Wo lauern die größten "Touristenfallen" und wie kann man sie vermeiden?

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10 Antworten

Ich war in Marokko in der Nähe von Essaouira. Laut Reiseführer (den ich im Hotel gelesen und liegengelassen hatte) befand sich in der Nähe das Haus von Jimmy Hendrix. Ich habe dann in einem kleinen Restaurant gefragt. Der Mann erzählte mir, ja, da sei ich ganz genau richtig, das wäre hinter dem Restaurant. Der Eintritt würde bei ihm bezahlt. er nahm 2x 20 Euro und führte uns dann in seine Garage, in der ein Poster von Hendrix hing, sonst aber nix war. Der hätte halt keinen Luxus, sondern Ruhe gesucht. Ich war recht enttäuscht. Später erfuhr ich, dass das Haus (eine Villa) auf einen kleinen Insel vor der Küste lag. Also 40 Euro in den Sand gesetzt. Verhindern hätte ich es können, indem ich (zusätzlich zum Ablegen meiner Naivität, allen möglichen Leuten alles mögliche zu glauben), den Reiseführer sorgfältig gelesen hätte. Also: Wer lesen kann, ist klar im Vorteil. Dann: ich fragte auf einem Parkplatz nach Parkgebühren. Es waren pro Stunde fast 10 Euro, so dass ich nur eilig durch den Ort schritt und nach einer Stunde wegfuhr. Später erfuhr ich, dass es für 24 Stunden 1 Euro gewesen wären. Dann fragte ich nach dem Preis für Zigaretten an einer Art Kiosk. Mir kamen 10 Euro pro Schachtel hier auch recht teuer vor, ich dachte, nun gut, es sei wohl so bei ausländischen Marken. Natürlich war es nicht so!! 20 Euro zahlte ich auch für eine Kameltour. Der Mann sagte, er sei bitterarm, er war barfuß, hatte abgerissene Klamotten und sagte, seine armen Kamele hätten so Hunger. Am gleichen Abend kam mir plötzlich ein Mann (im Anzug) in einem Nachtclub in Essaouira bekannt vor, der am Tresen stand, Cocktails trank und Mädels anbaggerte. Das war der arme Kamelführer. Die 40 Euro hatten ihm wohl schon sehr geholfen :) Das waren einige der Tourifallen, in die ich in Marokko tappte. Meine Lektion: nicht alles glauben und vorher sorgfältig lesen und mich am besten erkundigen bei Leuten, die sich auskennen :)

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Sannemann 21.08.2013, 10:15

Die Geschichte mit dem Jimi Hendrix-Haus ist der Brüller! :-)))

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Lillllye 21.08.2013, 12:30

Eines fällt mir gerade noch ein, ich war in Agadir in einem Shop, der superschöne T-Shirts hatte. Die waren auch relativ günstig. ich habe gleich zugegriffen und wollte 5 Stück kaufen. Der Verkäufer sagte, er könne mir besser Originalverpackte geben, die wären dann noch nicht anprobiert worden und super sauber. ich dachte, das ist aber nett und nahm 5 eingepackte. Ich habe sie erst später, als ich wieder in Marrakesch war, ausgepackt. Dabei sah ich, dass sie nur geschickt eingepackt waren. Bei allen T-shirts fehlten die Arme, so dass ich 5 quasi Muskelshirts aus Marokko habe :) Ich habe noch mehr Geschichten aus Marokko in Erinnerung.... alle zusammen reichten wohl aus, dass ich auf ewig in die Annalen als dümmste Touristin des Jahres eingegangen bin... Also noch ein Hinweis: Ware genau prüfen vor dem Kauf.

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ManiH 21.08.2013, 13:43
@Lillllye

Mir gefällt besonders die Erzählung mit dem Kamelführer Super gut!! ;o}

Glaube nicht, dass du es damals lustig fandest, heute kann man es aber mit Humor berichten und selbst darüber lachen??

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Lillllye 21.08.2013, 13:59
@ManiH

Es gab einige Situationen, über die ich in Marokko nicht lachen konnte. Dazu gehören aber nicht die geschilderten. Bei dem Jimmy Hendrix "Museum" oder dem Kamelführer habe ich schon gelacht. Ich glaube kaum, dass irgendjemand außer mir so deppisch war, sich die Garage zeigen zu lassen :D Ich kann mich auch daran erinnern, dass ich beim Auspacken der unfertigen T-Shirts den ganzen Abend so Tränen lachen musste, so dass sich das Geld für sie eigentlich absolut gelohnt hat :) Ich habe eines von ihnen zum Andenken aufbewahrt und muss heute noch grinsen, wenn ich es in der Schublade sehe :)

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Ich hab in Ägypten mal Piaster als Wechselgeld zurückbekommen, das ist da wohl ein beliebter Trick, weil manche Scheine den Pfundnoten so ähnlich sehen.

Den Vogel abgeschossen hat meine Kollegin auf einer gemeinsamen Türkeireise vor drei Jahren. Sie hat sich bei einem Juwelier einen Goldring gekauft, Neuware natürlich. Als sie den Ring abends beim Abendessen herumzeigte, fragte jemand, ob die Gravur im Ring im Preis inbegriffen war und wer denn eigentlich Thorsten sei...

Der Ring wurde am nächsten Tag zwar anstandslos gegen einen angeblich diesmal wirklich neuwertigen (zumindest hatte der keine Gravur) umgetauscht. Die Geschichte mit Thorsten in Side ist allerdings bis heute ein Running Gag, sie darf sich immer wieder fragen lassen, ob sie mal wieder was von Thorsten aus Side gehört hat...

Touristenfallen sind meiner Meinung nach definitiv auch die Lederfabriken in der Türkei. Ich habe sowas mal im Rahmen eines Tagesausflugs besucht und wir haben uns den Spaß gemacht, einfach mal zu probieren, wie weit wir die Jacken herunterhandeln können. Ich habe es von einem Ausgangspreis von 750 Euro auf 200 gebracht. Und damit war die Jacke dann sicher immer noch gut bezahlt. ;-)

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Da gibt es wohl unendlich viele Geschichten, besonders in Restaurants. Ich fühle mich meist in eine Touristenfalle getappt, wenn ich einen Ort aus einer Nebenstraße heraus erlebe und sehe, künstlich das Treiben auf der Hauptstraße am Ort der Sehenswürdigkeit ist....

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"Touristenfallen" gibt's überall dort, wo Touristen hinkommen ....

.Ich hatte mir vorgenommen, die teuren organisierten Landausflüge während einer Kreuzfahrt gegen billigere -solche, bei denen man ja nach Aussagen vieler Seereisender "auch viiiiel mehr sieht"...- zu tauschen .

Erster Versuch :Lissabon-Stadtrundfahrt mit einem Taxi.....der Fahrer warb mit einem Schildchen am Wagen :"Spreche deutsch" , und los ging's -3 h für 45 €.....Aber nix mit "deutsches Sprache" und überall "Stau", darum weitläufig umfahren ..... Gesehen hab' ich fast nichts anderes als nur dunkle ,unheimliche Gassen ...erfahren gar nichts .....nur 45€ rausgeschmissen.....

Ein organisierter Halbtagsausflug mit deutschsprachiger Reiseführung hätte zwar 55€ gekostet ....wäre aber bestimmt effektiver gewesen ....Nur soviel auch zu den gelobten ( billigeren!!)Landgängen "auf eigene Faust ".....

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der "klassiker" diesbezüglich sind taxifahrten: wenn die fahrt in der gegenrichtung dann plötzlich nur mehr halb so lang dauert und auch nur mehr die hälfte kostet, weiss man, dass man teuer spazieren gefahren worden ist...

wie kann man's vermeiden: mit linienbus, u-bahn, ... fahren wenn es die möglichkeit gibt!

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gustav 25.08.2013, 12:33

Da hast du Recht - da muss man sich aber immer erst "reinfinden" - danke für den Tipp!

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Auch ich bin schon in eine Touristenfalle getappt. Und zwar in China. Ich habe mir in einer Jadefabrik einen kleinen Jadebuddha gekauft. Er sollte gleich für den Flug unkaputtbar verpackt werden. Während das gute Stück verpackt worden ist, ging ich zur Kasse um zu bezahlen. Danach bekam ich mein Päckchen ausgehändigt. Erst daheim habe ich den Buddha wieder ausgepackt. Es kam zwar ein Buddha aus dem Paket, aber es war nicht der Buddha, den ich mir im Laden ausgesucht habe. Er war von minderer Qualität.

Ich habe jetzt für mich aus diesem Vorgang gelernt, daß ich immer, wirklich immer, meine ausgesuchte Ware direkt vor meinen Augen einpacken lasse. Ich wende keinen Blick mehr ab. Ich kann dieses Vorgehen nur jedem empfehlen. Denn ruckzuck ist irgendetwas ausgetauscht und hinterher ärgert man sich über seine Unaufmerksamkeit.

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Das ist korrekt, der Besuch des Burj Kalifa ist kostengünstiger und man spart sich das Anstellen, wenn man die Karten im voraus entweder im Internet oder im Hotel vorbestellt.

Das kann man bei den Reisevorbereitungen im Internet oder in einem Reiseführer nachlesen. Da findet man solche Tipps gewöhnlich. Das ist nach meiner persönlichen Meinung absolut keine Touristenfalle, sondern mangelnde Reise-Vorbereitung.

Aber auch uns ist dies mal passiert, wie kauften Stoff und hatten sehr gut gehandelt, dann fragten wir nach einem Schneider, weil ein wichtiger Knopf an einer meiner Jeans fehlte. Die Jeans konnte man (ohne Knopf) nicht anziehen!! Man bot uns an, dies für uns erledigen zu wollen. Leider hatten wir nicht nach den Kosten gefragt und bezahlten für das annähen eines einzelnen Knopfes DM 8,50, somit war der gut ausgehandelte Preis für den Stoff wieder Herein geholt.

Das war ungeheuer clever und unsere Schuld, denn wir hätten ja vorher fragen können/müssen. Wir diskutierten garnicht erst und nahmen's mit Humor :o}.

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gustav 25.08.2013, 12:34

Das ist vermutlich das Beste - man will ja auch den Urlaub weiterhin genießen und sich nicht die Laune verderben lassen.

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Ich würde mal behaupten, in Touri-Fallen tappst Du immer und überall, wenn Du Dich vorher nicht anständig informierst und/oder unter Zeitdruck handelst.

Ist das alles nicht der Fall, kann man überall preiswert (ich schreibe ausdrücklich nicht "billig") durch den Urlaub kommen. Solche Sachen wie die Geschichte mit dem Turm können immer passieren, genauso wie der spontan und viel zu teuer gekaufte Teppich. Warum? Siehe oben.

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Nightwish80 20.08.2013, 14:52

Ich finde vorbereitung ist alles.und es ist ansichtssache was jemand für günstig hält.

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Einmal gibt es Touristenfallen typischerweise ja nur da, wo viele Touristen unterwegs sind, sodass man sie leicht vermeiden kann, indem man in eher touristenfreie oder -arme Gegenden fährt.

Ausserdem ist es in sehr vielen Fällen so, dass eine rechtzeitige Buchung zu einem deutlich geringeren Preis führt egal, ob es sich um Züge, Fähren, Flugzeuge, .... handelt.

Ausserdem muss man in vielen Ländern damit rechnen, auf Märkten mehr zahlen zu müssen als Einheimische und das lässt sich nur vermeiden, indem man sich mit der Sprache und den örtlichen "Gewohnheiten" auseinandersetzt, ehe man das Land bereist.

Wenn man sich ohne Ahnung von Land und Sprache als Pauschaltourist irgendwohin baggern lässt, dann darf man sich nicht beschweren.

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Hallo,

mal für Deutschland:

  • Norderney

  • Sylt

  • Timmendorfer Strand

  • Tegernsee

  • div. touristische Hotspots in MUC

  • Königssee Nordende

  • Zugspitze

Und was machen? Entweder nicht hinfahren, oder die Preise (Zugspitzbahn) eben schlucken. Man kann das Problem mildern, indem man z.B. Verpflegung auf die Zugspitze mitnimmt.

LG

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RomyO 20.08.2013, 11:40

Wenn man sich am Tegernsee - so wie ich - etwas auskennt, kann man die Touristenfallen gut umgehen. Das gilt aber wahrscheinlich für jede touristische Region.

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Seehund 20.08.2013, 13:40
@RomyO

Stimmt, auch in und bei Partenkirchen kann man mit Blick auf die Zugspitze gut und günstig essen.

LG

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fredl2 20.08.2013, 13:57
@RomyO

@RomyO: ich fragte mich eben auch, wo am Tegernsee die Touri-Falle wäre. Ich hab sie noch nicht bemerkt. Rund um den Tegernsee ist`s teuer, das weiss man vorher.

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Seehund 20.08.2013, 14:05
@fredl2

Hallo fredl2,

teure Regionen neigen eben dazu, Tourifallen zu sein. Gilt ja auch für den Starnberger See. Ist für Leute ohne Ortskenntnis eben schwierig zu umschiffen. Es gibt nicht billige, aber den Preis würdige Ziele. Im Gegensatz zu Norderney wäre das z.B. Juist. Um mal wieder zum Norden zu kommen, soll ja kein Bayern-bashing werden :-)

LG

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fredl2 20.08.2013, 16:57
@Seehund

@Seehund

soll ja kein Bayern-bashing werden

Wurde auch nicht so verstanden. Bei uns ist`s so schön, da basht es sich nicht leicht ;-)

Ob Du mit Juist recht hast, werde ich nächstes Jahr mal überprüfen. Ein Arbeitskollege ist gebürtiger Juister und schwärmt auch was das Zeug hält.

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RomyO 20.08.2013, 17:05
@fredl2

Hallo fredl2, das Braustüberl in Tegernsee hat Ansätze einer Touristenfalle. Jeder will mal hin, jeder will einen Schweinsbrat´n essen ;-) und urige Bayern in Lederhosen sehen. Dabei sind die Lederhosen- und Dirndlträger meist die bösen Preußen ;-))))

Wenn man das aber im Voraus weiß, kann es dort seeeehrrrrr lustig sein.

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