Autofahren in Italien

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10 Antworten

Man fährt rechts. Meistens.

Stärker als in anderen Ländern sehen die Verkehrsteilnehmer den Empfehlungscharakter von Verkehrsschildern und Fahrbahnmarkierungen. So gibt es an jedem Ortseingangsschild ein Verkehrszeichen, das ein Hupverbot gibt.

Pochen Sie nicht stur auf Ihre Rechte. Andere tuns auch nicht. Es herrscht eine eher leben-und-leben-lassen-Atmosphäre.

Seit die Italiener dank Euro richtige Autos kaufen können, tun sie das auch. Und prinzipiell in grösstmöglicher Motorisierung, egal ob Q 7, E-Klasse, 5-er BMW oder Lancia. Die wuseln nicht mehr so wie einst die Cinquecentos, sondern sind, zack, vorbei.

Strassen sind allgemein in einem guten Zustand. Es gibt abseits der Autobahn zwei Arten von Streckenführungen. Variante alt nimmt jedes Tal und jede Bergkuppe mit, kreuzt Bäche/Flüsse auf kürzestmöglichem Weg und vermeidet Ingenieurbauten. Variante neu war ein planerischer Strich auf der Karte, der ohne Rücksicht auf Kosten 1:1 in die Natur übersetzt wurde, unter maximalem Einsatz von Brücken und Tunneln. Achtung, beide Varianten gehen ansatzlos ineinander über.

Autobahnen sind mautpflichtig, das kostet fast so viel wie Sprit. Wer etwas Zeit mitbringt, kann auch grössere Distanzen auf Landstrassen fahren und sieht viel mehr von Land und Leuten. Viel langsamer ist man nicht, wenn man die nachmittägliche Berufsverkehrszeit ca. zwischen vier und sechs meidet.

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Kommentar von roland1949
11.06.2014, 11:23

Auch ohne den Euro konnten die Italiener schon die sogenannten "richtigen" Autos kaufen. Aufgrund der wirtschftlichen Situation in Bella Italia ist allerdings eher ein rückläufiger Trend feststellbar.

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Also ich habe vor allem in Erinnerung, daß überall massenhaft Rollerfahrer unterwegs waren, und die sind gefahren wie gesengte weibliche Nutztiere, aber das tun sie hier in Deutschland auch meistens.

Es kommt darauf an, was Ihr für ein Auto habt, mit einem breiteren Fahrzeug könntet Ihr in manchem kleinen Dorf ein Platzproblem in engen Gassen bekommen, ich würde mich mit einem breiten SUV in keine italienische Altstadt hineinwagen, aus Angst, ich müßte an irgendeinem Engpaß die gewundene Gasse womöglich rückwärts wieder zurückfahren.

Ernst nehmen sollte man auch dieses neue M+S-Reifen-Gesetz, das könnte Euch auch betreffen, wenn Ihr einen Geländewagen habt, weil die verbotenen Reifen manchmal sogar die Serienreifen für den jeweiligen Wagen sind. Die Geldbußen bei Nichtbeachtung sind abzockermäßig immens hoch. Link wo alles erklärt ist hier:

http://www.4wheelfun.de/news/offroad-reifen-verbot-in-italien-vorsicht-falle-drastische-strafen-drohen-8387086.html

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Das Fahren auf Autobahnen in Italien ist nach meiner Einschätzung weniger stressig als in Deutschland. Dies gilt insbesondere auf den Strecken, wo der Tutor (Kontrolle der Durchschnittsgeschwindigkeit) im Einsatz ist (zB. von Mailand nach Bologna). Hier sind die Geschwindigkeitsdifferenzen zwischen den einzelnen Fahrzeugen einfach nicht so groß (es taucht kein schnelles Fahrzeug mit 200 km/h wie aus dem Nichts auf) und der Verkehrsfluss ist damit auch sehr viel gleichmäßiger.

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Also ich habe die Erfahrung gemacht, dass in Italien beim Autofahren sehr viel weniger auf die Verkehrsregeln geachtet wird, jeder fährt einfach wie es passt (bin schon in Mailand, Neapel, Rom und auch im Umland dieser Städte auf Landwegen gefahren). In den Städten ist das natürlich merkbarer als auf den Landwegen oder auf der Autobahn. Mein Tipp wäre sich nicht darauf zu verlassen, dass die Mitfahrer die Verkehrsregel einhalten und nicht "auf sein Recht zu pochen", sondern sehr wachsam zu sein und sich so weit es geht anzupassen.

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Gewöhn Dir, wenn Du unbedingt mit dem Wagen durch Italien musst, gleich das Hupen an. Derjenige der als erstes an der Spitze einer roten Ampel hupt, darf bei den tausenden Fahrbahverengungen als erster fahren. Quasi das Recht des schnelleren/stärkeren. Ich werde das auf Teufel-komm-raus nicht wagen, denn mein Auto hätte schneller Beulen und Kratzer als ich gucken könnte. Und irgendjemand hat hier geschrieben, das sich die fahrweise der Italiener nicht von der der Deutschen unterscheidet... DANN warst Du noch NIE in Italien.

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Kommentar von RomyO
11.06.2014, 13:37

Ich war schon oft in Italien - sowohl im Süden als auch im Norden - und kenne das von Dir beschriebene Fahrverhalten nicht. Auch das Hupen hat in den letzten Jahren stark nachgelassen.

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Kommentar von Roetli
11.06.2014, 19:06

@Nutellajunkie: Du warst offenbar schon sehr lange nicht mehr in Italien!

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Ich war schon oft in Italien, aber seit einigen Jahren nicht mehr mit dem Auto.
So wie ich es erlebe sind die Italiener tolerant, aber eben auch mit sich selber: Typischer Satz, wenn du dich nach dem Weg erkundigst: "Zuerst nach links, dann grad aus bis du rechts einen aufgeschnittenen Zaun mit einem Fahrverbot siehst. Dort musst du durch und schon bist du auf der Autobahn."
Das ist keine Erfindung von mir. Es tönt nur lustig. Ich hab solche Dinge schon oft erlebt. Du musst damit leben können und halt selber entsprechend wachsamer aufpassen. Dann geht's dir gut.

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Hallo,

das Autofahren unterscheidet sich nur unwesentlich von deutschen Gepflogenheiten:

http://www.reise-nach-italien.de/auto-italien.html

Dafür ist es allerdings teurer ....

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Kommentar von roland1949
11.06.2014, 11:31

guter Link

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Meine Erfahrung auf Sardinien war, dass es den Autofahrern hinter mir nie gepasst hat, dass ich mich an die Geschwindigkeitsregeln gehalten habe... 50 Schild in der Baustelle. Ich fahr 60. Hinter mir ne lange Schlange und alle kleben an der Stoßstange, bei Platz alle vorbeigezogen....

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Kommentar von Roetli
11.06.2014, 22:31

Na ja, wenn ich da an deutsche Autofahrer an Bastellen denke - so viel Unterschied ist da nicht (außer, daß bei uns 80 km/h ist und mit 100 km/h oder mehr vorbei gezogen wird...)

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Hallo,

RomyO hat schon recht. Ich würde allerdings in der Toskana auch die (historischen) Zentren kleiner Städte, von größeren mal ganz abgesehen, völlig meiden und mein Auto vor der Stadt abstellen. Viele Zentren sind so eng, dass man selbst mit einem Smart um das Rangieren nicht herum kommt. Also spart euch den Stress lieber, besser eine halbe Stunde zu Fuß laufen, als das. Historische Altstädte sind ohnehin häufig nur durch Anwohner befahrbar.

LG

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Hallo!

Nimm einen vollversicherten Leihwagen und fahre wie die Italiener. MfG

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