Marseille, Nimes, Montpellier, wo ist es schoener? wo sollte man eher mal gewesen sein?

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5 Antworten

Hallo,

Marseille ist eine ziemlich hässliche Großstadt (Notre Dame de la Garde ist so eine dermaßen hässliche Kirche, dass sie fast schon wieder sehenswert ist, die Canabiere ist das einzige, was dort sehenswert ist).

Montpellier hat ausser einem Festungsrest, der mäßigen Kathedrale, einem frühneuzeitlichen Triumphbogen und einigen schönen Häusern auch sehr wenig zu bieten. Atmosphäre bieten beide Städte nicht.

Nimes bietet Atmosphäre, eine einzigartige, römische Bausubstanz, die sich bzgl. Erhaltungszustand vor Rom nicht verstecken muss und vor allem viel Charme..

Nimes ist relativ klein, also schaut es euch an, da habt ihr neben den Sehenswürdigkeiten genügend Zeit, auch mal die Seele baumeln zu lassen.

LG

Marseille hat großen arabischen Einfluss, was ich sehr interessant finde. Der FIschmarkt in Marseile ist toll, man bekommt sooo günstig frische Crevetten (Ein Kilo 8 Euro). Außerdem sind die Calanques einen Tagesausflug von Marseille unbedingt einen Besuch wert (Früh aufstehen, langer Fußweg)

Eine schöne Stadt oder eine schöne Umgebung, das ist eine Geschmacksfrage. Marseille ist sehr schön, aber da braucht man Insider! Nur mal schnell nach Marseille zu fahren, das hinterläßt den falschen Eindruck. Ich würde Dir einfach mal generell die Provence und nähere Umgebung empfehlen. Also dann ab nach Arles, Aix, Cassis, Avignon, Salon, Les Baux, Pont du Gard usw, ich kenne die Gegend sehr gut.

Ich freue mich ja immer über Insiderinfos- was ist in Marseille denn schön?

LG

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Marseille ist für die meisten der Graf von Monte-Christo, der Pastis de Marseille und die Bouillabaisse, das ist ein recht bekanntes, aber eben nur ein sehr einseitiges Bild dieser Stadt, die Verwaltungszentrum des Départements Bouches-du-Rhône ebenso, wie der grösste französische Mittelmeerhafen ist. Man findet eine moderne Grossstadt mit ihren Probleme aber auch noch etwas vom Flair früherer Zeiten. Das findet, wer sich heute in einem der vielen Cafés oder in einer Bar am “ vieux port ”, dem alten Hafen, mit seinen vielen Yachten etwas Zeit nimmt. Aber es gibt natürlich ausser der Altstadt noch mehr zu sehen. Gönn Dir ein besonderes Erlebnis und überqueren Sie mit dem Fährboot den alten Hafen. Es verkehrt zwischen dem Quai de Rive Neuve und dem Quai du Port. Zwar beträgt die Strecke nur 206 Meter, aber die Fahrt ist ein Erlebnis. Die über dem alten Hafen dominierende Kirche Notre-Dame-de-la-Garde ist ebenso eine Besichtigung wert, wie die aus dem XI. Jahrhundert stammende Abtei Saint-Victor, das historische Stadtviertel Le Panier oder einfach ein Spaziergang über die Hauptverkehrsader der Innenstadt, die berühmte Canebière, deren Namen von Canabis abstammt, allerdings aus einer Zeit als Hanf wichtiger Rohstoff für die Seilereien war und beim alten Hafen noch die Hanffelder blühten.

Das in der Bucht von Marseille auf der Ile d’If gelegene gleichnamige Château aus dem 16. Jahrhundert solltest Du besuchen. Man hat einen sehr schönen Blick, von dieser früher als Staatsgefängnis genutzten Festung, die durch Dumas Roman “ Der Graf von Monte Christo ” Weltruhm erlang. Anmeldung : 0033.4.91.59.02.30 Information zur Fähre: 0033.4.91.55.50.09

Und noch einige Tips: Boulangerie In der Rue Vacon von Marseille liegt die Boulangerie Michel, stellt u.a jeden Tag die „pompe à huile“ her eines der 13 Weihnachts-desserts der Provence. Wer also nicht bis Weihnachten warten wollen, hier bekomt er einen Vorgeschmack darauf, was sich hinter den Treize Desserts de Noël versteckt. Tel.: 0033.4.91.33.79.43

Gut Essen: Wenn die Liebe , auch die Liebe zu einem Land durch den Magen geht, können Sie zu diesem Teil Südfrankreichs eine grosse Liebe entwickeln. Traditionnelle Gerichte mit viel Fisch, aber auch Geflügel und Wild, leckere Desserts, Ziegenkäse und südländischer Wein bestimmen die Küche, gewürzt wird mit Olivenöl, Knoblauch und natürlich den Herbes de Provence und dem Meersalz des Midi, wobei die Küche regional sehr unterschiedlich ist. Der Weinliebhaber findet hier nicht nur die typischen Roséweine, wie die um Aix-en-Provence angebauten gleichnamigen Coteaux oder die bekannten Côtes de Provence, zwei typische südfranzösische Weine. In zwei winzigen Anbaugebieten entstehen der Cassis, ein Weisswein gut zur Bouillabaisse und der Palette, passend als Dessertwein.

Was wäre ein gutes Menü ohne den typischen südfranzösischen Apéritif, zum Beispiel einen "Pastis", von denen sicherlich der Pérnod der bekannteste, hier aber nur einer von vielen ist. Lass Dir sich vom Wirt ruhig auch eine unbekanntere Marke empfehlen. Probiere ihn mit gekühltem Wasser und ohne Eis. Die allgemein bekannte Dosierung 1 Teil Pastis und 5 Teile Wasser hält nur ein Ausländer ein, etwas mehr Pastis kann es schon sein! Nehmt den Apéritif, einen Pastis de Marseille, zu Mittag oder auch abends in einer der vielen kleinen Bars, die am quai du Port liegen und in denen man einen Hauch des alten Marseille verspürt, wie in der Nummer 10 im “ Le Petit Pérnod ” Tel. : 0033.4.91.90.11.18

Danach geht es ans Essen:

Les Menus Plaisirs ist ein kleines Restaurant in der Rue Haxo, ganz in der Nähe des Vieux-Port von Marseille. Nicht nur für Fischfreunde, aber aile de raie in Butter ist sehr gut, ebenso, wie das Schweinsragout mit roten Bohnen. Als Nachtisch unbedingt zu empfehlen sind die tarte mit Feigen und dazu crème anglais. Das Menü kostet ab 10 Euro. Tel.: 0033.4.91.54.94.38

oder avignon? wo ist es eben wie gesagt einfach schoener, die stadt.

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