Kosten für Kofferträger an Bahnhöfen und Flughäfen: Angebote von solchen Dienstmännern gibt es ja in vielen Ländern: Was ist dafür angemessen?

8 Antworten

Mit meinen Kofferträgererlebnissen könnte ich ein langes Kapitel meiner Urlaubserinnerungen gestalten.Zwei Erlebnisse aus letzter Zeit : Auf  dem römischen Hauptbahnhof R-Termini (  gegenüber dem Berliner HBH nur ein Trümmerhaufen ) sprechen besonders auf den Bahnsteigen zum Flugplatz Fiumicino und zum Hafen "hilfsbereite "  junge Männer mit Kennerblick Passagiere an "Dürfen wir Ihnen beim Gepäcktransport  helfen?"Ein nur mit einem Koffer "bewaffneter "Amerikaner freute sich sehr über dieses nette Angebot und wurde höflich zu seinem Platz in der Vorortbahn ,zufällig mir gegenüber  sitzend geleitet Am Platz sagte der jugendliche Gepäckträger " 20  Dollar".Der Amerikaner dachte erst er habe sich verhört,aber der Gepäckträger wiederholte seine Forderung lautstark und wiederholend bis der Zug anfuhr und er wütend absprang.Der Amerikaner zahlte keinen Cent...Ein ähnliches Erlebnis hatte ich als Reisender der chinesischen Eisenbahn in Shanghai,allerdings war ich nicht Passagier der "Holzklasse".Um solche und ähnliche  Erlebnisse zu vermeiden transportiere ich mein Gepäck grundsätzlich selbst.Ausnahme Zubringerbusse zu Hotel und   in Hotels ,hier sind 2 € ausreichend. 

Das ist eine, wie ich finde, sehr persönliche Frage!! 

Wir sind da auch nicht auf eine immer feste Höhe des Kofferentgeldes festgelegt. Unserer Meinung und Einstellung nach, ist das auch eine Frage "des sozialen Verhaltens gegenüber eines Mit-Menschens".

Kofferträger zählen meist zu den Ärmsten der Armen. Wir könnten unsere Koffer auch selbst transportieren, aber warum sollte man diesen Menschen die Arbeit und den Verdienst wegnehmen. Für uns, die wir uns das Reisen leisten können, ist doch der meist festgelegte Betrag, kein Problem. Sorry, aber wie sagt man so schön; Peanuts!

Meist müssen die Kofferträger den Festpreis abgeben bzw man bezahlt gleich an den "Oberboss"! Daher geben wir dem Kofferträger selbst, immer nochmal ein gutes Trinkgeld, was aber unterschiedlich sein kann. Wir hoffen dabei selbstverständlich, dass er es für sich selbst behalten kann und es ihm und evtl auch seiner Familie zu Gute kommt! 

Ja klar, in den meisten Ländern sind diese Kofferträger freie Dienstleister und 5 $ oder 5 € scheinen mir angemessen.

Meine Frage hat natürlich auch einen Hintergrund: In Venedig sind die Kofferträger am Bahnhof über trasbagagli (www.trasbagagli.it) organisiert und nehmen für den kurzen Weg vom Zug zum Bootsleager inzwischen wohl 30 € (Da ich niemals mit dem Zug in Venedig ankomme, weiß ich das nicht genau). Das ist exorbitant teurer und macht auch wenig Sinn. Spaßeshalber hatte ich mal bei trasbagagli nachgefragt, was denn Gepächtransfer vom Flugafen Marco Polo zu einem Hotel nahe des Marcusplatzes  kostet, was ja an sich Sinn machen könnte, und die Antwort erhalten: 100 €. Zu diesem exorbitanten Preis macht das aber keinen Sinn: Da kann man - etwa zum gleichen Preis - inclusive Gepäck besser ein Taxiboot nehmen.

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@LotharPawliczak

Oh, wieder ein Tippfehler: Es muß natürlich "Bootsanleger" heißen.

trasbagagli nennt zwar auf seiner Seite die Preise für Gepäckaufbewahrung, aber für den individuellen Gepäcktransport nur einen Preis von 12,50 € für den Transport vom Flughafen zu den Kreuzfahrtschiffen (http://www.trasbagagli.it/en/pg/view/56/trasporto-bagagli-venezia-servizi-individuali). Bei fast allen Kreuzfahrtangeboten ist aber der Transfer zum Schiff einschließlich Gepäck inklusive.
 

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@LotharPawliczak

Seit einiger Zeit gibt es in Venedig auch Dienstmänner, die mit Karren Koffer transportieren. Vermutlich - ich konnte das nicht genau feststellen - sind das freie Dienstleister, wo nicht eine "Organisation" das meiste von dem, was man ihnen gibt, einbehält. Ich schlußfolgere das daraus, das sie erheblich günstiger sind als trasbagagli: Ich habe vorige Woche mal einige von denen gefragt, was sie für Koffertransport vom Bahnhof S.Lucia zu einem Hotel in der Nähe des Markusplatzes nehmen. Die Preise sind individuell-unterschiedlich (Was auch darauf schließen läßt, daß es freie Dienstleister sind.): Einer wollte 20 € pro Koffer (für 2 also 40 €), ein anderer für den ersten Koffer 20 € und für jeden weiteren je 5 € und so ähnlich auch andere Dienstmänner. Das scheint mir angemessen.

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@LotharPawliczak

Die der "Organisation Trasbagagli" angehörigen Transporter verlangen, wie man auch dem Internet leicht entnehmen kann, 5 Euro pro Koffer für den Transport vom Bahnhof zu einem Hotel innterhalb des Centro storico (sichtlich am Schild auf den Wägelchen, die dies laut Gewerkschaft anzuführen haben) .  Es ist also immer vorteilhaft, sich per Internet zu informieren und der italienischen Sprache bekannt zu sein.  Wie ich bereits selbst mitteilte, ist es auch gut, zu erfragen, ob das Hotel, in dem man absteigt, vielleicht einen kostenlosen Koffertransfer organisiert. Alles andere ist Vermutung, auch eine Bemerkung, dass der Gebrauch eines Motortaxis (ca-Preis von Bahnhof Santa-Lucia bis zu einem Hotel im Centro Storico 80 Euro als "günstig" zu vermuten ist phantastisch) 

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@Salzburgerin

es kann natürlich sein, dass illegale Transporteure ein Auge auf Menschen, die ihnen als besonders "leichte Beute" erscheinen, werfen und ihnen dann die von Lothar Pawliczak benannten Preise offerieren. Daher nochmals: treten Sie selbstsiicher auf, orientieren Sie sich vorher ob der Preise, versuchen Sie, Freunde in Venedig zu konsultieren, oder mit ihrem Hotel Kontakt aufzunehmen. Verlorenheit "kostet" immer... 

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@LotharPawliczak

Aufgrund der Kommentare unter meiner Antwort im Jahre 2015 möchte ich ganz Allgemein mal folgendes mal anmerken;

Ich beobachte dieses Verhalten (Streitereien) nun schon seit Jahren und ich empfinde es als sagen wir unangemessen, sehr störend, sehr unangenehm und mehr. Es entspricht auch in keiner Weise den Forumsbedingungen. Ich sehe mich um weiterhin unschöne Situationen zu vermeiden, nun gezwungen Ihnen diese meine persönliche Meinung hierzu mal zur Kenntnis bringen.

Warum lassen sie andere Meinungen nicht gelten bzw einfach mal stehen?? Hierzu gibt es ein sicher auch Ihnen bekanntes Sprichwort!! 

Auch als Reiseführer kann man ja schließlich nicht alles wissen und sollte über Vorschläge von Anderen doch dankbar sein. Entscheiden muss das letztlich der Fragesteller oder der Leser und Interessierte an dieser Frage, für sich ganz allein. Auch sollte man das dann "mit hilfreich" bewerten.

Ein Beförderungsvorschlag für 80€ (einfach) finde ich persönlich als völlig unangemessen hoch und überhaupt nicht empfehlenswert für jeden Normalreisenden!!  Für Backpacker geht das schon garnicht! Das ist kein guter Rat, wie es hier im Forum voraus gesetzt werden kann und zu erwarten wäre! 

Warum haben sie diese Frage überhaupt gestellt, wenn sie die Antwort kannten bzw für sich und Venedig bereits parat hatten? 

Man könnte es sogar als Werbung verstehen!! Das "will und kann" ich Ihnen nicht unterstellen! 

Bitte vermeiden Sie doch weiterhin solch unschönes Gebaren hier im Forum, es stört den Frieden und hatte auch wie Ihnen bekannt, schon bedauerlicherweise negative Auswirkungen, welche viele meiner Freunde sehr bedauert haben. 

MfG


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@ManiH

Ja eben: Auch als Reiseführer kann man nicht alles wissen und so sind doch hier zu meiner Frage eine Menge guter Informationen und auch persönlicher Erwägungen zusammengekommen. Danke dafür.

Sicher kann man einen "Beförderungsvorschlag für 80€ (einfach) [..] persönlich als völlig unangemessen hoch und überhaupt nicht empfehlenswert für jeden Normalreisenden" halten, aber so sind nun mal die Taxibootpreise in Venedig, worauf ja u.a. auch in den Materialien, auf die "ManiH" mit Links am 06.08.2015 hingewiesen hat, ausgeführt ist.

Letztlich muß jeder für sich selbst entscheiden, wie er/sie sich verhält und dafür sind doch solche Hinweise und auch unterschiedliche Meinungen, die eben je für sich stehen, sehr hilfreich.

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Das Kofferträger-Entgelt kann man vorher erfragen - meist gibt es dafür feste Preise. Wenn es einem zu teuer erscheint, kann man seine Koffer selbst tragen (was im Zeitalter von Trolleys nicht zu problematisch sein sollte!). Niemand wird doch gezwungen, sich bedienen zu lassen, auch nicht in Rom oder Venedig!

Für Trinkgeld im Hotel oder dgl. halte ich je nach Land und Anzahl der Gepäckstücke 2-10€ für angemessen!


Eine öffentliche Verständigung darüber, was angemessene Preise für Dienstleistungen sind, kann aber wohl nicht schaden.

In den USA geht man viel offener mit Einkommen und Tipping um, hat keine Probleme damit, mitzuteilen, wer oder bei welcher Tätigkeit man was verdient: Arbeiten, die ein hohes Einkommen realisieren, sind eben viel wert, die ein geringes Einkommen realisieren, halt wenig. Ein de-facto-Konsens darüber ist durchaus hilfreich. Daher weiß der „Normal-Amerikaner“ auch, wieviel Tipping üblicherweise zu geben ist. Das schafft auch vielleicht überflüssige, gleichwohl angenehme Dienstleistungen (Freilich ist niemand gezwungen, sie in Anspruch zu nehmen.) wie etwa Einpacker bei Supermärkten, die das Eingekaufte auch bis zum Auto tragen, Einparker u.ä. Und Restaurants sind in den USA so ehrlich, auf ihrer Speisekarte darauf hinzuweisen, daß die Kellner nur einen geringe „Anwesenheitsprämie“ erhalten und eigentlich vom Tipping leben, das man je nach Zufriedenheit angemessen geben möge.

In Europa verschweigt man meist schamhaft, daß viele Angestellte im Dienstleistungsbereich – z.B. Kellner, Hotelboys, Zimmermädchen, Stadtführer – nur Niedrigstlöhne erhalten, weil von vornherein das „Trinkgeld“ als Einkommensbestandteil einkalkuliert wird. Schlimmer ist dann noch, wenn durch staatliche Regelungen – etwa in Italien oder Griechenland – Zwangsorganisationen von Dienstleistern geschaffen werden, die den Wettbewerb verhindern und die Preise in die Höhe treiben, von denen die Angestellten – eben etwa Kofferträger oder Stadtführer (Man vergleiche mal, was eine Stadtführung pro Person in Italien kostet mit den Preisen dafür in Deutschland, wo die Führer gewöhnlich freie Dienstleister sind.) – unter solchen Bedingungen der Zwangslizensierung am wenigsten erhalten: Das meiste Geld bleibt bei den zwischengeschalteten Organisationen hängen.

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@LotharPawliczak

ein Lob für Lothar Pawliczak - in den Staaten geht man allgemein viel offener um ... ich empfehle z.B. den Sender "Prime Time" - wo man z.B. über das Problem von Trensgender (I am Jazz) anders umgeht, als in Europa. 

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@LotharPawliczak

Sie scheinen also bereits die Antwort zu kennen. (Sie glauben, sie zu kennen)...  Welchen Sinn sollte also Ihre Frage haben.... Werbung??

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