Wo treffen die italienische und französische Kultur aufeinander?

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3 Antworten

Eine Reise an die Cote d Azur wäre wohl genau das Richtige für dich - nach Menton vielleicht: "Palmen und Yachten beherrschen das Bild von Menton, wenn man vom Quai Napoleon in die Stadt hinein blickt. Das Bild wechselt allerdings, wenn man sich der Altstadt nähert. Dann dominieren schöne alte Häuser, sowie enge Gassen und Straßen das Stadtbild, die auf einen Hügel hinaufführen. Man wähnt sich dort bereits in Italien, was auch daran liegt, dass zwischen vielen Häusern Wäscheleinen gespannt sind.........."

Das ist aber eine sehr komplexe Frage! In der Geschichte hat es immer wieder Kriege, Besatzungen oder auch Bündnisse gegeben. Die ganze Familie der Medici hat viel mit Frankreich zu tun gehabt...Sogar Neapel war mal von den Franzosen regiert....der ganze Norden...in Rom gibt es unzählige Spuren...in Sizilien...Schon bei Wikipedia findest Du viel Geschichte. Natürlich wurde dadurch auch die französische Kultur von den Italienern beeinflusst...die Architektur z.B. Es ist ein hoch interessantes und sehr weiter Thema. Nur eins: in der Valle d'Aosta sind Italienisch und Französisch offiziell gleichgestellt. Sogar in der italienischen Verfassung ist die doppelsprachige Version Valle d’Aosta/Vallée d’Aoste verankert. Alle öffentlichen Ämter richten sich nach der Zweisprachigkeit. In der Schule haben Italienisch und Französisch denselben Stellenwert. So müssen Abiturienten aus dem Aostatal sowohl eine Italienisch- als auch eine Französischprüfung ablegen. Die meisten Menschen sprechen italienisch benutzen aber das Patois, ein francoprovenzialischer Dialekt. Es gibt wirklich viel zu lesen über dieses interessante Thema...viel Spass!

ciao, Lemat - geschichtlich gesehen hast du natürlich recht, allerdings wirst du selbst zugeben müssen, dass im Aosta-Tal nicht viel von "französischer Kultur" zu finden ist.., ebensowenig in Sizilien oder Rom... Hier in Venedig waren auch die Franzosen einige Male - aber man merkt nix davon! ;-)

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@tintoretto

Dem Kommentar von "tintoretto" hinsichtlich des Aosta-Tales kann ich nur voll zustimmen. Wir haben dort acht Jahre gewohnt und wahrlich keinen französischen Einfluß bemerkt. Einzige Ausnahmen, die ins Auge fallen, sind die zweisprachigen Orts- und Straßennamen. Obwohl jeder "Valdostano" der französischen Sprache mächtig ist, gibt es keine besondere Beziehung zu Frankreich.

Da ist der alemannische Einfluß durch die Walser weit stärker sichtbar: Sprache, Trachten, Lebensweise und Architektur (in den Tälern von Gressoney und Ayas).

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ciao, im Südosten Frankreichs liegt die Region Provence-Alpes-Côte d'Azur. Das Gebiet hat durch Jahrhunderte immer wieder den "Besitzer" gewechselt, war mal französisch, mal italienisch. Und das merkt man heute noch.

http://de.franceguide.com/

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