Welches Indianerrreservat sollte man bei einer USA-Reise am ehesten besuchen?

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3 Antworten

Das größte Indianer-Reservat in den USA, die 'Navajo Nation' kannst Du besuchen bzw. solltest das auch, denn die 'Diné', wie der heute dort wohnende Stamm heißt, leben vom Fremdenverkehr! Die touristische Infrastruktur ist zwar noch nicht sehr gut ausgebaut, aber es gibt inzwischen eine Reihe von kleineren Hotels und Motels, vor allem in der Kleinstadt Kayenta. Aber auch längs des Wegs findet man immer wieder Hinweise auf Motels, Bed & Breakfast oder 'Stay in a Hogan!'

Dieses Reservat beinhaltet alle die Höhepunkte, die man so mit 'South West' in Verbinung bringt! Wunderschöne Landschaften und Sehenswertes, wie z.B. Monument Valley, Canyon de Shelly, Antelope Valley, Rainbow Bridge National Monument und Shiprock. Es grenzt direkt an den Lake Powell an und nicht weit entfernt ist der Grand Canyon oder auch Flagstaff bzw. Sedona in Arizona, wo es auch noch jede Menge, auch was Natives betrifft, zu sehen gäbe!

An der Einfahrt zum Monument Valley gibt es seit letztem Jahr ein etwas größeres Hotel, von wo man einen tollen Blick auf und über die roten Steine hat - vor allem bei Sonnenauf- oder -untergang monumentvalleyview.com.

Die 'Navajo Nation' liegt in den sog. "4 Corners" zwischen Arizona, Utah, Colorado und New Mexico. Sie ist ein eigenes Staatsgebiet im Staate mit eigener Regierung und eigener Polizei, der man bei Kontrollen Folge leisten muß.

Ich empfehle, ein paar Nächte innerhalb des Reservats zu bleiben, z.B. ist es ein Erlebnis, abends in Kayenta auf den Supermarkt-Parkplätzen zu stehen und den Diné-Familien, von denen die Frauen oft noch ihre alten Trachten tragen, zuzusehen! Auf der WebSite www.navajo.org findet man Informationen, was so los ist bzw. kann man anfragen.

Eine kurzweilige 'Entdeckungsreise' wünsche ich Dir!

Antelope Canyon - (USA, Besuch, Indianerreservat) Chief Yellow Horse - (USA, Besuch, Indianerreservat)

Ich persönlich finde, man sollte die Indianer in Ruhe lassen. Wenn man unbedingt ein Indianerreservat besuchen möchte, dann am besten das der Navajos in Arizona. Das ist das größte Indianerreservat in den USA, hier leben ca. 250 000 Indianer. Die Navajos verwalten sich weitgehendst selbst. Es geht ihnen durch Erdöl/gasfunde auf ihrem Gebiet zwar etwas besser als den übrigen Stämmen, jedoch gibt es auch viele bettelarme Stammesangehörige. Das Reservat nimmt eine große Fläche Arizonas sowie einen Teil Utahs und New Mexicos ein. Ich würde einfach nur durchfahren und vielleicht irgendwas von ihren Handarbeiten (Holzfiguren, Decken, Silber- und Türkisschmuck) in einem der Läden am Straßenrand kaufen.

Wenn man durch Gegenden fährt, in denen viele Indianer leben, dann hat man nicht den Eindruck, dass der Tourismus da etwas zerstören könnte. Es sei denn, dass der Müll wegkommt direkt neben dem Haus. In diesen slumartigen Ecken ist man als Besucher sicher weniger willkommen. Aber nicht, weil man Schaden anrichten könnte.

Hast Du eigentlich eine Ahnung, WIE manche Natives von 'amerikanischen Gnaden' leben müssen? Und daß dann die Motivation, sich die Umgebung schön zu machen, ziemlich abhanden kommen kann? "Viele Indianer" leben nur in den Reservaten, denn woanders dürfen sie nicht leben, und wenn dort nicht glücklicherweise Bodenschätze, Tourismus oder Spielbanken eine Einkommensquelle sind (was leider nur bei den wenigsten der Fall ist) und mit den Erlösen daraus dann Schulen, Krankenstationen etc. gebaut werden können, haben die meisten nicht mal die Grundversorgung. Die Säuglingssterblichkeit bei den Lakotas in South Dakota ist z.B. die höchste der Welt - und das im reichsten Land der Welt! Ein Entwicklungsland hat es da besser als ein US-Reservat, da gibt es wenigstens Entwicklungshilfe...

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@Roetli

Hm. Bist Du sicher, dass sie von amerikanischen Gnaden leben müssen? Müssen sie ja nicht. Wer zwingt sie? Wie sagt man so schön über dem Teich: Das ist ein freies Land. Deshalb stimmt es auch nicht, dass sie nur in den Reservaten leben dürfen, die Zeiten sind längst vorbei. Dass die Amerikaner (ich pauschalisiere hier ungerechterweise) einer rassistsichen Einstellung nicht abgeneigt sind, darüber brauchen wir nicht zu reden. Ebensowenig darüber, dass es im reichsten Land der Welt keine flächendeckende medizinische Grundversorgung gibt. Und auch die kulturellen Hintergründe der "Natives" (so ein schönes Wort), sollten wir nicht vergessen. Aber alles auf die anderen zu schieben ist (mir) eine zu einfache Antwort. Deshalb ist es mir egal, ob die Leute eine Motivation brauchen, um ihre Umgebung schön zu machen. Armut ist keine Entschuldigung dafür, im eigenen Dreck zu leben. Der Tourismus, falls es ihn den gäbe/gibt, würde in den Gebieten dennoch nichts zerstören. Denn, wie du selbst schreibst, wäre das eine Einnahmequelle. Wenn man denn die Motivation aufbringt, sie zu nutzen.

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