Wo fängt man im Rhein am besten Fische? ORT: NRW

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1 Antwort

Hallo,

im Prinzip kannst Du am Rhein überall dort gut fischen, wo das Wasser vor den Buhnenköpfen tief ist und auch in den tiefen Buhnenfeldern (im Rheinland werden Buhnen auch als Kribben bezeichnet).

Ich hatte meinen besten Angelplatz immer in Düsseldorf am Kühlwasserauslauf des Kraftwerkes Lausward. Grundsätzlich sind Kühlwassereinfäufe immer ein guter Platz, auch, sofern Du dort angeln darfst, Hafeneinmündungen und Flussmündungen- manchmal gibt es da regionale Beschränkungen.

Die Montage richtet sich natürlich nach deinem Zielfisch. Spinnfischen klappt gut, entweder mit Dropshot-Montage oder klassisch mit Twister bzw. Gummifisch. Teure Wobbler wie Rapalas würde ich nicht nehmen, weil Du im Rhein viele Hänger hast. Ansonsten würde ich wegen der Srömung schwimmende Wobbler nehmen.

Natürlich kannst Du auch unberingt stippen (oder tunken mit hochgeschobener Pose) bzw. Matchfischen. Dann eine englische Matchpose für strömende Gewässer wählen.

Wenn ich dir eine Rute empfehlen soll, mit der Du viel machen kannst, dann wäre das eine Feederrute, meine alte Daiwa-Tom Pickering ist eine Spitzenrute für den Rhein. Eine solche Rute hat Wechselspitzen, so ähnlich wie eine Winkelpicker, ist aber größer.

Neben dem Futterkorbfischen im Strom (bin mit dieser Methode ausser bei Hochwasser noch nie ohne Fisch geblieben, schwerer Futterkorb mit einer ziemlich groben Montage) kannst Du damit (leichte Spitze) auch hervorragend auf Zander fischen, entweder mit einer Grundmontage mit Laufblei und (natürlich totem) Köderfisch, oder Du nimmst die Rute zum Spinnfischen. In beiden Fällen würde ich ein Kevlarvorfach verwenden und auf Zander relativ leicht angeln, auch wenn sie bei weitem nicht so vorsichtig sind wie im stehenden Gewässer.

Auch wenn die Rute etwas stramm ist, kann man sie, mit weicher Spitze) auch als Matchrute einsetzen. wenn Du mit Futterkorb angelst, nimmst Du bei stärkerer Strömung besser die harte/dicke Spitze, manchmal hängt nämlich ein Karpfen dran und die werden im Rhein recht groß. Ich hatte mit Köderfisch auch einmal einen mittleren Waller dran. Mit Hechten ist es im Rhein nicht so doll.

Natürlich kannst Du auch mit Karpfenrute, einer kleinen/leichten Spinnrute (gute Idee) oder mit einer Hechtrute fischen. Steckruten sind besser als Teleruten. Grüß mir den Rhein, eines der besten Gewässer der Republik, ich könnte noch staundenlang weiter schreiben!

LG

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Seehund 24.05.2012, 16:38

Eine Winkelpicker könnte auch eine kleine Spinnrute ersetzen. Bei Kunstködern gehen grelle Farben gut, ich hatte mal einen Wobbler in Bachforellenform, der neongelb und -orange lakiert war. Damit habe ich mal einen Hecht und vier Zander gefangen- in 45min.

Mit der Fliegenrute (AFTMA 8-9) geht es übrigens auch sehr gut. Mit Messingkopfnymphe hatte ich guten Erfolg auf Rapfen, mit schwerem Streamer (gerade so, dass man ihn noch vernünftig werfen kann) auf Barsch und Zander.

LG

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Seehund 24.05.2012, 16:53
@Seehund

Noch etwas: Man kann den Futterkorb auch fest in die Hauptschnur einknoten (mit einem Stückchen Vorfach als "Reißleine" bei einem Hänger), die Fische haken sich im Strom dann meist selbst, der Haken sitzt schön weit vorne und man vermeidet unnötige Verletzungen.

LG

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