Wo befinden sich die schönsten Überbleibsel von amerikanischen Hochkulturen?

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5 Antworten

Hallo aus Chile! Das Thema ist in der Tat sehr breit gefächert, ich werde daher nur ein paar Details für Chile anfügen. Ganz im Norden, in und rund um das Valle de Azapa, gibt es Geoglyphen und Mumien (rot und schwarz) aus der Tiwanacu Kultur, die schon vor tausenden Jahren das Bindeglied zwischen der heute chilenischen Küste und den Völkern im Hochland Boliviens waren. Weiter im Süden lebten und leben die Atacameños, deren Relikte zum Grossteil im berühmten Museum des Paters Le Peige in San Pedro de Atacama und im Prekolumbianischen Museum in Santiago ausgestellt sind. Noch weiter im Süden leben auch heute noch die Mapuche, die zwar keine grossartigen Bauten und Schmuckstücke herstellten, aber auf einen Kulturschatz ohne gleichen zurückblicken können. Es gibt natürlich auch weitere Unter- und Nebengruppen dieser Ethnien.

Concepción Chile - (Südamerika, Kultur, Peru)

Auf jeden Fall gehört Macchu Piccu in Peru dazu! Besonders deshalb, weil sich das ganze auf über 200 Metern auf einem Berggipfel befindet. Auf jeden Fall sehr sehenswert. Die Stadt Cusco ist in der Nähe, dort kann man auch gut übernachten und sich ein paar Tage aufhalten. Wer körperlich fit ist, kann auch hochlaufen. Das würde ich persönlich empfehlen, wenn man es sich zutraut.

Hallo Werther,

Puuuh, das ist eine ziemlich globale Frage. In Kolumbien auf jeden Fall San Augustin und Tierradentro. In Ecuador u.a. Ingapirca. Peru ist ein besonders weites Thema, dort besonders Makchu Pikchu (Macchu Pichu), Sachsayhuamán/Kenko/Tambomachay, Cuszco, die Moche Kultur, Naszca, Chauchila,.... Und natürlich in den Goldmuseen der genannten Länder, in Peru wäre das in Lima, in Ecuador Quito und in Kolumbien Bogotá. In Bolivien sind vor allem Tihuanako (Tiwanaku) und Samaipata sehenswert. Es gibt aber noch eine Reihe von Inkafestungen, an denen man im Hochland mal vorbeikommt, sowie eine Reihe von Kultstätten. In Der chilenischen Atacama hat mich der riesige "Gigant der Atacama"-Geoglyph sehr beeindruckt, er liegt etwas am Hang, so dass man ihn auch vom Boden aus sehen kann, hier von oben: http://www.gooearth.de/2007/02/13/the-atacama-giant/

LG

Die Azteken erwähne ich nur einmal kurz. Aber sagt Dir das Volk der Muisca etwas. Wenn nicht, dann sagt Dir der Name „El Dorado“ etwas. Der sagenhafte Goldschatz. Alexander v. Humboldt hat die Kultur der Muisca mit deren der Inka und Azteken verglichen. So kann man noch heute den See besuchen und die Versuche ansehen, wie die spanischen Eindringlinge des Goldes im See habhaft werden wollten. Ein Muisca-Floß aus Gold kann man sich heute im Goldmuseum von Bogotá ansehen. Du siehst zwar hier keine Steine. Wenn Du Dich aber mit der Legende von El Dorado beschäftigst, dann spürst Du die geheimnisvolle Ausstrahlung am See. Übrigen seit etwa 20 Jahren darf nach dem sagenhaften Goldschatz nicht mehr gesucht werden. Eine zweite Kultur ist die Tairona-Kultur, die in der Sierra Nevada de Santa Maria bis zum Eintreffen der Spanier existierte. Diese nicht durch die Spanier vernichtete Kultur errichtete Ciudad Perdida. Dazu bedurfte es einer höheren gesellschaftlichen Entwicklungstufe. Die indigenen Völker von damals haben überlebt und leben heute wieder in der unteren Sierra Nevada. Auch vor den Inka gab es schon Hochkulturen, wie die Nasca-Kultur mit ihren Scharrbildern. Oft sind diese untergegangen und die Erinnerung en sind mit dem Untergang verschwunden, weil es noch keine Aufzeichnungen gab, wie wir sie aus unseren Bibliotheken kennen.

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