kann man eine verbindliche reiseanfrage innerhalb von 24 stunden widerrufen?

1 Antwort

Äh, das glaube ich nicht, sonst wäre sie ja nicht verbindlich, oder? Es sei denn, Du hast bestimmte Gründe und eine Reiserücktrittsversicherung abgeschlossen. Ansonsten sehe ich eher schwaz, dass du dein Geld wiedersiehst. Lies doch mal im Kleingedruckten nach, da sollte sowas drinstehen.

Leider hast du deine Frage nicht genauer erläutert. Ich nehme mal an, du hast eine Reise auf einer Reiseseite gebucht, wo stand, dass die Reise nur noch auf Anfrage buchbar ist und bei deiner Anfrage schon alle Daten incl. Zahlungsdaten eingegeben. Bei einer solchen Anfrage frägt das Reisebüro beim Veranstalter nach, ob es noch zusätzliche Kontingente (Hotelzimmer) zu diesem Preis gibt, weil die eigentlich zur Verfügung stehenden Kontingente schon erschöpft sind. Das dauert ein paar Tage, aber wenn ein positiver Bescheid vom Veranstalter kommt ist deine Buchung fest und verbindlich. Es kann aber auch sein, dass du einen negativen Bescheid erhältst und die Reise zu diesen Konditionen nicht mehr buchbar ist. Dann wärst du fein raus. Auch in diesem Fall kannst du nur schnellstmöglich das Reisebüro kontaktieren, damit es evtl. deine Anfrage stoppt. Je schneller du das machst, umso eher wird man dazu bereit sein.

Meine Antwort passt nicht ganz hier, dennoch: Zum Nachteil der Reiseveranstalter könnte man in diesem Forum einen Bereich Reiserecht aufmachen. Dennoch für mich gilt die alte Regel: Wer bestellt > der bezahlt. MfG

Der Begriff "verbindliche Reiseanfrage" ist etwas missverständlich. Juristisch ist es so: Du erteilst einen Auftrag für eine Reise und hälst Dich 24 Stunden an Deinen Auftrag gebunden. Der Reiseveranstalter kann innerhalb dieser 24 Stunden entscheiden, ob er Deinen Auftrag ausführt oder nicht. Antwortet der Reiseveranstalter innerhalb von 24 Stunden nicht, ist Dein Auftrag nicht angenommen, und Du bist nicht mehr daran gebunden.

Das ist beste und klarste Antwort hierzu. Nur die 24h können (nur) vom Anbieter her verlängert werden. MfG

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@heima

Der Einwand stimmt. Es müssen nicht 24 Stunden Frist sein - es könnten auch zwei Tage oder eine Woche vereinbart worden sein, die der Reiseveranstalter Zeit hat.

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Zur Erklärung, da es bei Kreuzfahrten gang und gäbe ist:

Eine verbindliche Reiseanfrage stellt man zum Beispiel, wenn ein bestimmter Kabinentyp oder Belegungsvariante offiziell ausgebucht ist - sagen wir mal eine günstige Aussenkabine zur 4er Belegung bei MSC. Nun möchte man aber unbedingt aufs Schiff und die offiziell verfügbaren Kontingente, die optioniert werden könnten, sind erschöpft - also lässt man das Reisebüro bei MSC direkt "verbindlich anfragen", ob es noch eine Kabine gibt zur 4er Belegung. Da der Reiseveranstalter immernoch einige Kontingente zurückhält für best. Märkte oder zumindest Zugriff auf den gesamten Bestand hat, ist die Antwort nicht selten positiv. Der Unterschied: Bekommt man eine Zusage , ist dieses automatisch eine Festbuchung - eine Optionierung ist nicht möglich.

Das gleiche wird zum Beispiel auch gemacht bei barrierefreien Zimmern, die speziell angefragt werden müssen oder Zimmern zur Einzelbelegung - ist das offiziell buchbare Kontingent erschöpft , muss beim Veranstalter verbindlich nachgefragt werden.

Ob Du aus der Nummer noch innerhalb von 24 Std. raus kommst, ist Kulanzsache - und hängt u.a. davon ab, ob Dein "Antrag" überhaupt schon bearbeitet wurde und wie begehrt das Zimmer , die Reise, die Kabine etc sind. Handelt es sich um etwas, was Dein RB sicher wieder los wird ( zum Beispiel eine 4er Kabine zur Ferienzeit auf einer eigentlich für 4er Belegungen komplett ausgebuchten Reise ) dann hast Du gut Karten ;o)

Ich würde nicht unnötig Zeit verstreichen lassen udn als erstes dem RB bzw. Veranstalter Bescheid geben. Zeigt man sich dort unkulant, hast Du allerdings Pech gehabt. Hast Du denn schon etwas unterschrieben bzw. Zahlungsdaten hinterlegt ?

  1. Klasse ist deine Interpretation der verbindlichen Reiseanfrage. Da spricht der Reisebüroprofi. Lösbar ist dieser Sachverhalt nur über freundiche und einvernehmliche Kulanz. MfG
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