Vor ein paar Jahren war die Situation in Kroation so: An der Küste gibt es viele Campingplätze und keine geeigneten Stellen zum Wildcampen. Im Binnenland gibt es kaum Zeltplätze - wir haben zwischen den Plittwitzer Seen und Ossiek keinen gefunden. Wildcampen war bei uns in diesen Landstrichen mit unguten Gefühlen verbunden. Ich würde das nur aus der Not heraus machen und dann eher die Biwak-Methode empfehlen: Das Auto an einem unverdächtigen Ort stehen lassen und sich mit Schlafsack und Isomatte so in die Büsche schlagen, dass man nicht gesehen und gefunden wird.

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In Norwegen und Schweden ist das kein Problem - je weiter man nach Norden kommt, desto weniger Nacht wird es und destoweniger kühlt es sich ab. In Norwegen wirkt sich außerdem der Golfstrom positiv aus. In Lappland wäre ich im T-Shirt rumgelaufen, wenn mich dann nicht die Beißfliegen aufgefressen hätten. Es kann natürlich - je nach Wetterlage - auch recht frisch werden, aber mit Frost ist im Sommer kaum zu rechnen.

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Auf La Palma ist wildcampen wie in ganz Spanien verboten und würde m.E. auch ziemlich auffallen. Allerdings gibt es ein paar Stellen, an denen es erlaubt ist, das Zelt aufzuschlagen, ohne dass es etwas kostet - man muss sich aber vorher in Santa Cruz anmelden. Die wenigen Zeltplätze, die es gibt, sind eher nicht so prickelnd...

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Nein, meine Erfahrung mit verschiedensten Schlafsäcken von billig bis teuer und bei verschiedenen Temperaturen ist einheitlich: Wenn es zu kalt wird, hilft es nicht, wenig anzuhaben. Stattdessen sollte man sich mehr anziehen; weiche, lockere Sachen wie T-Shirt, Jogginghose und Sweatshirt sind da prima. Schwitzen sollte man allerdings vermeiden, da man dadurch letztendlich wieder friert. Hilfreich kann auch eine zusätzliche Schicht über dem Schlafsack sein - wer keine Wolldecke hat, dem hilft möglicherweise eine Folie aus dem Erste-Hilfe-Koffer. Ein ganz hervorragender Isolator ist übrigens Stroh - aber wer hat das schon in der Wildnis griffbereit... ;-)

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Du brauchst ein Kabel, dass auf der einen Seite ins Wohnmobil geht und auf der anderen Seite so aussieht wie das Wohnmobil (also auf den Stecker der ersten Seite passt). Das Kabel sollte für außen geeignet und mindestens 25m lang sein. Und keine Angst: Der Wohnmobil-Stecker ist so speziell, da gibt es kaum Verwechslungsmöglichkeiten.

Achja: Wenn es eine Kabeltrommel ist (was ich nicht empfehlen würde), solltet Ihr drauf achten, dass dort im aufgerollten Zustand erheblich weniger Leistung durchgeht und der Sicherungsschalter schnell auslöst - also immer schön alles abrollen.

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Such nach camping municipal - das sind Plätze in der Trägerschaft der örtlichen Kommune. Dies Plätze sind meist einfach, aber sauber und vor allem günstig. Animation gibts dort nicht und sie liegen häufig sehr nett (auf der ehemaligen Gemeindewiese...). Im Campingführer findest Du sie nicht, weil sie keinen Wert auf Werbung liegen und für ADAC&Co nicht genug Schnickschnack bieten. Üblicherweise kann man nicht reservieren, aber durchaus morgens anrufen und fragen, ob noch Platz ist.

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Und um mal das andere Ende der gemeinsamen Grenze ins Gespräch zu bringen: Chamonix ist auch sehr schön, gerade für Bergwanderungen. Ohne hochalpine Ausrüstung und Erfahrung ist der Grenzübertritt allerdings nur durch den Tunnel oder mit der Gondel empfehlenswert.

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Es hilft nur, das Zelt ordentlich zuzumachen und demonstrativ alle Wertsachen mitnehmen. Es fällt schon sehr auf, wenn sich jemand am Zelt zu schaffen macht, der dort fremd ist und Zelter auszurauben lohnt sich meist nicht. Macht man ein Schloss dran, sieht es eher so aus, als wenn man wertvolle Dinge versteckt...

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Gaskocher haben meist nur eine recht geringe Leistung, daher bevorzuge ich Benzin. Außerdem braucht man zwei Töpfe mit Deckel zum Kochen, die Deckel gehen auch als Pfanne.

Zwei Töpfe kann man stapeln, sofern der Kocher Standfest ist - dann hält das oben gut warm. Wir machen oft in einem Topf die Sättigungsbeilage und in dem anderen Gemüse und Soße. Ich wüsste jedenfalls nicht, warum wir Ravioli machen sollten - das schmeckt im Urlaub genauso schlecht wie zu Hause. Ich überlasse die Dosen den Leuten, denen gutes Essen nicht so wichtig ist oder die zuwenig Phantasie oder einfach keine Lust auf den Aufwand des ordentlichen Kochens haben.

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Klar: Du bekommst beim DAV auch Infos über andere Länder, die Versicherungen gelten ebenfalls normalerweise im Ausland etc...

Aber das meintest Du nicht, oder? ;-)

In den meisten Hütten bekommt man die selben Bedingungen, als wäre man im heimischen Alpenverein Mitglied. Das gilt zumindest für die Hütten der dortigen Alpenvereine. Dort erhält man als Mitglied normalerweise immer Unterkunft, notfalls im Notlager. Es gibt aber auch Hütten unter anderer Trägerschaft, die gar keine Rabatte geben und denen es egal ist, wo man bleibt, wenn sie ausgebucht sind.

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Normalerweise ist campieren in den Bergen nicht erlaubt, sondern wird höchstens geduldet. Ist nicht um die Zugspitze sogar Naturschutzgebiet?

Erlaubt ist auf einer Bergtour üblicherweise ein Biwak, wenn die Tour nicht an einem Tag zu schaffen ist. Auf die Zugspitze braucht man allerdings nicht so lange.

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Je weiter Ihr nach Norden kommt, desto geringer ist der Temperaturunterschied zwischen Tag und Nacht. In der Nacht ist es in Lappland deutlich wärmer als hier, weil es gar nicht dunkel wird. Wir haben bislang immer unsere "normalen" Schlafsäcke mitgehabt, und das hat meist gereicht. Im Notfall muss man sich halt mehr anziehen oder sich stärker ankuscheln. Die Schlafsäcke vom Discounter sind allerdings in der Tat zu dünn, aber da drin friert man in Deutschland auch schonmal.

Es ist natürlich auch arg von dem Ort und der Witterung abhängig: In Schweden und Lappland ist es oft trocken und warm; an der Norwegischen Küste hauptsächlich bei Föhnlage (Hoch über der Ostsee und Sturmtief über dem Eismeer). Hinter einem Gletscher friert es nachts auch im August manchmal... An der Küste ist es allein schon wegen der Feuchtigkeit und dem Wind kälter und und und....

Wenn man mit Spiritus kochen will, sollte man beachten, dass der in Skandinavien nicht an jeder Ecke zu bekommen ist.

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Wir kochen fast wie zu Hause, nur eben in Intervallen, so dass sich fast alle Gerichte machen lassen: von einfachen Nudeln mit Sahnesoße bis zum gebratenen Steinbutt. Insgesamt geben wir gerne mehr Geld für die Zutaten aus, dann ist es leckerer als im Restaurant und immer noch erheblich billiger.

Gut ist auch ein 5-€-Grill ohne Beine, den man auf ein paar Steine legt.

Dosenfutter und anderer Fertigfraß geht gar nicht. Das ist doch im Urlaub genauso eklig wie zu Hause. Sowas akzeptiere ich höchstens auf einer spekakulären Survival-Tour.

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Wir sind bereits mit Benzinkocher geflogen. Der muss natürlich ins aufzugebende Gepäck, und es darf nirgendwo mehr Benzin drin sein.

Wir wurden bereits ausgerufen und mussten den Rucksack auspacken, weil die das Benzin beim Durchleuchten gesehen haben. Die Aluflaschen waren dann auch mit weg. :-(

Benzin bekommt man überall, problematisch ist nur, den Rest vor dem Rückflug zu entsorgen. Leider gibt es viel zu wenige Leute, die Benzinkocher nutzen, und man findet kaum Leute, die sich das in den Tank schütten lassen.

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Früher konnte man noch einiges sparen, in dem man Duty-Free einkauft und sich die Steuer an der Grenze wiederholt. Allerdings kann man die Sachen dann in Schweden nicht benutzen, weil die dann auspacksicher verpackt sein müssen. Ob das auch heute noch so ist, weiß ich nicht, aber nachfragen lohnt sich bestimmt.

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Wir haben ein drei-Personen-Zelt und sind bislang recht zufrieden:

Pro:
- schnelles Auf- und Abbauen, gerade bei schlechtem Wetter super
- vergleichsweise preiswert
- für ein günstiges Zelt ziemlich gut durchdacht, ich habe keine Konstruktionsfehler gefunden und es ist regenfest (was man von anderen Zelten in der Preisklasse nicht sagen kann)
- ich finde nicht, dass es viel Volumen braucht - es ist verpackt recht flach

Contra:
- ziemlich sperrig, mit dem Rucksack und dem Zelt dran ist das in der Bahn problematisch. (was für ein quer unter dem Rucksack befestigtes normales Zelt natürlich auch gilt...) Im Flugzeug ist es Sperrgut. (Aber das ist das Gepäck ja sowieso, seitdem man bei Germanwings für jedes Gepäckstück einen Aufpreis zahlen muss)
- Die Personenanzahl bezieht sich auf das reine Schlafen - in dem 3-Personen-Zelt können drei Leute schlafen (wenn sie kleiner als 1,90 sind), aber das Gepäck passt dann nicht mehr rein.
- Die Variante mit dem Vorzelt hat eine größere Verpackungsgröße, ist deutlich schwerer und erheblich teurer. Dafür ist das Vorzelt ziemlich klein, finde ich.
- bei geöffneter Tür regnets ins Zelt bzw. Vorzelt.

Im Decathlon kannst Du Dir die Zelte aufgebaut anschauen und Dich auch mal reinlegen - dann wirst Du sehen, ob es für Dich taugt.

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Wir sind mit dem Auto gefahren, aber das sollte im Prinzip keinen Unterschied machen: Ja, es ist machbar. Insgesamt ca. 9000 km (von Köln aus), und wir hatten 4 Wochen Zeit. Wir sind durch Schweden hin und an der norwegischen Küste und über die Lofoten zurück gefahren. Wir haben fast ausschließlich wild gecampt, fast jede Nacht woanders. Dennoch hatten wir noch genug Zeit, uns alles mögliche anzugucken.

Ganz bis zum Nordkap sind wir dann nicht gefahren, da die letzte Strecke nach übereinstimmender Aussage aller Reiseführer und Bekannten trostlos und das Kap langweilig ist, dafür sich dort aber die Wohnmobile drängeln. Wir sind nach Havöysund abgebogen, dort gibt es auch ein nettes Kap, und der Weg ist landschaftlich und kulturell netter.

Zu beachten ist, dass man bei der Strecke einiges an Sprit verfährt, ist also nicht ganz billig. Und in Norwegen wird die EC-Karte nur von Banken akzeptiert, zum Einkaufen und Tanken benötigt man eine Kreditkarte. Es gibt viele Tankautomaten und nur wenige "bemannte" Tankstellen, also sollte man seine Geheimzahl wissen, sonst kommt man bei den weiten Strecken schonmal in Benzinnot.

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Genau weiß ich es nicht, aber im Süden Frankreichs ist im Sommer fast überall Waldbrandgefahr, daher ist offenes Feuer dort generell verboten. Im Einzelfall würde ich bei der Kommune oder der Touriinfo nachfragen.

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Wenn das Auswärtige Amt das sagt, wird es wohl stimmen.
Andererseits muss man sich im Sommer in Schweden ohnehin von oben bis unten mit Anti-Mücken-Zeugs einschmieren, das hilft auch gegen Zecken. Sollte man übrigens vor Ort kaufen, die haben die besseren Mittel, die, die gegen die einheimischen Viecher helfen.

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