Welches kulturelle Highlight Südamerikas war dann doch nur eine Enttäuschung?

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6 Antworten

Hallo aus Südamerika:

MichaM hat ja schon seine Meinung, die ich grossteils teile, preisgegeben, aber es gibt halt doch ein paar Orte, die ich, zumindest in der Hochsaison, in Chile meiden würde.

  1. San Pedro de Atacama: Hochsaison von März bis November, zu chilenischen Ferienzeiten noch überlaufener. Hochpreisort, wo die lokale (Indianer-) Kultur schon lange unauffindbar ist. Auch die Umgebung wird schon massentouristisch überwuchert.
  2. Viña und Reñaca: Im Januar und Februar gleicht der Ort Mallorca, Gran Canaria und wie auch immer die Partyinseln heissen. Stress pur.
  3. Pucón: Im Januar und Februar ist der Ort so überlaufen, dass man oft kein Zimmer bekommt und auf Orte in der weiteren Umgebung angewiessen ist. Es wird gesoffen, was gesoffen werden kann und Sicherheit kann niemand mehr garantieren. Auf dem Vulkan nahe des Ortes steigt man sich auf die Füsse - kein Wunder, wenn hunderte Touristen pro Tag diesen erklimmen wollen.
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Hallo,

ich finde, dass der Besuch auf den schwimmenden Inseln Uros und Taquile im Titicaca See einer Showveranstaltung gleicht. Man hat den Eindruck, dass man sich hier besonders für die US-Amerikanischen Touristen ins Zeug legt, die ja bekanntlich Shows mögen. Wer es mag ein bisschen animiert zu werden, dem wird das gefallen, aber authentisch ist das nicht. Besser ist da der Besuch der Isla de la Luna und der Isla del Sol.

Wie schon gesagt, sind einige Orte im Sommer überlaufen, aber auch wirklich sehenswert, dazu zählt auch der Torres del Paine Nationalpark in Chile. Da ist in den Sommermonaten viel los, aber die Landschaft ist grandios.

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Ich stimme den Vorrednern zu, Viña del Mar im Sommer ist ebenso wenig empfehlenswert, wie Reñaca oder auch Santiago de Chile, das vollkommen leer, aber heiß und stickig ist. Zwar habe ich gerade gelesen, dass in Peking die Luftqualität die eines Raucherzimmers auf dem Flughafen sein soll, viel besser ist Santiago aber auch nicht.

In Peru hat mich Nazca enttäuscht. Ganz ehrlich: hin, einmal über die Figuren fliegen (wenn man einen festen Magen hat) und wieder weg. Es Lohnt sich absolut nicht, auch nur eine Nacht dort zu verbringen (auch wenn es sich oft nicht vermeiden lässt).

Lima kann ich auch nicht empfehlen. Eine große Stadt, die meines Erachtens nach aber kein Gramm Charme hat.

In Kolumbien kann ich dagegen jeden Zentimeter empfehlen, den ich kennen gelernt habe. Insbesondere der Parque Nacional Tayrona ist der Wahnsinn!

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MPK93 22.02.2013, 15:28

Das Santiago nicht so schön sein soll, habe ich auch schon mehrfach gehört :)

Also meines Erachtens sind die Nasca-Linien schon sehenswert. Ich weiß zwar nicht, wann du dort warst, ich war im Januar 2013. Dort hat sich in den letzten Jahren so einiges geändert, es ist zwar teurer dafür auch um einiges sicherer geworden. Also wenn man nicht gerade Dauer-Magenprobleme hat, dann wirst du da kein Problem haben. Die Übernachtung dort kann man sich wirklich sparen, wir sind morgens angekommen, einmal drübergeflogen und weiter nach Ica. Viel mehr gibt es dort such nicht zu sehen. In Nasca sollte man nicht eine Tour auf den Aussichtsturm nehmen, anscheinend sieht man dort gar nichts (ist auch selbstverständlich).

Also Lima finde ich wunderschön, war schon In Callao, im Zentrum, Barranco, Miraflores, Surco, La Molina und Chorrillos. Die Stadt gefällt mir einfach, ich weiß gar nicht was alle immer daran so schlimm finden.

Tjaund sonst hat mir bisher wirklich alles gefalllen, was ich in Südamerika gesehen habe. Ausser zwei Orten:

  1. Santa Catalina Kloster in Arequipa, Peru: mag zwar sein, dass die Wege, Häuschen und so interessant sind, aber 35 Soles Eintritt ist meiner Meinung nach definitiv zu viel und es nicht wert.

  2. Tiwanaku in Bolivien: Wird zwar als eine der bedeutendsten Prä-Inka-Ruinenstätten ganz Südamerikas angepriesen, aber viel zu sehen gibt es dort nicht gerade...ich war ein bisschen enttäuscht, man braucht fast den ganzen Tag dafür (von La Paz aus), zahlt zwar nicht viel, aber es gibt wirklich kaum etwas zu sehen...

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Ich war in Brasilien, Uruguay und Argentinien und bin einmal komplett von Nord (Amazonas) nach Süd (Ushuaia) überland gefahren und nicht einmal geflogen. Sparen würde ich an den Highlights nichts, denn es sind nun mal die Highlights. Der Perito Moreno Gletscher ist zum Beispiel sehr abseits und gut besucht. Aber dennoch sehenswert. Buenos Aires war laut, hektisch und hatte eine schlechte Luft zum Atmen - trotzdem sehenswert. Ushuaia hat nichts zu bieten, außer eben den Nationalpark Feuerland mit dem südlichsten Punkt. Aber gerade das ist natürlich auch wieder verlockend und schön. Auf meiner Seite findest du einen ausführlichen und sehr detaillierten Reisebericht. Wirklich negativ aufgestoßen ist mir der Umgang mit der Natur, den du nur siehst, wenn du über Land von Höhepunkt zu Höhepunkt reist.

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Enttäuscht wird man ja nur wenn man zu hohe Erwartungen hat! Und sich was vorstellt was nicht so sein wird....

Die meisten berichten das sie sehr enttäuscht sind von Machu Picchu, gerade wegen den vielen Besuchern und der Kommerzialisierung des Ortes. Was sehr schade ist, weil dieser Ort ist echt einmalig und wunderschön, aber ja....

Ich war eigentlich von Nichts enttäuscht! Weil ich alles so annehme wie es ist! Und alles einzigartig ist und ich versuche dies auch so zu sehen und schätzen. Es ist klar, es kann nicht alles ein WOW-Erlebnis sein!

Liebe Grüsse aus Ecuador....

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Hallo,

das war an der sehr berühmten und auch ansonsten sehr sehenswerten Franziskanerkirche in Quito. Was es mir verdorben hat? Als ich kam, war gerade die Messe vorbei. Um den Eingangsbereich zu "säubern" kam ein junger Pater heraus und trat mit kräftigen Tritten.die dort sitzenden und bettelnden Indígenas die Treppe hinunter. Der angewiderte Gesichtsausdruck des Paters war bemerkenswert- angewidert von sich selbst war er jedoch nicht.... Ehrlich- ich hätte ihm ja am liebsten selbst..... habe es dann aber dabei belassen, ihn auf unmittelbare Distanz in seiner Muttersprache lautstark über die Grundbegriffe der christlichen Nächstenliebe zu belehren. Das kam bei ihm nicht gut an, allerdings bei den getretenen Indígenas auch nicht. Mal wieder was gelernt, auch wenn ich darauf gerne verzichtet hätte. Würde aber trotzdem wieder an diesen Ort gehen, es sind nun mal nicht alle Lektionen schön. Die Kirche nahm ich irgendwie als entweiht war.

Ansonsten gibt es natürlich überlaufene Orte wie Macchu Pichu oder den Inkatrail (trotz Reglementierung) Einfach ignorieren, vermeiden würde ich auch diese Orte nicht. Die koloniale Altstadt von Lima ist sehr schön, aber auch sehr gefährlich. Sollte man in der Dämmerung und nachts vermeiden.

LG

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