Als Selbstversorger auf den Kapverden, ist das möglich, oder ist ein Hotel Pflicht?

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4 Antworten

Das hängt ausschließlich von Deinen Vorstellungen und Ansprüchen ab. Allerdings habe ich eine FeWo noch nirgends entdeckt, werde aber bei meiner nächsten (7.) Reise danach Ausschau halten, wegen "Eigenbedarf".

Meine (un)heimliche Liebe ist die Wanderinsel Santo Antao. Da kann ich stunden- und tagelang durch die Berge laufen und mich an den ständig wechselnden Landschaftsbildern und Ausblicken erfreuen und die Ruhe und Stille genießen, auch mal mit den Einheimischen schnacken. Da ist es mir ziemlich egal, was es zu essen gibt, entweder ein vom Vermieter (privat oder Hotel) zusammengestelltes Lunchpaket (nicht selten Thunfischsalat) oder einfach Kekse.

Mein Genießen ist eher Sache der Augen als des Gaumens.

Einkaufsmöglichkeiten gibt es viele, allerdings meistens recht kleine, und die Auswahl ist gering. Zum einheimischen Gemüse- und Obstmarkt, falls es einen gibt, sollte man in der Kühle des Morgens gehen, dann ist die bescheidene Auswahl noch am größten.

Die Einkaufsmöglichkeiten der Wüsten- und Sandinseln Sal und Boavista kenne ich nicht. Hier muß fast alles von den anderen Inseln oder aus Europa importiert werden. In Espargos (Sal) bestellte ich zum Abendessen mal "mit einheimischem Gemüse", ich bekam Erbsen und Möhren und wurde an deren gemeinsame Dose erinnert.

Das kapverdische Nationalgericht ist die cachupa, bestehend hauptsächlich aus Mais und Bohnen (die auch auf den Feldern gemeinsam wachsen). Man begegnet ihr auch mit anderem Gemüse, mit Fleich oder Fisch in endlosen Variationen, als Suppe oder fest, breiähnlich, oft auch zum Frühstück.

Viel Spaß auf der Insel . . . ja, auf welcher denn? Keine ist wie die anderen!

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Kommentar von moglisreisen
16.04.2012, 17:38

Hallo Rudolf, schau mal in diesem ApartHotel haben wir auf BoaVista gewohnt: http://www.canicola.com/ Schöne Ferienwohnungen direkt am Strand, absolut empfehlenswert!

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Sehr interessante Frage.

Ich würde mir an deiner Stelle stark überlegen, ob du das wirklich willst. Wir haben letztes Jahr ohne Verpflegung im Hotel gebucht und es war wesentlich härter, als wir befürchtet haben. Wie die anderen schon richtig schreiben, sind die Hygiene-Standards völlig anders als in Deutschland.

Im Hotel bekommst du wirklich gutes Essen, da die Zutaten importiert weden. Auf der Insel selbst ist es relativ schwierig, gute Restaurants zu finden, die den europäischen Ansprüchen genügen. Du musst schon sehr offen für alles Neue sein, damit du nicht sehr lange nach passenden Restaurants suchst. Mir hat das eigentlich recht viel Spaß gemacht, aber für meine Frau war es der absolute Horror. Sie ist relativ anspruchsvoll, was Essen angeht und da ist die Selbstversorgung natürlich der reine "Selbstmord". ;-)

Wünsche dir trotzdem viel Spaß im Urlaub. Die Landschaft ist bombastisch!

Mehr Infos findest du auch unter meinem Reiseblog: [Link wurde vom Support entfernt]

Beste Grüße Markus

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Es gibt keine klassischen Supermärkte wie bei uns (keine Boa Vista, Fogo und Santiago), aber die Märkte und kleine Supermärkte, sodass es zum "Überleben und Sattwerden" allemal reicht. Das kulinarische Angebot in den Hotels ist auch nicht super, es wird zu 99,9% eh alles importiert (und kostet auch in den Supermärkten dementsprechend). Wenn einem aber Früchte und Gemüse reichen (wie mir z.B.) ist es auf dem Markt schon mal eine super Grundlage...über die hygienischen Verhältnisse muss man halt großzügig hinweg sehen, der Fisch etc. in den Hotels kommt eben nicht von der Insel sondern wird importiert. Aber es gibt auf den Inseln auch jeweils ein paar Restaurants, ist eben alles nur noch nicht soooo touristisch erschlossen - aber das fand ich gerade reizvoll und gut.

Infrastruktur - also ÖPNV gibts nicht , Taxis nicht gerade günstig, aber überall reichlich vorhanden. Straßenverhätnisse "interessant" (alles nur Geländewagen).

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Hallo Mangrove,

am 18.3.2012 habe ich auf diese Frage das geantwortet:

"Hallo Tinamarina,

wo soll`s denn hingehen auf den Kapverden? Sal kenne ich nicht, von daher kann ich auch nicht für diese Insel sprechen, wobei ich glaube, dass es letztendlich dort auch keine Gourmet-Explosion gibt!

Schmink Dir eins ab: Zu denken, dass man auf den Kapverdischen Inseln toll und lecker Essen kann. Ob mit Selbstverpflegung oder ohne. Keine Ahnung wie`s in den RIU-Klötzen aussieht, aber die will man ja nicht wirklich kennenlernen. Gut, ist Geschmacksache.

Die Inselgruppe hat eine fantastische Landschaft zu bieten; sei es traumhaft schöne Strände inkl. schönem Meer zum baden (Boa Vista) oder traumhafte Wandergegenden (Santo Antao) und das bei stabilen warmen Klima (wir waren letztes Jahr im Nov. da). Wir brauchten einige Tage um zu begreifen, dass es nicht mehr darum geht, irgendwo lecker, exotisch Essen zu gehen, sondern nur noch um Nahrungsaufnahme, damit man satt wird. Mühselig ist es einen Supermarkt zu finden (auf Boa Vista gibt es einen relativ großen Chinesischen). Du bist halt in Afrika, die kreolische Küche (ein Mix aus Reis, Fleisch und bißchen Gemüse) ist das Nationalgericht!

Fazit: Auf Boa Vista ist es egal, ob Du Selbstverpflegung nimmst oder nicht (haben dort in einer wunderschönen Appartmentanlage am Meer gewohnt. Bei Interesse einfach mal bei "Tipps" suchen). Auf Santo Antao rate ich ab und auf Sao Vincente, wo es einen tollen Markt gibt; ebenso auf Santiago, wo es auch einige kleinere zentral gelegene Supermärkte gibt, verbringt man jetzt nicht wirklich einen längeren Urlaub oder?"

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