Was hilft bei Durchfall in Asien?

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6 Antworten

Nein, alles von Lotusteich kann ich nicht teilen: Man sollte nicht Essen in Garküchen meiden! Gerade dort wird ja alles ständig frisch zubereitet und hoch erhitzt (cook it!), außerdem man kann so gut wie immer gleich sehen, wie sauber oder nicht es da zu geht unbd sich danach richten. Da haben irgendwelche Bakterien keine Chancen! Gefährlich ist dagegen oft das Essen in den Restaurants. Dort werden Speisen oft vorbereitet und dann lange unter Wärmelampen stehen gelassen. Bei den Büffets mittags oder abends stehen die Platten mit den unterschiedlichsten Gerichten (gerade für Ausländer mit Majonäse o.ä. angemacht) oft mehrere Stunden in warmer Umgebung - da freuen sich die Salmonellen und Bakterien! Ganz abgesehen davon, daß man keine Möglichkeit hat, die hygienischen Zustände in den Küchen zu überprüfen. Ich selbst habe zahllose wochen- und monatelange Aufenthalte in China, Malaysia, Kambodscha etc. hinter mir, habe mich fast nur bei Garküchen verköstigt und bis jetzt nie irgendwelche Beschwerden gehabt, obwohl ich altersmä0ig da eigentlich schon anfälliger sein müßte.

Meine Ratschläge, die ich auch immer meinen Gästen gebe (ich arbeite als Tourguide in heißen Ländern): Bei Büffets nur mithalten, wenn man sofort nach dem Auftischen zugreifen kann oder nachfassen nur von den Platten, die jeweils frisch dazu gestellt werden. Niemals! von den Platten nehmen, die schon länger als 20-30 Min. stehen!

Kein offenes Eis kaufen (vor allem Softeis!) und Wasser auch nur bei großen Softdrink-Konzernen abgefülltes.

Keine eisgekühlten Getränke zu sich nehmen! Immer ausdrücklich ohne Eiswürfel bestellen! Nicht nur, weil Eiswürfel oft aus nicht einwandfreiem Wasser bereitet werden. Selbst wenn diese jedoch okay sind - oft ist einfach der Körper total überfordert mit dem 'Nordpol im Magen' und dem 'Äquator' auf der Haut. Das äußert sich dann in Übelkeit und Durchfallerkrankungen und ist oft nur dem darniederliegenden Kreislauf zuzuschreiben. In meinen Gruppen gab es bisher keinen einzigen Fall von Magenverstimmungen, obwohl ich meine Gäste immer ermuntere, das leckere Essen in den Garküchen auf jeden Fall zu probieren!

Lt. Auskunft eines kompetenten Tropenarztes hier in München soll man alle den Durchfall stoppende Mittel ausschließlich nutzen, wenn man kurzzeitig nicht in der Nähe einer Toilette sein kann. Ansonsten gilt 'die Schädlinge müssen schnell raus', wenn sie im Körper bleiben, werden sie sich schnell ausbreiten. Also viel trinken, am besten fertige Elektrolytlösung aus der Reiseapotheke mit abgekochtem Wasser anrührt oder selbstgemacht (1 l abgekochtes Wasser mit 1 TL Salz und 3 EL Zucker), im Bett bleiben und besser auf die eine oder andere Besichtigung verzichten. Dann sollte es relativ schnell vorbei sein und man kann die Weiterreise umso mehr genießen. Wenn nach 1-2 Tagen keine Besserung eintritt, Krankenhaus oder Arzt aufsuchen.

Ich nehme mir immer Perenterol (http://tr.im/perenterol) mit auf die Reise. Das ist medizinische Trockenhefe, die Krankheitserreger im Darm bindet und sie abtransportiert. Man kann sie sowohl vorbeugend als auch bei Erkrankung nehmen. Wirkt ausgezeichnet und da es nur Hefe ist, muss man sich keine Sorgen um Nebenwirkungen etc. machen. ;-)

Alles Quatsch.Ich habe vor 2 Jahren in Thailand mit dem Phänomen zu tun gehabt.Es war so schlimm das ich mich 3 tage nicht von der Schüssel weg bewegen konnte.Es halfen auch nicht unsere Medikamente, noch Immodium noch Perenterol. Hatte mich damals an die Rezeption des Hotels gewendet,wo der Portier mir lächend erklärte, dass er mir etwas dagegen besorgen würde. Nach 2 Std.würde ich die ersten Erleichterungen verspüren.Ich wollte es anfangst nicht glauben.Doch er hatte recht.Fragt mich nicht nach den Namen,den habe ich vergessen. Ich weiß nur, das es kleine grüne Pillen waren,kaum größer als ein Stecknadelkopf.Das Rezept kommt nach seinen Aussagen aus der Natur. Wie dem auch sei, vertraut in so einem Fall auf den Einheimischen.Auf keinen Fall das trinken vergessen,da ihr viel Flüssigkeit verliert.

Na, ob ich das schlucken würde, wenn ich nicht man ansatzweise weiß, was darin enthalten ist. Muß jeder selbst wissen. Aber Quatsch sind die obigen Ratschläge ganz sicher nicht.

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Auch ich habe von meiner Reiseleitung damals gesagt bekommen: Wenn die Krankheitserreger im Körper sind, müssen sie RAUS. Und das geht eben nicht mit stopfenden Mitteln (die sollte man nur für den Notfall dabei haben, wenn man eben gerade keine Toilette aufsuchen kann), sondern mit viel Wasser und eventuell Mineralsalzlösungen.

Sobald sich die Beschwerden einmal eingestellt haben, helfen z.B. sehr lange gezogener Schwarztee oder gängige Medikamente wie Immodium akut. Damit es erst gar nicht soweit kommt, sollte man einfach prinzipell Essen in Garküchen oder an der Straßenecke meiden, sofern man eher anfällig für derartige Erkrankungen ist. Ich habe selbst bisher immer Glück oder einfach einen "Saumagen" gehabt und nie an irgendwelchen Durchfallerkrankungen gelitten. Generell gilt die Regel: Cook it, peel it or leave it!

Wenn es wirklich zu extremen Durchfällen kommt, ist es ( so unangenehm es ist ) manchmal besser, die Erreger auszuscheiden als die Ausscheidung durch "stopfende" Medikamente zu verzögern. Der klassische Hinweis "cook it, peel it or forget it" hat nicht umsonst Bestand. Tatsächlich sind allerdings viele Garkchen besser al sihr Ruf, denn hier sieht man zumindest, was zubereitet wird und unter welchen Umständen ! Wichtiger als ein Durchfallmedikament wäre das Mitnehmen einer Elektrolytlösung ( gibt es in fertigen Portionspäckchen zum Auflösen in Wasser) um einen durch extremen Flüssigkeitsverlust entgleisten Mineralstoffhaushalt wieder auszugleichen und natürlich viel trinken ( ohne Eiswürfel ).

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