Wohin ist man schon früher in die Alpen gereist?

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6 Antworten

Das 19. Jahrhundert begann mit einer Epoche der Empfindsamkeit und der Romantik. Da waren Alpenquerungen auch als Erleben für sich (vorher waren sie nur lästige Notwendigkeit, die man so schnell wie irgend möglich über Brenner oder Reschen hinter sich brachte). Passagen wie die Via Mala, Gotthard/Schöllenenschlucht Grosser Sankt Bernhard, Simplon wurden befestigt und Schneisen für den noch sehr exklusiven Tourismus.

Aber auch Orte wie Interlaken, sowie die per Boot gut erreichbaren Orte an den Alpenseen wie Vevey/Montreux am Genfersee, am Vierwaldstätter See Luzern samt Rigi, Orte an den oberitalienischen Seen wurden bereist. Auch die Adelsberger Grotten waren schon bekannt

Mit den Eisenbahnen und gegen Ende des 19. Jh Bergbahnen gings richtig los. Viele der Orte haben sich gehalten: Wie zum Beispiel

  • Chamonix (Frankreich)
  • St. Moritz (Schweiz; neben den oben bereits erwähnten Orten)
  • Grindelwald, Andermatt, Oberwallis mit Aletschgletscher
  • Semmering, Bad Ischl (Österreich)
  • Cortina d´Ampezzo, Meran (damals auch Österreich)
  • Gardasee (teilweise Österrecih, teilweise Italien)
  • Luganer See, Comer See, Lago Maggiore

und sicher noch einige mehr

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In das Cadore z.B.... 22 kleine Ortschaften im Tal zwischen den Spitzen des Peralba und des Pelmo, mitten in den Dolomiten, die von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurden. Die großen Felswände färben sich beim Sonnenuntergang langsam von rot bis lila: das Phänomen der ENROSADIRA. Hier hat der Mensch antike Spuren hinterlassen: im Weidegebiet von Mondeval auf 2150 Meter Höhe zwischen Croda del Lago und Pelmo wurde das Skelett eines Mannes gefunden, der in der Mittelsteinzeit lebte, gestorben während er im Sommer vor ca. 7.500 Jahren auf Jagd ging. Die reiche Ausstattung dieses Mannes, begraben im Schatten eines großen Felsblocks, lässt an einen zivilisierten Stamm denken…. Wasser, Wälder, Weiden aber auch Wirtschaft, Industrie, Unternehmensgeist und Mobilität haben es den Menschen aus dem Cadore erlaubt, zu überleben, zu leben. Heute genau wie gestern trifft sich hier das Wechselspiel zwischen natürlichen Ressourcen und menschlicher Handlung. Diese Berglandschaft, dieses Cadore war schon immer auch ein Reiseziel: die berühmten 3 Zinnen von Lavaredo aber auch die kleine Molkerei heute zum Museum geworden, die tägliche Arbeit der Kunsthandwerker und Viehzüchter, die spät am Abend noch den Käse herstellen, auch der Weg der grossen Reisenden fuhr hier durch. Und in Perarolo di Cadore gibt es den Palazzo Lazzaris. Der Palast wurde Anfangs des 18. Jahrhunderts von einer reichen Holzhandelsfamilie gebaut und in den Jahren darauf langsam erweitert. Ende des 18. Jahrhunderts wurde der Palast zum Ferienaufenthaltsort der Königin Margherita von Savoyen. Damals wohnten dann hier 50 Menschen und 18 Pferde konnten in den Stallungen untergebracht werden. Der Palast gehört heute der Gemeinde von Venedig, die ihn einer sozialen Genossenschaft, die sich hier gut auskennt, zur Verfügung gestellt hat, um dort den neugierigen Cadore Reisenden eine warme Gastfreundlichkeit anzubieten. Lust gekriegt? Übrigens hier kommt der berühmte Maler Tizian her....und... Perarolo di Cadore liegt direkt am Piave kurz hinter dem Staudamm, der das Wasser für den Cadore See bei Pieve di Cadore sammelt. Der Fluss entsteht auf 2037 m Höhe und fließt bei Venedig in die Adria. In Perarolo werden die Gewässer des Piave vom Fluss Boite angereichert und somit entstand seit dem Mittelalter bis Anfang des 20 Jahrundert in Perarolo die Flößerei als Hauptwirtschaftszweig. An zahlreichen Schleusen und Wasserstuben wurden die in den umliegenden Wäldern gefällten Baumstämme aufgehalten und für den Weitertransport im Verteilungszentrum Perarolo di Cadore eingesammelt und dann ging’s den Fluss runter, um Venedig zu erbauen.....

Der Lazzaris Palast - (Europa, Italien, Österreich) Wo liegt das Cadore - (Europa, Italien, Österreich) Wie es früher war - (Europa, Italien, Österreich) Cibiana del Cadore - (Europa, Italien, Österreich) Die Kirche von Damos - (Europa, Italien, Österreich) Das Holz - (Europa, Italien, Österreich)
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Leserin 08.03.2012, 18:47

interessant - Danke

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Hallo,

im 19. Jahrhundert war der Königssee ein romantisches Topziel- nicht nur für den "Kini". Ebenso der Eibsee an der Zugspitze. So viel mal zu Bayern.

LG

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und natürlich auch nach Südtirol kamen Adelige bereits im 17. und 18. Jahrhundert. Mal abgesehen vom Ötzi, der ja noch früher hier war ;-)

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Tirol, Bayern sind sicher alte Reiseziele

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Hallo,

der traditionellste Wintersportort der Alpen ist St. Moritz. Auch Davos und Interlaken besucht man als Tourist seit den 1850er Jahren. Auf der Rigi nahm am 21. Mai 1871 als erste Zahnradbahn Europas die Vitznau-Rigibahn ihren Betieb auf. Nachdem Berner Oberland und dem Graubünden wurde dann das Wallis (Zermatt und Saas Fee) touristisch erschlossen.

Wiki: Der Alpinismus, der Ende des 18. Jahrhunderts auf dem europäischen Kontinent stärker einsetzte, brachte bescheidenen Fremdenverkehr zunächst in der Schweiz, im 19. Jahrhundert auch in Österreich.

http://www.bleyenberg.de/schweiz/schweiz.htm

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