders spannend ist es, Richtung Valle de la Luna zu radeln, denn am Weg dorthin kannst du am Parkeingang fragen, wie es zu den Salzhöhlen geht. Meist leihen dir die Parkranger dann sogar eine Taschenlampe. Weitere, auch organisierte, Touren gehen zu den andinen Lagunen, zu Vulkanen wie dem Licancabur, Salzseen und, was ich besonders empfehlen kann, zu den Tatio Geysiren, wo du sogar ein "Thermalbad" unter freiem Himmel geniessen kannst. Mehrtägige Touren gehen auch zum Salar de Uyuni, wo mitten im Salz übernachtet wird. Der Sternenhimmel ist dort unbeschreiblich schön. Die Unterkünfte und die Preise allgemein stehen empfindlich über dem chilenischen Durchschnitt, es gibt aber auch mehrere Campingplätze mit akzeptabler Infrastruktur. Bei den Campingplätzen ist es meist nicht nötig, zu reservieren. Vorsicht von Dezember bis März, da gibt es das Wetterphänomen des Altiplano Winters, wobei oft Strassen über- bzw. weggeschwemmt werden und es heftige Gewitter gibt. Fernab des Massentourismus und vielleicht die billigere Variante wäre, in Arica oder Iquique einen Geländewagen zu mieten und dann, dem Azapatal folgend, Richtung Bolivien zu gondeln. Auch dort gibt es mächtige und spekatkuläre Vulkane und Salzseen mit anliegenden Naturthermen, auf über 4000 Meter Seehöhe gelegen (Salar de Surire).

Viel Spass bei deiner Wüstenreise!

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Hallo aus Chile,

ich muss Atambo leider widersprechen, das Handeln gehört vielleicht in Peru zum guten Ton, nicht aber in Chile. Auch auf Wochen- und anderen Strassenmärkten wird nicht gehandelt, im Gegenteil, dies wird eher als negativ empfunden. Klar, Ausnahmen gibt es immer wieder und man kann auch gerne mal nachfragen, ob es ein wenig billiger geht, aber richtig gehandelt wird nicht. Vorsicht ist, wie überall auf der Welt in stark touristischen Gebieten und Orten geboten- diese Orte ziehen die schwarzen Schafe geradezu an. Dies ist aber, wie schon erwähnt, kein typisch chilenisches oder peruanisches Problem an sich.

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Hallo aus Chile! Auch wenn in den vorhergehenden Antworten schon viel angesprochen wurde, so muss ich doch ein paar Punkte hinzufügen: 1) Kleidung - immer sauber und gebügelt, leicht konservativ, geputzte Schuhe; 2) Haarschnitt: Frauen tragen meist langes Haar, welches sehr oft blond gefärbt wird; Männer tragen ihr Haar kurz, färben ist für den "Mann" in Chile tabu. 3) In Gesellschaft wird JEDE(R) gegrüsst, auch wenn das seine Zeit fordert. Männer grüssen sich meist mit einem Handschlag, wenn diese sich besser kennen, mit einer Umarmung, wobei sich vorher und nachher die Hand gegeben wird. Frauen grüsst man mit einem angedeuteten Kuss auf die recht Wange. Dies gilt auch für Frauen unter sich. Nur in sehr formellen Situationen wird auch Frauen die Hand gereicht. 4) Pünktlichkeit - im Geschäfts- und Arbeitsleben sind fünf bis zehn Minuten Verspätung kein Kapitalverbrechen, bei privaten Verabredungen gehört eine Stunde "Verspätung" zum guten Ton. 5) Auch wenn es manchmal noch so schwierig ist: Niemals die Stimme erheben!!! Jemanden anzubrüllen gilt als grob unhöflich. Weiters werden Probleme sehr indirekt angesprochen. 6) Arrogant und "von oben herab" zu agieren, sprich, sich als "Supereuropäer(in)" aufzuspielen, bringt nur böses Blut. Auch wenn vieles nicht europäischen Masssteben entspricht, so sollte dies besser für sich behalten werden. 7) Die meisten Firmen Chiles haben eine sehr vertikale Struktur, sprich, Vorgesetzte werden auch als solche behandelt und niemals kritisiert, zumindest nicht bei Meetings und anderen offiziellen Gelegenheiten. Man spricht diese meist mit "Don" und deren Vornamen an. 8) Blumen werden bei persönlichen Einladungen sehr gerne gesehen, besonders geschätzt werden Rosen und Nelken für Damen und Wein für Männer.

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