Warum muss man in Italien im Restaurant immer den Salat selbst anmachen?

2 Antworten

Ich denke, das hat damit zu tun, dass nicht jeder den gleichen Geschmack hat, was sie Zusammenstellung des Salatdressings angeht. Beispiel: In Kochbüchern steht meist, das man doppelt so viel Öl als Essig verwenden soll - das ist mir zu fett. Andererseits habe ich eine Bekannte, die doppelt so viel Essig als Öl verwendet - das finde ich schrecklich sauer. Und so zählt in Italien eben der individuelle Geschmack und jeder kann seinen Salat so zubereiten, wie er gern möchte. Das man mehr Wert auf die Zubereitung des Salats legt, zeigen ja auch die wirklich guten Zutaten wie Aceto balsamico und hochwertiges Olivenöl.

Das mit dem "unterschiedlichen Geschmack" überzeugt mich nicht, denn man kann ja verschiedene Dressings anbieten, oder? Ich gehe in Richtung "dieRuth" und glaube, die Italiener machen das, damit der Salat knackig und frisch ist, wenn man ihn isst. Allerdings finde ich Essig, Öl, Salz und Pfeffer alleine auch nicht ausreichend für ein super Dressing (was ist mit Kräutern?), insofern verstehe ich Deine kritische Frage.

In halbwegs guten Restaurants (ich spreche jetzt nicht von Haute Cuisine,da macht sich niemand selbst den Salat an) sollte das so oder so üblich sein, auch in Deutschland. Nichts ist schlimmer als ein in irgendeinem Fertigdressing ertränkter Salat. Wenn es warm ist, klatscht der Salat umso schneller zusammen. Also besser am Tisch!

Das, was Du beschreibst, ist kein italienisches Phänomen, sondern häufig so, wenn Blattsalate gereicht werden. In Deutschland, in Spanien und auf jeden Fall überall dort, wo es warm ist.

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