Vor ein paar Jahren war die Situation in Kroation so: An der Küste gibt es viele Campingplätze und keine geeigneten Stellen zum Wildcampen. Im Binnenland gibt es kaum Zeltplätze - wir haben zwischen den Plittwitzer Seen und Ossiek keinen gefunden. Wildcampen war bei uns in diesen Landstrichen mit unguten Gefühlen verbunden. Ich würde das nur aus der Not heraus machen und dann eher die Biwak-Methode empfehlen: Das Auto an einem unverdächtigen Ort stehen lassen und sich mit Schlafsack und Isomatte so in die Büsche schlagen, dass man nicht gesehen und gefunden wird.

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Ich kaufe häufiger bei Decathlon ein. Allerdings kaufe ich auch lieber billigere Sachen, die dann nicht so lange halten, als teure, über die ich mich ärgere, wenn sie durch Gewalteinwirkung dann doch kaputt gehen. Das muss jeder selber wissen und hängt natürlich auch vom Einsatzzweck ab - aber für erste Campingerfahrungen in zivilisierten Landstrichen würde ich nicht zu viel Geld ausgeben, wer weiß, ob die Sachen nicht hinterher jahrelang im Keller stehen. Ich will auch nicht gesagt haben, dass bei Decathlon alles billig und schlecht ist. Zumindest die Wurfzelte sind meiner Erfahrung nach prima, wenn auch etwas unhandlich.

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In Norwegen und Schweden ist das kein Problem - je weiter man nach Norden kommt, desto weniger Nacht wird es und destoweniger kühlt es sich ab. In Norwegen wirkt sich außerdem der Golfstrom positiv aus. In Lappland wäre ich im T-Shirt rumgelaufen, wenn mich dann nicht die Beißfliegen aufgefressen hätten. Es kann natürlich - je nach Wetterlage - auch recht frisch werden, aber mit Frost ist im Sommer kaum zu rechnen.

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Auf La Palma ist wildcampen wie in ganz Spanien verboten und würde m.E. auch ziemlich auffallen. Allerdings gibt es ein paar Stellen, an denen es erlaubt ist, das Zelt aufzuschlagen, ohne dass es etwas kostet - man muss sich aber vorher in Santa Cruz anmelden. Die wenigen Zeltplätze, die es gibt, sind eher nicht so prickelnd...

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An der Küste gibt es reichlich Campingplätze. Preislich sind sie mit Italien vergleichbar, sie sind oft genauso voll und zuweilen ziemlich eklig touristisch. Es gibt in Kroatien allerdings auch eine Menge kleine Privat-Camps, die zuweilen einen recht ulkigen Charme haben.

Im Hinterland findet man kaum Zeltpläte. Insbesondere im Nordosten kann man schon man den ganzen Tag mit dem Auto durch die Gegend fahren, ohne eine legale Zeltmöglichkeit zu finden. Die auf unserer Karte eingezeichneten Plätze existierten oftmals gar nicht und in den Touristeninformationen konnte man uns auch nicht weiterhelfen.

Wild campen scheint verboten zu sein, allerdings konnte uns niemand sagen, was und geblüht hätte, wenn man uns erwischt hätte. Aber wenn man sich auf öffentlichem Grund ohne Zelt abends in die Büsche schlägt und morgens wieder aufbricht, wird man kaum gefunden.

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Nein, meine Erfahrung mit verschiedensten Schlafsäcken von billig bis teuer und bei verschiedenen Temperaturen ist einheitlich: Wenn es zu kalt wird, hilft es nicht, wenig anzuhaben. Stattdessen sollte man sich mehr anziehen; weiche, lockere Sachen wie T-Shirt, Jogginghose und Sweatshirt sind da prima. Schwitzen sollte man allerdings vermeiden, da man dadurch letztendlich wieder friert. Hilfreich kann auch eine zusätzliche Schicht über dem Schlafsack sein - wer keine Wolldecke hat, dem hilft möglicherweise eine Folie aus dem Erste-Hilfe-Koffer. Ein ganz hervorragender Isolator ist übrigens Stroh - aber wer hat das schon in der Wildnis griffbereit... ;-)

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Du brauchst ein Kabel, dass auf der einen Seite ins Wohnmobil geht und auf der anderen Seite so aussieht wie das Wohnmobil (also auf den Stecker der ersten Seite passt). Das Kabel sollte für außen geeignet und mindestens 25m lang sein. Und keine Angst: Der Wohnmobil-Stecker ist so speziell, da gibt es kaum Verwechslungsmöglichkeiten.

Achja: Wenn es eine Kabeltrommel ist (was ich nicht empfehlen würde), solltet Ihr drauf achten, dass dort im aufgerollten Zustand erheblich weniger Leistung durchgeht und der Sicherungsschalter schnell auslöst - also immer schön alles abrollen.

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Such nach camping municipal - das sind Plätze in der Trägerschaft der örtlichen Kommune. Dies Plätze sind meist einfach, aber sauber und vor allem günstig. Animation gibts dort nicht und sie liegen häufig sehr nett (auf der ehemaligen Gemeindewiese...). Im Campingführer findest Du sie nicht, weil sie keinen Wert auf Werbung liegen und für ADAC&Co nicht genug Schnickschnack bieten. Üblicherweise kann man nicht reservieren, aber durchaus morgens anrufen und fragen, ob noch Platz ist.

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Und um mal das andere Ende der gemeinsamen Grenze ins Gespräch zu bringen: Chamonix ist auch sehr schön, gerade für Bergwanderungen. Ohne hochalpine Ausrüstung und Erfahrung ist der Grenzübertritt allerdings nur durch den Tunnel oder mit der Gondel empfehlenswert.

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Es hilft nur, das Zelt ordentlich zuzumachen und demonstrativ alle Wertsachen mitnehmen. Es fällt schon sehr auf, wenn sich jemand am Zelt zu schaffen macht, der dort fremd ist und Zelter auszurauben lohnt sich meist nicht. Macht man ein Schloss dran, sieht es eher so aus, als wenn man wertvolle Dinge versteckt...

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Das kommt drauf an, wem der Wald gehört. In Privatwäldern muss man den Besitzer fragen, und bei öffentlichen Wäldern gibt es üblicherweise eine Satzung, die das Zelten verbietet.

In der Praxis ist es meist gut möglich, im Freien zu übernachten. Man macht das unauffällig und ohne Spuren zu hinterlassen. Am Besten geht das ohne Zelt - Billigplanen sind da ganz gut, für den Fall, dass es Niederschlag gibt. Es gibt auch eine Menge Stellen, an denen man geschützt und trocken lagern kann, ohne das es jemanden stört. Grundsätzlich sollte man dazu natürlich nur über Nacht dort bleiben.

Außerdem sollte man bereit sein, das Lager unverhofft und schnell abbauen zu können, falls es doch jemanden stört. Das schließt ein, dass man mitten in der Nacht bei Regen weiterreist.

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Gaskocher haben meist nur eine recht geringe Leistung, daher bevorzuge ich Benzin. Außerdem braucht man zwei Töpfe mit Deckel zum Kochen, die Deckel gehen auch als Pfanne.

Zwei Töpfe kann man stapeln, sofern der Kocher Standfest ist - dann hält das oben gut warm. Wir machen oft in einem Topf die Sättigungsbeilage und in dem anderen Gemüse und Soße. Ich wüsste jedenfalls nicht, warum wir Ravioli machen sollten - das schmeckt im Urlaub genauso schlecht wie zu Hause. Ich überlasse die Dosen den Leuten, denen gutes Essen nicht so wichtig ist oder die zuwenig Phantasie oder einfach keine Lust auf den Aufwand des ordentlichen Kochens haben.

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In welcher Beziehung Sicherheit?

Natur & Umwelt: zu meiden sind wilde Tiere (Nahrung weg vom Zelt), Überschwemmungsgebiete (unter Talsperren, vor dem Deich, Sumpfgebiete...), Lawinen, Vulkanausbrüche etc... Bedenke: Es passt keiner auf, man muss sich schon selbst retten können.

Menschen: nur Orte suchen, an denen keiner Anstoß nimmt. Für den Fall, dass dort Menschen sind, die an allem Anstoß nehmen, sollten sie einen nicht bemerken. Böse Buben sollten einen nicht finden, daher außerhalb und möglichst versteckt. Tief im Wald gibt es entgegen der landläufigen Meinung nur recht wenige Räuber. Es schadet auch nicht, arm und verlottert auszusehen - man sollte nicht unbedingt in der nächsten Dorfkneipe mit den Vorzügen des neusten i-Dinges angeben.

Ordnungskräfte: Immer schön an die Gesetze halten. Ansonsten gilt das gleiche wie bei Menschen: Auch Ordnungskräfte müssen einen erstmal aufstöbern.

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Du solltest Dir immer eine Stelle suchen, an der es niemanden stört. Dann wird es im allgemeinen geduldet, der Besitzer eine Grundstücks darf Dich aber selbstverständlich trotzdem fortjagen. Uns ist das einmal mit einem Landwirt so gegangen, der im Krieg schlechte Erfahrungen mit den Deutschen gemacht hat (was übrigens keine Seltenheit ist).

Wenn man mit dem Auto unterwegs ist, ist es an der Fjordküste manchmal schwierig, Stellen zu finden, an die man mit dem Auto einigermaßen herankommt, die eben sind, weit genug von Anwohnern entfernt und dann auch noch schön. Im Binnenland ist das kein Problem, und nach Norden hin wird es auch immer leichter. Ich empfehle Euch eine sehr gute Straßenkarte, dann findet Ihr auch kleine Wege abseits der E6.

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Im Sommer geht's in Deutschland ganz gut ohne Zelt - wer zu Fuß unterwegs ist, findet mit Isomatte und Schlafsack meist einen Unterschlupf oder kann draußen schlafen (so schlecht ist das Wetter hier gar nicht...). Für den Notfall eine Plane mitnehmen,um nicht so nass zu werden.

Nach Oslo gibt es Billigflugverbindungen. Die Flughäfen sind schon einigermaßen außerhalb, so dass man mit Bus oder Bahn schnell in entlegene Gebiete kommt, in denen das Wildzelten kein Problem ist. Andere norwegische Flughäfen sind zwar teurer und umständlicher zu erreichen, aber durch die fehlenden Unterkunftskosten ist das immer noch günstig.

Zu guter Letzt darf man in den Alpen biwakieren, wenn's nicht anders geht ;-). Mit dem Hochgebirge sollte man sich allerdings auskennen, sonst kann es leicht lebensgefährlich werden.

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Bislang habe ich immer noch spontan einen Platz gefunden. Gut ist es, als erstes die lokale Touriinfo anzufahren, die kennen alle Plätze und man kann schnell mal rumtelefonieren.

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Klar: Du bekommst beim DAV auch Infos über andere Länder, die Versicherungen gelten ebenfalls normalerweise im Ausland etc...

Aber das meintest Du nicht, oder? ;-)

In den meisten Hütten bekommt man die selben Bedingungen, als wäre man im heimischen Alpenverein Mitglied. Das gilt zumindest für die Hütten der dortigen Alpenvereine. Dort erhält man als Mitglied normalerweise immer Unterkunft, notfalls im Notlager. Es gibt aber auch Hütten unter anderer Trägerschaft, die gar keine Rabatte geben und denen es egal ist, wo man bleibt, wenn sie ausgebucht sind.

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Normalerweise ist campieren in den Bergen nicht erlaubt, sondern wird höchstens geduldet. Ist nicht um die Zugspitze sogar Naturschutzgebiet?

Erlaubt ist auf einer Bergtour üblicherweise ein Biwak, wenn die Tour nicht an einem Tag zu schaffen ist. Auf die Zugspitze braucht man allerdings nicht so lange.

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Je weiter Ihr nach Norden kommt, desto geringer ist der Temperaturunterschied zwischen Tag und Nacht. In der Nacht ist es in Lappland deutlich wärmer als hier, weil es gar nicht dunkel wird. Wir haben bislang immer unsere "normalen" Schlafsäcke mitgehabt, und das hat meist gereicht. Im Notfall muss man sich halt mehr anziehen oder sich stärker ankuscheln. Die Schlafsäcke vom Discounter sind allerdings in der Tat zu dünn, aber da drin friert man in Deutschland auch schonmal.

Es ist natürlich auch arg von dem Ort und der Witterung abhängig: In Schweden und Lappland ist es oft trocken und warm; an der Norwegischen Küste hauptsächlich bei Föhnlage (Hoch über der Ostsee und Sturmtief über dem Eismeer). Hinter einem Gletscher friert es nachts auch im August manchmal... An der Küste ist es allein schon wegen der Feuchtigkeit und dem Wind kälter und und und....

Wenn man mit Spiritus kochen will, sollte man beachten, dass der in Skandinavien nicht an jeder Ecke zu bekommen ist.

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Für 4 Erwachsene ist das definitiv zu klein, das geht höchstens mal für die Durchreise auf einem Parkplatz. Zwei Leute sollten in einem Zelt schlafen. Allein schon, wenn die oben nachts mal rausmüssen... außerdem mag ich mich ja auch gerne mal an meine Liebste ankuscheln und hätte dann arg Hemmungen.

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