Verona ist eine Großstadt mit einer wunderschönen mittelalterlichen Altstadt. Es gibt dort unendliche viele Geschäfte und auch alle großen Namen sind anzutreffen. Während in Mailand alles viel weitläufiger ist, hat man in Verona doch alles dichter beisammen. Verona sollte bei einem Aufenthalt am Gardasee immer zum Programm gehören, sodass man Shoppen mit einer Stadtbesichtigung ideal verbinden kann. Die Innenstadt von Verona ist auf alle Fälle sehr viel sehenswerter, als die von Mailand, da Du dort noch ein geschlossenes mittelalterliches Stadtbild vorfindest. Das Shoppen in Verona ist wesentlich ruhiger als in Mailand, da in Verona einfach eine andere Atmosphäre herrscht. Nach meiner Einschätzung würde ein Besuch in Verona voll ausreichen sein, insbesondere auch unter dem Gesichtspunkt der Entfernung nach Mailand.

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Wenn Du an einem Samstag oder Sonntag nach Mailand möchtest, dann hast Du mit dem PKW kein Problem. Von Peschiear del Garda nach Mailand sind es etwa 130 km und man benötigt etwa eine gute Stunde. Ich empfehle Dir, nicht mit dem Wagen in die Stadt zu fahren, sondern einen Parkplatz am Rande der Stadt mit U-Bahnanschluss aufzusuchen.

Hier bietet sich der Parkplatz Lampugnano an. Dieser ist leicht zu finden, wenn Du die Ausfahrt Viale Certosa von der Autobahn abfährst und dann dem Wegweiser zum San Siro Stadion folgst. Du kommst dann automatisch am Parkplatz vorbei. Unter dem Parkplatz befindet sich die U-Bahn Linie 1, die direkt zum Dom führt. Der Parkplatz kostet Dich für 8 Stunden 2,10 Euro. Ein Parkplatz im Zentrum von Mailand kostet mindestens 2 Euro je Stunde. Das U-Bahn Ticket kostet je Person 1,50 Euro und ist in der Station Lampugnano entweder am Automaten oder am Zeitungskiosk erhältlich. Ich empfehle Dir, die Tickets gleich für die Rückfahrt zu kaufen.

Solltest Du an einem Werktag nach Mailand fahren, dann plane bitte so, dass Du gegen 10.30 in Mailand bist. Der Berufsverkehr, der wirklich stressig ist, ist dann mit Sicherheit vorbei.

Solltest Du Dich für die Bahn entscheiden, dann bitte nicht von Verona sondern von Peschiera del Garda aus. Der Bahnhof ist von der Autobahnabfahrt in weniger als 5 Minuten schnell zu erreichen und man findet dort auch ausreichend Parkplatz. In Peschiera del Garda halten auch Intercity Züge. Du bist, mit einem Stop in Brescia, in einer guten Stunde in Mailand.

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Como ist auf jeden Fall ein interessantes Reiseziel. Da ist einerseits die schöne Lage am See und andererseits die Stadt mit ihren Sehenswürdigkeiten. Como liegt strategisch sehr günstig (das wussten schon die Römer zu schätzen): wer von Deutschland entweder mit dem Zug oder mit dem Auto über die Schweiz nach Italien kommt, fährt automatisch an Como vorbei.

Der sehenswerteste Teil von Como, Gebutsstadt von Alexander Volta, ist die Altstadt, die sich innerhalb der alten Stadtmauern befindet. Vom See kommend erreicht man den Domplatz mit dem sehr sehenswerten Dom (Baubeginn im 14. Jh.) und dem sich daran anschließenden „Broletto“, das alte Rathaus aus dem 13. Jh. Man bummelt durch die Altstadt (Fußgängerzone mit vielen Geschäften) bis hin zum nördlichen Stadttor (Porta Vittoria). Hier kommt man an der mittelalterlichen „Piazza San Fedele“ mit der gleichnamigen sehenswerten romanischen Kirche vorbei.

Einen schönen Blick auf die Stadt und den See hat man von der den Hafen begrenzenden Mole, die weit in den See hineinragt. Besonders interessant ist auch der Spaziergang am westlichen Seeufer zur Villa Olmo (schöner Park - in der Villa finden oft Ausstellungen statt).

Einen besonderer Anziehungspunkt stellt Brunate dar. Diese kleine Gemeinde liegt oberhalb von Como und ist durch eine Standseilbahn gut mit Como verbunden. Der kleine Bahnhof befindet sich am östlichen Ufer, auf dem Weg zu Villa Geno. Von Brunate hat man einen schönen Blick auf die Stadt und den See. Bei guter Sicht kann man den schneebedeckten Monte Rosa im Westen und die Hochhäuser von Mailand im Süden erkennen.

Wer einen kleine "Kreuzfahrt" auf dem See unternehmen möchte, der kann mit einem Linienboot bis nach Torno fahren (ist auf jeden Fall günstiger und interessanter als eine Fahrt mit den privat angebotenen Rundfahrten). Die kleine Tour (einfache Fahrt ca. 30 Minuten) bietet einen schönen Blick auf die Stadt und die umliegenden Berge (die Boote fahren auch stündlich in der Wintersaison).

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Für einen Badeurlaub am Comer See ist nach meiner Einschätzung der nördliche Bereich besonders für einen Urlaub mit Kindern empfehlenswert, wobei Sorico und Domaso in die nähere Auswahl gezogen werden können (es gibt sicherlich noch andere schöne Orte).

Sorico hat viel Platz, eine große Wiese mit Sandstrand, Kinderspielplatz, Windsurf und eine gute Infrastruktur. Der Strand ist auch für Kleinkinder empfehlenswert.

Domaso hingegen hat einen schönen, teilweise mit Bäumen bestandener Kiesstrand, ist Zentrum für Windsurf und verfügt auch über eine gute Infrastruktur. Domaso ist auch für größere Kinder geeignet.

Die Wasserqualität des Sees ist an beiden Orten sehr gut und das Baden ist hier völlig unbedenklich.

Unter folgender Adresse gibt es viele nützliche Informationen:

http://www.comer-see-italien.com

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Es ist schon viel geschrieben worden zu dieser Frage, möchte doch noch einige Anmerkungen zur Frage machen.

Aufgrund des starken Franken ist die Schweiz für Menschen aus der Eurozone ein teures Pflaster. Darunter leidet auch u.a. die Schweizer Tourismusbranche. Bei vergleichbaren Leistungen ist die Schweiz einfach teurer. Das ist schade, aber das war eigentlich schon immer so. Wenn allerdings ein Luxushotel in Italien mit einer Familienpension in der Schweiz verglichen wird, ist natürlich zwangsläufig die Schweiz günstiger. Das gilt auch für einen Restaurantbesuch.

Wer in der Grenzregion zur Schweiz wohnt, sieht täglich den Einkaufstourismus von der Schweiz nach Italien, weil es für den Schweizer einfach billiger ist, in Italien einzukaufen. Hinsichtlich der Preise für Treibstoff gilt, dass (aus italienischer Sicht) Benzin derzeit in der Schweiz günstiger ist. Für Dieselkraftstoff lohnt es sich allerdings nicht, extra in die Schweiz zu fahren.

Wenn, wie in der Frage enthalten, der Lago Maggiore zur Diskussion steht, dann kann aus Kostengründen nur Italien empfohlen werden. Die Schweiz ist landschaftlich sicherlich sehr reizvoll, es gibt aber auch in anderen Alpenländern schöne Reiseziele. Dies gilt insbesondere auch vor dem Hintergrund, dass die Fläche der Alpen in Österreich bzw. Italien jeweils größer ist als der in der Schweiz.

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Für die Strecke Mailand Genua gibt es zwei Möglichkeiten, entweder di A7 komplett von MI nach GE oder die A7 nach Tortona verlassen und über die Verbindungsautobahn zur A26 fahren. Die direkte Autobahn nach GE ist in der Gebirgsstrecke eine Zumutung. Da es sich um eine sehr alte Autobahn handelt, gibt es fast keine Brücken sonder nur Kurven, jede Hangbiegung wir schön ausgefahren, so dass 80 km/h schon zu schnell sind. Diese Autobahn werde ich nie mehr fahren, es sei denn, ich werde dazu gezwungen (die Strecke von GE nach MI, also von Süd nach Nord ist moderner und hat einige Brücken und Tunnels).

Die A26 hingegen ist eine moderne dreispurige Autobahn mit vielen Tunnels und Brücken, also eine empfehlenswerte Strecke und lanschaftlich reizvoll. Im letzten Teilabschnitt hat man einen schönen Blick auf das Meer. Die Autobahn um Genua herum ist sehr befahren, insbesondere auch von LKWs. Die Autobahn ist zweispurig und grossteils ohne Standspur. Die Ein- uns Ausfahrten haben nur kurze Ein-/Ausfädelungsspuren. Also aufpassen, es gibt oft Staus. Nach Genua in Richtung Livorno gibt es stellenweise schöne Blicke auf das Meer.

Die ideale Strecke geht für mich von Mailand (A1) über Parma (A15) nach Livorno. Die Strecke bis nach Parma bietet landschaftlich nicht sehr viel. Die A15 ist wiederum landschaftlich sehr schön. Kurz hinter Parma geht es durch eine liebliche Hügellandschaft hinauf bis auf etwa 800 m, wo der Cise Pass mit einem Tunnel unterfahren wird. Stellenweise ergeben sich schöne Blicke auf die Felsspitzen des Appennin. Die Weiterfahrt nach La Spezia führt dann durch die Gebirgsausläufer bis in di Ebene.

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Jeder der drei oberitaliensichen Seen (Gardasee, Lago Maggiore, Comer See) steht fuer sich und stellt eine Einmaligkeit dar. Der Comer See ist fuer mich der italienischste See von den drei Grossen. Im Gegensatz zum Gardasee ist der Tourismus weit weniger in deutschen Haenden als am Gardasee oder am Lago Maggiore. Waehrend am Gardasee der sportlich legere Urlaub im Vordergrund steht, blickt beispielsweise der Comer See auf eine lange Geschichte des sog. "Nobelurlaubs" zurueck. Viele Villen mit wunderschoenen Gaerten sind typisch fuer diese Region. Der sportlich legere Urlaub findet am oberen Comer See statt, wo sich diverse Campingplaetze befinden. Darueber hinaus ist dort das Surfzentrum.
Der Gardasee ist der groesste See wahrend der Comer See der See mit dem laengste Ufer (170 km) und mit ueber 410 m den tiefsten See Italiens darstellt. Aufgrund seiner eigenwilligen Form und der teilweise hohen Gebirge (Monte Legnone mit ueber 2.600 m) sowie einer teilweise unberuehrten Natur ist der Comer See schon ein interessantes Reiseziel.

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