Frage von saphirblau, 324

Normandie, Bretagne oder Cote d'Azur?

Wir wollen unseren Urlaub dieses Jahr in Frankreich verbingen und wissen nicht, ob in der Normandie, der Bretagne oder an der Cote d'Azur.

Wir verbringen unseren Urlaub nicht die ganze Zeit am Strand; es ist eher so, dass wir abends noch einen kleinen Abstecher dorthin unternehmen und sonst den ganzen restlichen Tag Ausflüge an interessante Orte unternehmen. Der Strand ist also nicht am wichtigsten für uns. Dennoch wäre es schön, wenn es in dem Gebiet schöne Sandstrände gäbe. (Das ist vor allem in der Normandie und an der azurblauen Küste gegeben, oder? Liege ich richtig damit, dass die Bretagne eher Steilküsten und kaum Sandstrände hat oder bin ich einfach zu uninformiert?)

Wichtiger als Sandstrände ist aber wirklich die Umgebung - ob diese interessant ist, also: schöne Landschaften, Orte mit Charme, etwas kulturell Interessantes, vielleicht auch etwas Geschichtsträchtiges. Wir sind in unserem Urlaub meist in einer FeWo und unternehmen viele Ausflüge. Wir interessieren uns für Kultur (also durchaus Schlösser, Burgen, Ruinen(städte), Orte, an denen Sagen stattfanden, evtl. auch Museen). Dennoch sollte es nun wirklich nicht zu viel Kultur sein, die bekanntesten, schönsten kulturellen Dinge reichen aus. Wir mögen in unserem Urlaub immer einen gute Mischung (etwas Kultur, etwas Strand, schön entspannen, schön essen (was Typisches für die Region), schöne Orte/Städte besichtigen, schöne Landschaft sehen).

Wir schauen uns auch mal gerne Städte an, wo die Reichen wohnen, aber unsere FeWo sollte immer in ziemlicher Entfernung sein, weil sonst alles immer so teuer ist. Ich mag auch total solche Lavendelfelder und würde mal eines gerne fotografieren, ich mag so französische Spezialitäten wie die Tarte Tropezienne, wohinter eine Geschichte steckt und ich werde allgemein wohl ganz viele französische Spezialitäten probieren. Ich mag es nicht ganz so, in einer Riesenstadt zu sein - als Ausflug ja, wenn sie dennoch interessant ist, aber nicht als Standort für eine FeWo. Ich mag kleine, süße Städtchen, bei denen am Abend an der Uferpromenade etwas los ist, wo es schöne Restaurants und Bars gibt, eine schöne Abendstimmung, ... Sie sollten nicht komplett menschenleer und ausgestorben sein. Steilküsten finde ich im Übrigen auch sehr schön; allgemein interessieren wir uns auch wirklich für die Natur. Aber es sollte nicht das ganze Gebiet nur aus Steinen bestehen, wir lieben die Abwechslung. (Unser ganzer Urlaub sollte max. 1100 Euro kosten. Wir wollen nicht viel länger als eine Woche weg, vielleicht so 7-9 Tage in den Pfingstferien.)

Habt ihr einen Rat, welche Region/welches Gebiet von denen 3, die ich in der Auswahl habe, da am besten passen würde? Zu einem Urlaub, bei dem man vor allem schöne Städte, etwas Kultur/Geschichte und schöne Landschaft sehen will?

Ich wäre auch sehr dankbar - für mich hört sich nach kurzer Recherche einfach alles toll an. Vielleicht wisst ihr ja aufgrund meiner Beschreibung, was am besten wäre.

Antwort
von RomyO, 313

Hallo,

1.100 Euro für 3 Personen, 7-9 Tage? Einschließlich Fahrt und Übernachtung? D. h. bei 8 Tagen ca. 138 Euro für alles, auch dem Genießen französischer Spezialitäten und Eintrittsgeldern?

Das dürfte eine sehr große Herausforderung sein

Am günstigsten ist es weit weg vom Meer, also in der tiefsten Provinz. Aber selbst dort findet man Ferienwohnungen. Schau doch mal bei den Gite de France und bei France Voyage. Bei Euren Preisvorstellungen könntet Ihr Euch auch mal bei Campingplätzen umsehen, evtl. mit Mobilhomes.

Als Region fiele mir am ehesten das Perigord ein. Tolle, geschichtsträchtige Region mit wunderhübschen Orten und fantastischem Essen. Aber leider ohne Meer, dafür aber mit dem reizvollen Fluss Dordogne.

http://www.dordogne-perigord.de/

Ihr solltet also einige Abstriche bei der Planung machen. Für die Lavendelblüte ist Eure Reisezeit übrigens zu früh. Diese Pracht erlebt man, je nach Witterung, erst ab ca. Ende Juni.

Überdenke noch mal Deine Vorstellungen und Eure Budget - dann kann ich Dir evtl. weitere Tipps geben

Kommentar von RomyO ,

Die Korrekturfunktion ist noch immer mehr als unpraktisch - also habe ich es gelassen .... Lieber Support, es wäre nett, wenn das alles hier wieder etwas nutzerfreundlicher wäre. Dann würde die Beteiligung vielleicht auch wieder lebhafter werden.

Kommentar von Roetli ,

Je nach Wetter vorher, gibt es blühende Lavendel'felder' manchmal auch erst Mitte Juli...

Kommentar von saphirblau ,

Aber Ende Mai/Anfang Juni wird es wohl trotz z.B. sehr, sehr gutem vorherigem Wetter nicht werden, oder?

Kommentar von rfsupport2 ,

Liebe/r RomyO,

ich kann verstehen, wenn die Umstellung ungewohnt ist. Dennoch glauben wir, dass mit der Zeit das Redesign eine bessere Bedienung ermöglicht. Gerade im Sektor der mobilen Geräte hat das Redesign große Vorteile.

Da wir bei reisefrage.net mit gutefrage.net in einem Boot sitzen, kannst du deine Bedenken gerne im Forum von gutefrage.net öffentlich machen.

Für konstruktive Vorschläge sind wir im Team dafür immer offen.

Beste Grüße,

Holger vom reisefrage.net-Support

Kommentar von saphirblau ,

Hallo, danke für die Antwort.

Ja, 1100 Euro für 3 Personen für 7-9 Tage war zumindest geplant, aber du hast Recht - das erscheint mir jetzt auch etwas knapp. Es ist nur so, dass wir fast immer in den Pfingstferien in Urlaub gehen (nicht so heiß, nicht so überfüllt) und da ist es ja nicht so teuer wie im Sommer. Außerdem gehen wir in eine FeWo - welche ist jetzt natürlich noch nicht klar, wir wissen ja noch nicht wohin in Frankreich, aber die darf pro Nacht nur max. 70 Euro kosten (ja, das ist möglich - wir hatten bisher nur so billige FeWos, z.T. eher billiger). Dann wären von den 138 Euro noch 68 Euro pro Tag übrig - ja, wirklich etwas wenig, wie ich jetzt merke. Aber wir sind tatsächlich mal bei einem zwölftägigen Urlaub in den Pfingstferien auf Korsika mit 1400 Euro durchgekommen. Ich denke allerdings, dass ich das Budget von 1100 auch noch auf so etwa 1500 Euro hochschrauben kann - aber mehr wirklich nur ungern. Ist Urlaub in Frankreich wirklich so teuer? Egal, ob Azurküste, Atlantik, Normandie, Bretagne - wo auch immer?

Eigentlich sind wir in Urlauben immer sehr gerne an der Küste, im Landesinnern eher nicht so, mehr so für Ausflüge. Aber ich werde mir das Perigord mal durch den Kopf gehen lassen - hört sich gut an, ist nur nicht das, was ich mir zunächst vorgestellt hatte.

Camping könnten wir uns übrigens auch vorstellen, passt dann auch besser zum Budget. Wäre allerdings unser erstes Mal campen.

Das mit den Lavendelfeldern ist klar - hab ich einfach nicht nachgedacht, oh Mann... Aber gibt ja noch genug andere schöne Fotomotive :)

Kommentar von RomyO ,

Hallo,

letztes Jahr waren wir für ein paar Tage am Etang du Thau. Das ist ein Salzwassersee, der nur durch einen schmalen Damm vom Meer getrennt ist. Dort findet man herrliche weitläufige Strände.

Die Gegend ist wirklich interessant, und die entzückenden Orte Meze oder Marseillan müssen sich hinter den üblichen Verdächtigen an der Cote d´ Azur wirklich nicht verstecken. Außerdem lädt die großartige Stadt Sète mit ihren Kanälen und ihrem Hafen zum Besuch ein.

http://www.marseillan.com/deutsch/marseillan-decouvrir.asp

Es gibt dort sehr preiswerte Fisch- und Meeresfrüchte zum Genießen. Ebenso Austern, die dort in hervorragender Qualität gezüchtet werden. Wenn man sich ein wenig umsieht und aufpasst, wo die Einheimischen einkaufen oder essen gehen, ist Frankreich oft sogar erstaunlich günstig.

Unterkünfte in allen Preisklassen, auch Campingplätze, gibt es reichlich.

Antwort
von Gabrille55, 231

Hallo Saphirblau,

wir waren schon sehr oft in der Normandie aber leider nur ein paar Tage auf der Hinreise in die Bretagne. Die Landschaft ist dort sehr schön und abwechslungsreich. Von Le havre aus kann man sehr gut die Gegend erkunden z.B. Honfleur, Deauville und Caen oder die endlosen Sandstrände Plage du Debarquement. Besonders das alte Seefahrerstädtchen Honfleur hat uns gut gefallen. Es gibt an der Küste entlang Wanderwege.

Unsere Standorte in der Bretagne (wir waren früher auch mit unseren Kindern hier):

Saint Jacut de la Mer: von hier aus kann Mont St. Michel, Cancale, St Malo und Rennes mit seinen vielen Sehenswürdigkeiten besichtigt werden. Bei Ebbe kann man stundenlang am Strand entlang wandern und Muscheln sammeln. Wir sind an der Rance bis Dinan gefahren. Landschaftlich sehr schön und es gibt am Fluß entlang schöne Wanderwege und viele Vögel.

St. Cast de Guildo: hier waren wir die letzten 2 Jahre zwei Mal weil es ein idealer Standort ist um den Norden der Bretagne zu entdecken. Schöne Sandstrände, wilde Klippen und üppiges Grün. Wir waren dieses Jahr im Januar. Da haben bereits Ginster und Kamelien geblüht und es hatte 14 Grad. Eine Traumstraße führt von Cap Frehel (mit dem Fort Latte) über Sables-dÒr nach Pleneuf de Val Andre. Es lohnt sich unterwegs aus dem Auto zu steigen und einen der vielen Abschnitte des Wanderweges GR 34 zu begehen. Fantastisch! Wenn Dir mehr nach Städten oder größeren Orten ist auch kein Problem. Hier bietet sich Dinard (Dienstag und Samstag ein großer Markt mit regionalen Produkten), St. Brieuc und Lamballe an.

Trebeurden: idealer Standort für Erkundungen an der Cote de Granit Rose. Dort gibt es interessante Steingebilde die aussehen wie Drachen oder Dinosaurier. Angesehen haben wir uns Morlaix mit seinem Eisenbahnviadukt das den Yachthafen überspannt, Lannion und den Parc Naturel Regional de Amorique. In Ploumnach gibt es ein beheiztes Meerwasserbecken zum Schwimmen.

Penestin: dieser Ort liegt im Süden der Bretagne und ist nicht minder schön als der nördliche Teil aber von der Landschaft her doch anders. Nicht so wild und zerklüftet wie der Norden. Dafür gibt es hier die Salzfelder von Guerrande und den Grande Brienne. Dieses Naturschutzgebiet befährt man mit einem größeren Kahn. Zu sehen gibt es viele geschützte Vögel und Tiere. An der Küste gibt es Wanderwege. Besucht haben wir außerdem Lorient und Quimper mit seinen Fachwerkhäusern und der großen Kathedrale und nicht zu vergessen Carnac mit seinen 3000 Megalithen die einen sehr mystischen Eindruck vermitteln, vorallem wenn man so wie wir das Glück hat mutterseelenallein den Ort zu besichtigen.

Zum Essen: grundsätzlich würde ich Dir empfehlen mittags zu essen da es viele sehr günstige Mittagsmenüs für 12 bis 17 Euro (für 3 Gänge) gibt. Abends ist es meist etwas teuerer. Es gibt viel frischen Fisch und Muscheln.

Provence: hier waren wir ein paar Mal in Beau de Provence. Das liegt zwischen Aix au Provence und Avignon. Der ideale Ausgangspunkt für Erkundungen des Luberongebirges, Avignon, Orange oder Aix au Provence. Es lohnt sich auch ein Besuch der Camargue. In dieser Gegend findest Du die riesigen Lavendelfelder die sich dann im Wind wiegen. Leider ist heuer Pfingsten zu früh für die Lavendelblüte. Schön ist es aber trotzdem dort.

Dordogne: hier muß ich Romy Recht geben dies ist eine der schönsten Ecken Frankreichs. Wir waren letzten September dort in der Nähe von Sarlat. wir haben jeden Tag etwas unternommen und haben doch in den 14 Tagen nicht alles geschafft. eine Kanufahrt auf der Dordogne, wunderschöne Gärten besichtigt, viele Schlösser und Burgen, die sagenhaften Höhlen von Lascaux und die Grotten. Das Essen ist dort noch relativ günstig und sehr üppig. Wir haben für das Abendessen selten mehr als 19 Euro bezahlt und die Flasche Wein hat 10 Euro !!! gekostet. Es gibt große Märkte auf den man Nußöl, Trüffel und vieles mehr kaufen kann.

Gewohnt haben wir immer in Ferienwohnung und die haben wir über fewodirekt gebucht. Die Auswahl ist riesengroß und man findet immer was für seinen Geldbeutel.

Ich hoffe die Infos von mir helfen Dir weiter und wenn Du noch Fragen hast kannst Du mich gerne kontaktieren.

Schöne Grüsse

Gabrille

Kommentar von RomyO ,

Eine schöne, ausführliche Antwort. DH!

Antwort
von fraugrohee, 212

Das Budget halte ich auch für sehr niedrig.

In der Bretagne gibt es alles, was du beschrieben hast: Sandstrände, kleine Orte und auch Städte, geschichtsträchtige Denkmäler (Menhire, Kirchen, Burgen, Calvaire), regionale Küche (Meeresfrüchte, Buchweizen-Crêpes, Cidre). Man kann auch wandern (Küste). Im Vergleich zur Côte d'Azur ist es weniger warm und das Wetter feuchter. Lavendelfelder gibt es nicht, dafür Artischocken und Blumenkohl-Felder, Kühe, Schafe, Weizen.

Manche Leute bevorzugen die Südbretagne (Morbihan), die ist weniger wild als der Westen und der Norden. Vergleichsweise wohlhabende Städte sind Rennes, St.Malo (im Osten/Norden), Quimper (Westen) - alles sehr sehenswerte Städte. 

An Pfingsten war ich noch nicht in der Bretagne, aber wahrscheinlich ist es schon recht warm, kann aber regnen.

Antwort
von trvlhannah, 193

Ich persönlich finde Cote d'Azure unglaublich schön. Man hat viel mediterranes und natürlich frnzösisches Flair :)

Antwort
von janaokus, 187

Ich war mit meiner Familie an der Cote d'Azur in einem kleinen Dorf in der Nähe von Nizza. Der Urlaub hatte für mich alle Aspekte die du dir wünscht, kann den Ort daher nur empfehlen :)

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