Ab wann bin ich ein Reiseveranstalter? Gilt dies wenn kein schriftlicher Vertrag aufgelegt wurde?

1 Antwort

Du hast richtig erkannt, mit der Kombination der beiden Reiseleistungen, bist Du Reiseveranstalter. Bitte betrachte das hier nicht als rechtliche Beratung, es ist nur ein unverbindlicher Tipp unter Gleichgesinnten. Googel mal Travelsafe, dort gibt es Angebote für Gelegenheitsveranstalter oder wende Dich an mdt Makler der Touristik. http://www.mdt24.de/ Sie haben sich auch auf Sonderlösungen spezialisiert. Du kannst Dich dort gerne auf mich berufen. Das ist jedoch alles mit Kosten verbunden. Eine andere Möglichkeit wäre, dass man das Ganze über einen anderen Veranstalter laufen lässt, der dann die Rechnungen schreibt und alles mit einer entsprechenden Insolvenz und Haftpflichtversicherung abdeckt. Sollte auch kein Problem sein.

Danke für die schnelle Beantwortung meiner Frage. Jedoch ist es trotzdem noch nicht ganz klar.

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Bei der Tour des Angelvereins handelt es sich nicht um eine gewerbliche Reisevermittlung, wenn das nur einmal im Jahr stattfindet. Die Tour unterliegt damit nicht den Richtlinien über Pauschalreisen. Insolvenzsicherung und Haftung nach den Richtlinien über Pauschalreisen scheiden damit aus.

Anders wäre es, wenn z.B. über Anzeigen zusätzliche Teilnehmer gesucht werden. Dann kommt es schnell zur gewerblichen Tätigkeit mit allen Pflichten.

Danke für Ihren Beitrag. Sind Sie sich da sicher? Diese Antwort würde mir natürlich am besten gefallen :-) Können Sie Bezug auch bestimmte Rechtsquellen und Paragraphen nehmen ? Also ich schildere das mal genauer mit dem Angelverein. Mein Opa ist früher einmal im Jahr mit Leuten aus seinem Angelverein und Mitarbeitern aus dem Betrieb in dem er arbeitete über 3 Tage in Urlaub gefahren. Dies hielt er so bis zu seinem Tode. Meine Mutter und meine Oma haben das all die Jahre weiter geführt, die Leute die teilnehmen sind alle miteinander befreundet und bekannt. Es sind alles Rentner oder Freunde bzw. Schwestern meiner Mutter. Es wird keinerlei Gewinn erwirtschaftet, es gibt keine Verbindung zu dem Unternehmen oder dem Angelverein. Es werden keine unbekannten Leute mitgenommen.

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@Rucker1983

Soedergren hat das schon rausgesucht: "In §651k VI 1 findet sich in Bezug auf die Insolvenzversicherung folgendes: "Die Absätze 1 bis 5 gelten nicht, wenn (...) der Reiseveranstalter nur gelegentlich und außerhalb seiner gewerblichen Tätigkeit Reisen veranstaltet,"

Gewerbliche Tätigkeit liegt immer dann vor, wenn mehrmals Reisen angeboten werden. Bei drei Reisen im Jahr dürfte die Schwelle zur Gewerblichkeit erreicht sein.

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Eine verbindliche Rechtsberatung kann und darf ich dir hier nicht geben, meiner Meinung nach handelt es sich hier allerdings nicht um einen RV. Dabei ist es unerheblich, ob ein schriftlicher Vertrag vorliegt oder nicht, da natürlich auch mündliche Verträge gültig wären.

Aber, u.a. in §651k VI 1 findet sich in Bezug auf die Insolvenzversicherung folgendes: "Die Absätze 1 bis 5 gelten nicht, wenn (...) der Reiseveranstalter nur gelegentlich und außerhalb seiner gewerblichen Tätigkeit Reisen veranstaltet,"

Ein Sicherungsschein (also eine Insolvenzversicherung) wäre in diesem Fall schon einmal nicht nötig.

Ein solcher Hobby-RV will sicherlich auch nicht für Unfälle u.a. haften und tritt in dem Sinne ja auch nicht als RV auf. Die Reisenden dürften zudem bereits über die jeweiligen Haftpflichtversicherungen des Hotels und des Transportunternehmens abgesichert sein. Stichwort "ehemaliger" Angelverein... existiert dieser noch als Verein und ist nur ein ehemaliger Angelverein, müßte dieser theoretisch auch eine Versicherung haben.

Dennoch: Details kann dir nur ein Anwalt beantworten.

Soedergren hat Recht, ich habe auch noch einmal im Gesetz nachgeschaut. Allerdings bist Du zwar wahrscheinlich nicht insolvenzversicherungspflichtig, das bedeutet aber nicht, dass Du nicht Reiseveranstalter bist und somit doch in die Haftung genommen werden kannst. Natürlich haben Busunternehmen und Hotels Versicherungen, aber Deine "Kunden" haben rein rechtlich (bitte Anwalt fragen!) erst einmal einen Anspruch gegen Dich. Inwieweit man sein Geld dann beim Hotel oder Transportunternehmen zurückholen kann, braucht den "Kunden" nicht zu interessieren. Jetzt könntest Du einwenden, dass Ihr Euch ja alle kennt und eigentlich Freunde seid,aber oft hört ja leider bei Geld die Freundschaft auf. Ich finde es immer besser gegen alle (Un-)Fälle wirklich abgesichert zu sein und eine Haftpflichtversicherung kostet nicht die Welt. Ich würde mich an einen Anwalt oder an mdt wenden. Ich bin mir sehr sicher, dass sie Dir nur das verkaufen, was wirklich nötig ist. Wenn der Angelverein eine Versicherung hat, dann ist auf jeden Fall abzuklären, ob solche Ausflüge auch versichert wären.

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Auch Ihnen danke ich für die schnelle Antwort. Wie ich sehe scheiden sich auch bei diesen beiden Antworten die Geister. Ich war auch der Meinung das dies eher organisatorischer Natur sei und dadurch keine Haftbarkeit als Reiseveranstalter bestehe. Somit wäre ich ja auch haftbar, wenn ich mit meinen Nachbar in den Urlaub mit einem von mir reserviertenHotel gehen würde und dazu noch die jeweiligen Bahnticktets organisiert hätte, was mir nicht rechtens erscheint. Dadurch wären ja auch die zwei Hauptkriterien erfüllt. Anreise/Unterkunft

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@Datteltours

Die Sache mit der Haftung ist zumindest möglich - wie heißt es so schön, "vor Gericht und auf hoher See...". Auch wenn man bei der Haftung sicherlich ein Gefälligkeitsverhältnis (Stichworte Nachbar, Freunde, Vereinskameraden) konstruieren könnte und auch gute Chancen hätte, eine Haftung daher komplett auszuschließen, kommt's dann wenn es hart auf hart kommt auf den jeweiligen Richter und den Einzelfall an. Deshalb würde auch ich rein vorsichtshalber zur Haftpflicht raten.

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