Hat jemand Erfahrungen mit Trendtour Touristik?

19 Antworten

Nie wieder!!!!! Wir haben Anfang Angust die 12-tägige Nordkap und Lofotenrundfahrt gemacht. Direkt zu Beginn der Fahrt lernten wir den Unterschied zwischen einem Reiseleiter und einem Reisebegleiter kennen. Der vertragliche zugesicherte Reisebegleiter checkt ins Hotel ein, verteilt die Zimmerschlüssel und bucht die Fähren. Punkt, mehr nicht! Nichts über Land und Leute oder Sehenswürdigkeiten. Bis auf einige wenige, seltene Sätze unseres Reisebegleiters während der gesamten Fahrt rauschten wir ohne jegliche Informationen durch die Länder.Die Streckenlängen sind vom Veranstalter so bemessen, dass der vorgegebene Zeitplan gar nicht eingehalten werden kann, wenn die Fahrer sich an die Richtgeschwindigkeiten halten würden. Man hat den Eindruck, dass der Streckenplaner die Route selbst noch nie fuhr und die Straßenverhältnisse und örtlichen Gegebenheiten nicht kennt. Die Hotels liegen teilweise so weit von der Wegstrecke ab, dass stundenlange Umwege gefahren werden. Mittags hat bei 30 Minuten Pause, um zur Toilette zu gehen und zu essen. Gerade für die Frauen ist dies oft unmöglich, da es an vielen Rastplätzen nur eine Toilette gab. Wir hielten auch an Rastplätzen ohne Toilette, obwohl wir kurz vorher oder kurz danach an Rastplätzen vorbeifuhren, an denen es Toiletten gab. Die gebuchten Hotels waren durchgängig gut bis sehr gut und auch die für 49 € nachträglich gebuchten Stadtführungen waren ok und nicht zu bemängeln. Leider verbringt man so wenig Zeit im Hotel, wir waren nie 12 Stunden dort, in einem Fall, nach der Fahrt mit den Hurtigruten, nur 7 Stunden, dass man dies nicht genießen kann. Man verbringt eindeutig mehr Zeit im Bus! Die dazu gebuchte Halbpension war akzeptabel, Bei der Begrüßung und Ruckzuckeinführung in Hamburg wurde uns das Halbpensionspaket zu 198 € quasi aufgedrängt, da lt. Aussage des Vertreters von Trendtours es nicht gewährleistet werden könnte, dass man in den abgelegenen Regionen Skandinaviens, die man durchfahren würde, anderweitige Möglichkeiten der Verpflegung finden würde. Dies zeigte sich aber im Nachhinein anderes. Vier Personen unserer Reisegruppe buchten das Paket nicht und konnten immer in allen Hotels á la carte essen oder andere Restaurants in der Umgebung aufsuchen. Nur zwei Übernachtungen fanden übrigens in der „Einöde“ statt, alle anderen in größeren Ortschaften. Auch die Preise für das Essen waren nicht teurer als in Deutschland. Was aber überhaupt nicht akzeptabel war, war der Bus, in unserem Fall der Firma UP Reisen. Von einem modernen Reisebus konnte hier überhaupt nicht die Rede sein. Toilette und Bordküche waren zwar vorhanden, aber der Bus knatschte in allen Fugen, die Stoßdämpfer waren nicht mehr die besten. Bereits kurz hinter der deutschen Grenze tropfte es aus den Gepäckablagen und einige Passagiere der hinteren Reihen hatten nasse Sitze. Laut Auskunft der Busfahrer, die die Beschwerden nicht wirklich ernst nahmen und ihre Witzchen darüber machten, sollte es etwas Kondenswasser der Klimaanlage sein, das sich irgendwo gesammelt hatte und nun tropfte. Schließlich versuchten die Busfahrer eine Reparatur und nahmen die Deckenverkleidung ab. Später war es dann aber auch Regen, der in dicken Rinnsalen in den Bus lief, streckenweise stand auf der letzten Bank ein Wassereimer, der regelmäßig ausgeschüttet wurde. Aber auch da gab es immer nur dumme oder vermeintlich witzige Antworten auf Beschwerden der betroffenen Passagiere mit dem Hinweise, sich halt so lange woanders hin zusetzen oder sich etwas auf den Sitz zu legen. Ganz dramatisch wurde die Fahrt, als der Bus auf den Lofoten bei einem Ausweichmanöver in einer Baustelle von der unbefestigten Strecke abkam, in den Graben rutschte und sich seitlich auf ca.45° legte. Nur ein Baum, dessen Ast sich durch die Beifahrertür in den Bus rammte, verhinderte, dass sich der Bus ganz auf die Seite legte und die Böschung weiter hinab rutschte. Gott sei Dank wurde niemand verletzt, alle Fahrgäste konnten durch die halb geöffnete, vordere Tür den Bus verlassen. Mithilfe norwegischer Reisebusse, die anhielten und ihre freien Plätze anboten, wurden wir im strömenden Regen nach und nach zu einem 15 km entfernten Café gefahren. Bis hier hin war alles gut. Jeder war froh, dass alles so glimpflich verlaufen war und wartete auf den angekündigten Ersatzbus. Der kam, zeitgleich nach vier Stunden mit dem mittlerweile geborgenen Unfallbus am Café an. Unruhe kam auf, als unser Busfahrer ins Café kam und meinte, der Bus sei ok, es müsse nur die defekte Scheibe abgeklebt werde, dann könne man weiter fahren. Wir waren da aber nicht sicher, vor allen Dingen auch deshalb nicht, weil wir beobachten konnten, dass die Bordtoilette auslief. Dies war für uns ein Zeichen, dass es unter dem Bus Beschädigungen geben musste. Nach langen Diskussionen mit dem Reisebegleiter und ewigem Hin- und Her wurde uns schließlich spät abends von Trendtours zugesichert, dass wir einen Ersatzbus erhalten würden. Der neue Bus stand dann auch am nächsten Morgen vor dem Hotel mit zwei norwegischen Ersatzfahrern, die uns weiter nach Schweden fuhren. Nun konnten wir genau den Unterschied erkennen. Dieser Bus war leise, gut gedämpft und komfortabel.Nach zwei Tagen hieß es dann plötzlich mitten in Schweden, der Unfallbus sei technisch überprüft und wir müssten wieder in den alten Bus umsteigen. Auf unsere Forderung, dies schriftlich zu bekommen, weigerten sich sowohl der Reisebegleiter als auch Trendtours, denen wir vom Hotel aus eine Email schickten, uns dies zu bestätigen. Die Busfahrer hätten eine schriftliche Bestätigung einer Fachwerkstatt. Wir wunderten uns, wann diese Untersuchung gewesen sein sollte, denn schließlich war der Unfallbus auch an diesem Tag nur 45 Minuten nach uns im Hotel angekommen. Wir waren den ganzen Tag stramm durchgefahren und hatten nur insgesamt ca 45 Minuten Pause gemacht. Wann sollte da eine gründliche Überprüfung stattgefunden haben? Zudem weigerten sich die Busfahrer uns die Bescheinigung der Fachwerkstatt zu zeigen. Wieder folgte ein Abend mit hitzigen Diskussionen. Am nächsten Morgen hatte der Reisebegleiter endlich die „Bescheinigung“ von den Busfahrern bekommen. Sie bestand aus einem handgeschriebenen Zettel mit 3 x ok und einem Stempel einer Werkstatt. So sah also die technische Überprüfung aus. Wir wurden dann vor die Wahl gestellt, jetzt sofort in den Bus zu steigen oder selbst für unsere Heimfahrt zu sorgen. Genötigt durch diese Drohung stiegen wir in den Bus, denn viele Fahrgäste wussten nicht, wie sie aus der schwed. „Pampa“ alleine nach Hause kommen sollten und hatten Sorgen, auf den Kosten sitzen zu bleiben. So beendeten wir die letzten beiden Tage der Reise im beschädigten Bus. In einem kurzen Statement des „Unfallfahrers“ erzählte er, wie die Fahrsicherheit getestet worden sei. Auf unsere Frage, warum man uns nicht sofort erzählt habe, wie alles geplant sei und warum er nicht die Bestätigung der Überprüfung rausrücken wollte, meinte er nur, mit Leuten, die ihn beim Abendessen nicht grüßen würden, spräche er nicht. Dies war der absolute Gipfel. Die gesamte Reisegruppe ist mit dem Unfall souverän umgegangen. Es gab keinerlei Hysterie, keine Vorwürfe, nichts. Stundenlang wurde ohne zu murren erst im Starkregen auf der Straße, später im Café gewartet. Alle bedauerten den Busfahrer, hatten Angst, dass er negative Konsequenzen haben könnte. Am Morgen nach dem Unfall haben wir uns per Handschlag und teilweise sogar mit Umarmungen von den Fahrern verabschiedet, da wir dachten, wir würden sie nicht wiedersehen. Auch erhielten sie von uns Trinkgeld. Uns dagegen, hat später keiner mehr gefragt wie es uns geht. Nachdem klar war, dass keiner körperlich verletzt war, gab es keinerlei weiteren Nachfragen. Darüber, dass z.B. die vertraglich zugesicherte Lofotenrundfahrt wegen des Unfalls nicht stattfinden konnte oder wer die Kosten für unsere Ausgaben während der stundenlangen Warterei im Café übernimmt, wurde nicht ein Wort verloren. Wir bekamen noch nicht einmal einen Kaffee auf Kosten von Trendtours als kleine Entschädigung angeboten. Trotz mehrfacher Nachfragen ist es uns nicht gelungen, von unserem Reisebegleiter eine schriftliche Bescheinigung über den ausgefallenen Programmteil zu bekommen! Zu guter Letzt gab es dann noch Unruhe im Bus, als plötzlich klar wurde, dass der Bus nach Brilon zuerst Lüdenscheid und dann Hagen anfahren würde. Auch dies wurde wieder nicht offen mitgeteilt, sondern nur einem Passagier erzählt. Fragten daraufhin andere Reisende nach, ob das denn stimmen würde, bekam man keine, ausweichende oder dumme Antworten. Selbstverständlich erhielt man keine Erklärung dafür, warum man auf der Autobahn an Hagen vorbei nach Lüdenscheid fährt und dann wieder zurück nach Hagen! Vielleicht gibt es dafür ja sogar einen trifftigen Grund? Ich hatte sehr häufig das Gefühl, dass die Busfahrer uns entweder für unmündige Schüler oder senile Senioren hielten, denen man keine Erklärungen geben muss. Fazit: Wenn alles glatt läuft und man gerne bis zu 12 Stunden täglich mit nur kurzen 15 -30 minütigen Toilettenpausen ohne Erläuterungen in einem Bus durch traumhafte Landschaften rauschtund wenn es einem nichts ausmacht, dass z.B. auf Wünsche nach einem nur kurzem Abbremsen für ein Foto aus dem Bus heraus überhaupt nicht reagiert wird, dann kann man diese Tour gerne machen. Falls aber nur irgendetwas schief läuft, merkt man ganz schnell, dass es hier nur um Profit geht und nicht um die Sicherheit oder gar Zufriedenheit der Kunden. Ich jedenfalls werde nach diesen Erfahrungen nie wieder eine Fahrt mit Trendtours machen.

Habe zwar diesen leicht länglichen Bericht nicht komplett durchgelesen, aber was erwartet ihr denn immer alle, wenn ihr bei so Billiganbietern komische Busreisen bucht. Werde es nie verstehen. Für 1000 Euronen oder so perfekte Reise mit den besten Reiseführern in Luxuhotels?? Ich werde es nie verstehen.

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@Endless

Puuuuuh, lieber Nordkap, und was denkst du, wer die Zeit hat, diesen Beitrag durchzulesen??? Sorry, aber "In der Kürze liegt die..." - meiner Meinung nach!

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@moglisreisen

Endless und ich ! Ich las den Beitrag auch ganz ! Und bin nicht wenig geneigt hämisch zu grinsen : "Selbst schuld!"- aaaaber.... selbst wenn es sich dabei um eine Billigreise handelte, müsste der Veranstalter Trendtours Touristk die in seinem Angebotskatalog so hochtönend gemachten Leistungsversprechen voll erbringen ( wobei er für Pannen und andere Zwischenfälle zwar nichts kann, jedoch bereit sein müsste, rasche, umfassende Hilfe im Falle eines Falles zu geben )- denn auch "nur" 1000,- € sind eine Menge - und zwar eine gaaaaanze Menge !!- Geld für denjenigen, der nur über einen schmalen Etat verfügt, und der deshalb auf diesen RV und seine verlockenden Angebote zu "kleinen Preisen" setzt, um sich vielleicht einmal im Leben einen Reisetraum zu erfüllen . Einen Traum, dessen Erfüllung man anderswo schon in hoher und höchster Qualität geniessen könnte, hätte man denn die dazu nötigen Mittel im Geldbeutel! Und darum halte ich's schon für durchaus erlaubt,hier etwas weiter auszuholen, um Denkanstöße für andere zu geben. Diese "supergünstigen" Angebote des RV , der mit seinen "50+ Sonderrabatten" u.ä. gerade die ältere Generation anspricht, erweisen sich häufig - wie in verschiedenen Foren zu lesen - als " Mogelpackungen" : Durch zahlreiche, nur durch "Draufzahlungen" zum Basispreis zu bekommende Leistungen ergeben so oft schon Reisepreise, die dann gar nicht mehr sooo günstig sind und ..und....und ....Traurig für " Nordkap", der so enttäuscht wurde,weil er's vorher nicht besser wusste - oder ??!!

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@Endless

Das Unfassbare dieses langen Reiseberichts kann ich bei meiner Reise, die 2 Jahre später stattand, nur bestätigen. Bus blieb 2 Mal liegen (wg. Kühlerproblem/Plattfuß -Busunternehmen Schack aus Alsfeld), unfreundlicher Busfahrer, unfähige Reisebegleitung, alles andere wie zuvor beschrieben. Es hat sich also anscheinend bei trendtours nichts getan. Leider fand ich Reiseberichte erst nach dem trip.Unverschämt tatsächlich die Andeutung in Hamburg durch Trendtours-Leute, dass man in Nordskandinavien keine warme Mahlzeit bekommt. Gleiches Essen im gleichen Hotel war sogar 30% günstiger. Zum Glück war der liebe Gott nicht von dem Reiseunternehmen, denn wir hatten 10 Tage kein Wölkchen am Himmel und 20 Grad. Dann sieht die Welt schon ganz anders aus. Noch schnell zu dem Kommentar von Endless: Erstens war das Reiseunternehmen nicht komisch und zweitens war es kein Billiganbieter. Schau mal auf dessen Seite. Sicher gehst du auch zu Aldi und nicht zu Feinkost Schäfer, wenn du gute und preiswerte Lebensmittel möchtest.

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Die Reise war ein voller Erfolg. Die Busreise war von Trendtours sehr gut mit Zufahrerbus organisiert.Die Reise bestand aus 5 Tage Tirol in Hinterthiersee, im 4 Sterne Hotel Thaler, mit 3 Bustouren. Der Busfahrer fuhr sehr ausgeglichen und sicher. Der Reiseleiter, der uns bei den Busfahrten begleitet hat, war sehr gut. Er berichtete über Land und Leute und brachte zwischendurch lustige Geschichten. Am Hotel hatte man nichts auszusetzen. Ein ausgezeichnetes Preis Leistungsverhältnis.

Erfahrungen? Nur die Besten!!! Wir waren im September 2011 mit trendtours unterwegs: Jakobsweg und königliche Paradores. Flugreise nach Bilbao, von dort mit dem Bus weiter über Burgos, Leon, Astorga, Lugo, Santiago de Compostela bis zum Kap Finisterre. Zurück an der Küste entlang, Bucht der Kathedralen - in Bilbao ins Guggenheim-Museum. Wunderbare Reise, wunderbares Timing, beste Reiseleitung, prima Busfahrer, Hotels (Parador in Leon und Hotel Ayre in Oviedo) z.T. überwältigend. Riesengruppe, über 40 Teilnhemer - und trotzdem hat a l l e s geklappt. - Im Dezember 2011 folgt die nächste Reise - mit trendtours - nach West-Andalusien/Cdiz.

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