Spezielle Ausrüstung für die schottischen Highlands nötig?

5 Antworten

Hallo Turbohummel,

nee, nee, also für die Highlands brauchst du nun wirklich keine besondere Ausrüstung. Aber ich gehöre wahrscheinlich grundsätzlich auf dieser Welt zu der Risiko-Gruppe, die irgendwann mal mit dem Helikopter abgeholt werden müssen - oder auch nicht.

Ich bin mit stinknormalen Turnschuhen und Regenjacke losgestiefelt - ohne Kompaß und sonstigem Bimbam - und kam damit allerbestens in den Highlands zurecht. Regenjacke ist ja in Schottland nun kein besonderes Bergwander-Utensil. Die brauchst du meistens...;-) Von daher einfach loswandern und dich von dieser etwas störrischen, eigenwilligen Natur beeindrucken lassen. Das hat schon was; lange habe ich davon geträumt und dann... war halt nicht so ganz mein Ding. Aber ich kenne viele, die tief beeindruckt waren von den Highlands. Viel Freude in Schottland!:-)

Es hängt naturgemäss davon ab, welche Strecken Du wandern möchtest.

In vielen Teilen Schottlands findest Du zwar meist keine ausgebauten Wanderwege, so aber doch ausgetretene Pfade vor. Diese sind auch meist in den Landkarten eingezeichnet (mind. 1:50.000, besser grösserer Mass-stab, wenn verfügbar; vor Ort zu erwerben). Die Wege sind aus gutem Grund da, wo sie sind. Sonst stehst Du auf einmal doch vor einer Felsnase, oder (im Frühjahr durchaus wahrscheinlich) vor einem Bach, der mehr Wasser führt, als dass man noch einfach rüberkäme.

Da das Gelände im Frühjahr generell gut nass ist, sind auf alle Fälle wasserdichte feste Schuhe mit trittsicherer Sohle angezeigt.

Die Kleidung muss ebenso Regen wie Wind abkönnen, neben Regenjacke können auch Regenhosen sinnvoll sein. Des Weiteren Gamaschen; man tritt schnell mal in ein Matschloch.

GPS schadet sicher nicht, aber früher gings auch ohne. Kompass kann bei Nebel eine Hilfe sein, sonst gibt es genügend Orientierungsmarken. Mit Insekten hast Du im Frühjahr keinen Stress.

Bei meinen dortigen Wanderungen habe ich manchmal über das unvermutete Enden von Wanderwegen im Nirwana der "grünen Wüste" geflucht. Was von weitem wie grüne, postkartenfrische Wiesen aussah, entpuppte sich mittendrin als mit Gras und kleinem Gebüsch überwucherte Fels- und Geröllhalden: äußerst rutschig, kibbelig und ausgesprochen schlecht zu begehen. Also Vorsicht!

Hohe, fest geschnürte Wanderstiefel, regenfeste Bekleidung (evtl. Poncho) gegen Dauerberieselung und Insektenrepellents sind ein Muss. Mobiltelefon, GPS-System, genaues Kartenmaterial, SOS-Fackeln und aktuelle Erste-Hilfe-Ausrüstung nicht vergessen. Bei Alleingängen sollte man wirklich die Wege nicht verlassen, sondern lieber umkehren.

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