Ab wie viel Höhenmeter merkt man die dünne Luft?

5 Antworten

Natürlich ist das auch sehr individuell und auch trainigs- und gewohnheitsabhängig.

Es empfiehlt sich z.B., vor der 4.000ender -Region nach Möglichkeit ein paar Tage bei der 3 zu bleiben und sich so anzupassen. Richtig "gemerkt" habe ich es dann dennoch erstmals auf dem Mont Blanc mit seinen 4.700 m. Da war ich um die 30 und ganz fit.

Aber natürlich hängt es auch vom Grad und der Art der Belastung ab. Konzentriertes kontinuierliches Gehen ist nochmals anders als rennen.

Siehe damals die Fussballkickerei in México. Da können schon 2.000 m zur Qual werden....

Dennoch viel Spaß ....

HIHI - mit 18 hat kann sich der Fragesteller wohl nicht an die Fussballwm in Mexiko erinnern ;) (einige Spieler brauchten Sauerstoff). An der Olympiade in Mexico-City wurden gerade in Sportarten wie Weitsprung viele Rekorde aufgestellt, die lange bestand hatten - zum Teil immer noch haben. Dies kam durch die dünne Luft.

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Ach was- das sind historische Ereignisse, die sich schon genetisch einprägen. Wer erinnert sich nicht an 1954? ...:))) Aber es war schon so wie Du schreibst....

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Mein bewährter Tropenarzt meint, daß es weder vom Alter noch von der Konstitution abhängig ist, ob man für Höhenkrankheit (die lebensgefährlich sein kann) empfänglich ist, das ist wohl eher Typ-Sache. Also erstmal nicht zu hoch hinaus (wie tauss schon schrieb, erstmal bis höchstens 3000m für ein paar Tage bleiben und sich an die Höhe gewöhnen, es sei denn, Du lebst normalerweise schon in etwa 2500m Höhe - dann sind 3500m für den Anfang okay).

Mir (damals 63, untrainiert und aus dem Münchner Flachland) ging es bei der Fahrt mit dem Tren a las nubes in den Argentinischen Anden auf 4.200m sehr gut, zwei junge Männer, Mitte 20 und durchtrainiert, mußten in den mitgeführten Sanitätswaggon gebracht ud mit Sauerstoff versorgt werden. In La Paz (etwa 3500m) brauchte ich nach dem direkten Flug aus dem Tiefland 2 Tage, um mich an die Höhe zu gewöhnen und hab mir die auch wohlweislich genommen. 3 junge Amerikanerinnen im gleichen Hostel, die sofort nach Ankunft die (sehr bergige) Stadt erkundet haben, verbrachten danach mit Hirnödemen gleich 4 Tage in einer Klinik, von wo aus sie direkt nach Hause geflogen wurden. In Puno am Titicacasee, das auf etwa 3800m liegt, hängen in den meisten Hotels/Hostels gleich an der Rezeption Sauerstoff-Flaschen für einen tiefen "Schluck", ehe man sich mit dem Rucksack in die oberen Stockwerke begibt. Also, man nimmt die Höhe auch vor Ort ernst...

Also sei bitte vorsichtig, die Höhe ist nicht zu unterschätzen!

Ich hätte jetzt auch gesagt, dass man ab 3000 plus eine richtige Akklimatisation braucht, also eine Weile auf der Höhe bleiben und dann erst weiter. Wir haben früher Gletschertouren gemacht und ich habe die Höhe (ab 2000m) vor allem nachts auf der Hütte gemerkt, da hatte ich dann richtig Herzklopfen und Kopfschmerzen und konnte nicht schlafen. Richtig schwierig beim Steigen (Atem usw.) fand ich es je nach Gegebenheiten (Schnee, Fels) auch so ab 3000m, bei 4000m macht man dann sowieso langsam. Viel trinken ist wichtig. Wie Roetli schreibt, die Höhenkrankheit ist das größte Risiko. Wenn man danach googelt, kommt das schon ab1500m vor.

Du musst Dir halt genügend Zeit zum Akklimatisieren nehmen und auf die Symptome achten.

Woher ich das weiß:
eigene Erfahrung

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