Frage von Smoerresnued, 233

Sardinien Ostküste oder Apulien, Punta Prosciutto?

Hallo zusammen,

mein Mann und ich (Ende 20) möchten Ende August/Anfang September für zwei Wochen nach Nord-Sardinien oder Apulien (Punta Prosciutto). Wir fliegen hin und nehmen uns dort einen Mietwagen. Wir können uns aber noch nicht für den Ort entscheiden, vielleicht könnt ihr uns hier ja weiterhelfen!

Unsere Kriteren wären:

  • am wichtigsten: möglichst weißer und feiner Sandstrand. Auf Bildern aus dem Internet sehen fast alle Strände weiß aus.
  • klares, blaues Wasser
  • auch gerne mal eine einsamere Bucht
  • Es soll hauptsächlich ein Badeurlaub sein, aber gelegentlich würden wir uns doch eine schöne Stadt anschauen wollen.
  • Man sollte gemütlich durch den Ort unserer Ferienwohnung schlendern können und dabei ganz typische italienische Restaurants finden.
  • Eventuell würde mein Mann einen Surfkurs machen wollen.

Zu welchem der beiden schon gewählten Orte würden unsere Kriterien besser passen?

Gerne könnt ihr uns auch einen konkreten Ort nennen, an dem es schöne Ferienwohnungen mit Balkon oder Terrasse gibt!

Danke schon einmal für die Hilfe!

Smörresnüd

Antwort
von oxbow, 228

Hallo,

ich kann dir keinen ganz konkreten Tipp geben, aber etwas aus eigener Erfahrung sagen. Wir waren vor einigen Jahren Mitte/ Ende Sept. und Okt. auf Sardinien, sind einmal komplett um die Insel und obwohl wir so spät in der Nachsaison da waren, war die Ostküste fürchterlich überlaufen. Zumindest der Südosten, wo es eben auch die schönsten Sandstrände gibt. Auch der Nordosten (Costa Smeralda) war sehr touristisch.
Gut, wir waren mit Auto und Zelt unterwegs und nicht in Ferienwohnungen, aber wenn ihr typisch sardisches Flair wollt, dann empfehle ich euch nicht die Südostküste, da wir hier das Gefühl hatten, hier wird alles für die Urlauber errichtet, z.B. Märkte, die nicht typisch italienisch sind, sondern dazu dienen Touristen überteuerte Dinge anzudrehen usw.
Uns hat am besten die Nord- und die Westküste gefallen. Sie wirkten etwas ursprünglicher. Bei Valledoria gibt es auch schöne Sandstrände.

In Apulien war ich vor sehr langer Zeit und fand es sehr schön. Die Strände und Buchten hab ich toller Erinnerung, wir waren bei Gargano. Da wir selber gerade eine Reise nach Süditalien planen, befasse ich mich wieder mehr damit und lese viel positives. Zumindest hast du im September dort mehr Italiener um dich herum als Deutsche ;-) Lecce soll z.B. eine Besichtigung wert sein.

Viele Grüße!

Kommentar von Roetli ,

Überall im südlichen Apulien gibt es Sandstrände von weiß bis dunkelbeige. Oft sind die aber nicht zuverlässig weiß und nicht zuverlässig feinster Sand - je nach Wetter im Winter manchmal auch mit feinen Kieseinlagerungen!

Antwort
von nattililly, 207

Hallo, ich selbst bin grad auf der Suche nach Apulieninfos, wir wollen an's Ionische Meer. Zu Sardinien kann ich raten, wir waren 6x dort . Allerdings immer in den Herbstferien, wo es sehr leer war an allen Stränden. In kleineren Orten sind dann aber die Bürgersteige hochgeklappt. Die Region Costa Smeralda für die Reichen kann man sich mal anschauen, aber ehrlich, es ist alles überteuert und wir haben uns dort nicht wohl gefühlt. Die Ecke Budoni/Posada hat sowohl Sandstrand als auch felsige Abschnitte, fand ich toll, als Strandläufer. Apulien scheint auch sehr schön zu sein. Wir testen das im Oktober. Viel Spass bei eurer Planung!

Antwort
von oxbow, 196

edit: habe jetzt gerade nochmal gelesen, dass ihr an die Nordküste von Sardinien wollt, sorry :-) Also wie gesagt, die kann ich empfehlen (Nord und Nordwest)

Antwort
von Roetli, 179

Zu Eurer vorgesehenen Reisezeit wird es in beiden Destinationen noch ziemlich voll sein. Auch in vielen italienischen Provinzen gehen die Ferien inzwischen bis in den September hinein und Italiener gehören zu den sehr urlaubsfreudigen Menschen.

Das südliche Apulien ist zu der Zeit leider nicht mehr grün, sondern überwiegend braun verbrannt. Eine Ausnahme ist der Foresta Umbra am Gargano, aber das ist im Norden der Provinz! Dort im Norden sind auch immer mal kleine Buchten zu finden, im Süden überwiegen die langen Sandstrände. Zum  Surfen würde ich Süd-Apulien nicht unbedingt für geeignet halten. Anzuschauen gäbe es genügend, fast alle Städte dort haben Wurzeln im Mittelalter - Festungen, Burgen, Kathedralen und auch Altstadt-Quartiere gibt es in den Küstenstädten aber auch im Hinterland.

An der Costa Smeralda in Sardiniens Norden gibt es keine Sandstrände. Die ganze Nordküste ist felsig und es gibt, wenn überhaupt, ausschließlich kleine Sandbuchten, die aber oft niicht frei zugänglich sind. Wie Oxbow schrieb, ist dort, vor allem rings um Santa Teresa Gallura, absolutes High-End-Urlaubsgebiet - und man bekommt von den Leuten dort deutlich gezeigt, daß man lieber unter sich bleiben möchte.Der Nordwesten ist da entspannter, aber wie die ganze Insel, um die geplante Reisezeit herum noch sehr gefragt! Surfen geht dort sicherlich.

Antwort
von Smoerresnued, 168

Hey Oxbox,danke für die Antwort!

Wie war denn der Strand an der Costa Smeralda? Ist der tatsächlich weiß und fein? Und habt ihr dann ein Zelt mit in den Flieger genommen oder wie habt ihr das gemacht? Und wie habt ihr die Anreise nach Apulien geplant?

Ich habe es falsch in den Betreff geschrieben und konnte es nicht mehr ändern, deswegen die Verwirrung ;-)

Liebe Grüße

Smörre

Kommentar von oxbow ,

Also die Costa Smeralda ist ja so ein bißchen die High Society Ecke, dort ist es schon sehr schön, aber auch eben zum Teil etwas "zu schick". Sandstrände habe ich da nicht mehr gesehen als auf dem Rest der Insel. Es ist recht gebirgig und überall eröffnen sich süße Buchten. Aber im Norden/ Nordwesten hast du das auch. Sehenswert war die Isola Maddalena, Capo Testa, Grotta di Nettuno, Alghero, die Halbinsel Sinis...

Wir wollten damals auch erst fliegen und dann ein Auto mieten, mir wurde allerdings kurzfristig der Urlaub gesperrt, so ging der Flug flöten und wir sind etwas später spontan mit dem eigenen Auto runtergefahren. Das war die beste Entscheidung überhaupt, da wir so alles mitnehmen konnten (u.a. Fahrräder) und völlig unabhängig waren. Zu der Zeit war auch die Fähre günstig.
Wir sind so gefahren wie wir Lust hatten und hier und dort mal ein paar Tage geblieben, wo wir es schön fanden. Die Campingplätze und Strände hatten wir oft fast für uns alleine, das waren meist kleine Plätze (also nicht die high end-Dinger aus´m ADAC Führer und Co.), wo wir direkt am Meer stehen konnten. Durch die Kombintion Auto und Fahrrad haben wir echt viel zu sehen bekommen. Und egal ob Camping oder mit Ferienwohnungen, wenn ihr etwas flexibel seid, dann würde ich euch diese Art zu reisen sehr empfehlen, da man einfach so viel mehr sieht und dennoch der Strand-/ Erholungsurlaub nicht zu kurz kommt.

Wenn wir jetzt nach Süditalien fahren, wollen wir genauso reisen - Auto, Zelt, Fahrräder, stop and go frei Schnauze :-)

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