Wie oft wird man in Mexiko auf Drogen angesprochen?

3 Antworten

Ein freundliches Nein danke reicht völlig aus, wozu schroff werden? Natürlich kommt es immer mal wieder vor, aber keiner wird deshalb aufdringlich wenn du das Angebot ablehnst. Ich würde mir mehr Sorgen um Taschendiebstahl in Mexiko machen und darauf achten, dass du deine Wertsachen immer am Körper mit dir trägst. Gute Reise!

Hallo Nosepicker,

Mexiko hat wirklich ein verdammt schlechtes Image - das muss ich immer wieder feststellen, u.a. wenn ich Fragen wie diese von Dir gestellte höre oder lese. Die Wirklichkeit ist zum Glück ein wenig komplexer als die Medienberichte und die US-amerikanischen Filme.

Ich habe ein Jahr lang in Puebla, Mexiko, studiert - die Uni wäre ja so ein Milieu, wo man am ehesten mit Drogenangeboten rechnen würde -, lebe nun seit sechseinhalb Jahren fest in Mexiko (4 Jahre lang wohnte ich in Mexiko-Stadt, zweieinhalb Jahre wohne ich nun schon in Cholula (bei Puebla)) und bin als Reiseleiter (um die 50 Reisen seit 2006) im ganzen Land - auch im Norden und in Michoacán und Guerrero etwa - unterwegs gewesen. Nirgends hat man mir oder irgendeinem Mitreisenden je (illegale) Drogen angeboten!

Der einzige von den Orten auf dieser Welt, an denen ich bisher gewesen bin, an welchem man mir ganz offensichtlich Drogen angeboten hat - ein Mann ging langsam an mir vorbei und rasselte dabei sein "Menü" runter: "Kokain, Marihuana, Ecstacy, ..." - war: Amsterdam!

Von Schroffheit bei Ablehnungen - welcher Art auch immer und egal worum es geht - würde ich Dir abraten. Agression schafft (Gegen)agression. Ein freundliches "No, gracias." und das (gespielte) Abgelenktsein sind vorzuziehen. So verfährt man grundsätzlich mit aufdringlicheren Verkäufern - von denen es glücklicherweise wesentlich weniger in Mexiko gibt als bspw. in einigen arabischen Ländern. Da Dir höchstwahrscheinlich sowieso nirgends Drogen angeboten werden werden (s. oben), brauchst Du aber gar keine einstudierte Verhaltensweise parat zu haben.

Noch eine Info am Rande: Durch Mexiko werden zwar die Drogen, die v.a. in Südamerika (teilweise auch im Land selber) produziert werden, durchgeschleust, konsumiert wird aber der größte Teil davon in den - ach so "sauberen" - USA. Auch in Europa - und Deutschland - ist der Anteil der Bevölkerung, die Drogen konsumiert, wesentlich höher als in Mexiko (s. http://www.unodc.org/documents/wdr/WDR2010/4.2Consumption.pdf).

Kurzum: Ich denke, dass Du Dir diesbezüglich keine Gedanken zu machen brauchst - ich kann Dich guten Gewissens nach Mexiko, in meine Wahlheimat, einladen.

Saludos

Mextrotter Patrick Junkers

Wat eine Frage! Wie würdest Du denn hierzulande verfahren, wenn Dir das passiert? Einfach "Nein" sagen und davonziehen! Es ist ja auch nicht so, dass in MExiko nur Drogendealer rumlaufen und man dort ständig angesprochen wird. In Amsterdam bist Du ja auch nicht gezwungen, in die Coffeeshops zu gehen.

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