Wirksames Mittel bzw. Medizin gegen Seekrankheit?

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Tipps gegen Seekrankheit

Vor Seekrankheit ist ja niemand wirklich geschützt und Übelkeit und Schwindel haben schon so manchen Urlaub verdorben. Ein Mittel mit 100% Garantie, welches absolut nebenwirkungsfrei ist, gibt es leider nicht, aber einige Tipps. Die Medikamente wie Vomex und Co helfen zwar ganz gut, machen aber oft auch müde - im ernsthaften Fall gibt es im Schiffshospital Hilfe - hat man sich allerdings bereits übergeben müssen, helfen keine Tabletten mehr - dann muss die Spritze her ....

Gerade bei Kindern sollte man nicht auf irgendwelche womöglich hochdosierten Medikamente in Eigenverordnung zurückgreifen, sondern sich vor der Reise beim Kinderarzt bzw. in einer Apotheke ausführlich beraten lassen.

Neben den herkömmlichen Medikamenten ( Antikistaminika ) wie Tabletten oder Pflaster aus der Apotheke, gibt eine ganze Reihe von anderen (Haus-)Mittelchen aus der Kombüse:

Einige Forscher setzen auf die Wirkung von hochdosiertem Vitamin C ( 2 Gramm ). Es soll beim Abbau der Histamine helfen, die im Körper bei Seekrankheit gebildet werden. Einen Bericht hierzu erschien in der Zeit: Vitamin C

Nun kann ja der Verzehr von Vitamin C haltigem Obst grundsätzlich nicht schaden. Zitrusfrüchte enthalten viel Vitamin C oder man nimmt es direkt in konzentrierter Form zu sich. Einen Versuch ist es wert und hat schon vielen geholfen - auch Seeleute empfehlen oft den Verzehr von grünen Äpfeln oder Orangen!

Übrigens begründen die Forscher diese These mit der Tatsache, das Schweine nicht seekrank werden, da ihr Körper selbstständig Histamine abbaut. Dass übermässig viele Histamine während einer aufgetretenen Seekrankheit freigesetzt werden, gilt inzwischen unter Fachleuten nahezu als erwiesen. So gesehen könnte man Seekrankheit wohl auch als leichte Histamin-Vergiftung bezeichnen.

Auch Ingwer soll bei manchen zwar eine gute Wirkung haben - allerdings wirkt Ingwer durchaus wehenfördernd ( aber nicht unbedingt auslösend), weshalb gerade Schwangere hier vielleicht lieber etwas vorsichtig sein sollten.

Weiterhin empfehlen Schiffsärzte einen immer gut gefüllten Magen ( und wenn es nur eine warme Suppe oder ein Brötchen ist - essen hilft ) und frische Luft - also rauf an Deck und ablenken !!!

Übrigens sinkt auch im Schlaf der Histamin Spiegel - im Zweifelsfall also: rauf an Deck, einkuscheln und aufwachen, wenn der schlimmste Seegang überwunden ist

Wieder andere Seereisende empfehlen Akkupressur Armbänder, diese sind mitunter allerdings nicht ganz billig und es wird inzwischen auch ein ganz ordentliches Geschäft wird überteuerten Produkten betrieben. Also vergleichen bzw. beraten lassen - am besten in der Apotheke.

Tabletten gegen Seekrankheit bekommt man üblicherweise im Bedarfsfall auch an der Rezeption oder im Hospital.

!!!!

Tipp: Wenn man weiss, das man zu Seekrankheit neigt, unbedingt eine Kabine in der Schiffsmitte und auf den unteren Decks buchen - hier ist der Seegang nicht so extrem spürbar wie im Bug oder Heck bzw. auf den oberen Decks.

siehe auch: http://www.kidsoncruise.de/pageID_8103860.html ;o) ( Bzgl. Quellensucher: priv. Seite - den Text brauch ich nicht in Anführungszeichen setzen - er ist von mir )

Ich weiß nun nicht, ob du auf einer großen Fähre oder einem Segelboot bist... Ich persönlich halte wenig von Medikamenten, auch wenn ich immer wieder sehr mit der Seekrankheit zu kämpfen habe. Das Problem liegt ja eigentlich im Gehirn: Die Augen melden, dass man an einem Tisch sitzt, sich in einem geschlossenen Raum befindet und ein Buch liest. Also: Ruhe. Das Gleichgewichtsorgan im Ohr aber sagt, dass man sich bewegt. Das sind widersprüchliche Reize, die den Körper überfordern. Es ist also eigentlich eine ganz natürliche Reaktion. Statt diesen nun mit Medikamenten zu bremsen, versuche ich grundsätzlich, mich daran zu gewöhnen. Nach zwei bis drei Tagen hat sich der Körper meistens mit dieser Widersprüchlichkeit abgefunden und reagiert nicht mehr mit Übelkeit. Bis dahin hilft es, sich möglichst im Mittelteil des Schiffs aufzuhalten, entweder dicht über dem Wasserspiegel (tiefe Kabinen: ruhigerer Wellengang) oder auf Deck (Frischluft, Möglichkeit, sich zu bewegen und einen Punkt am Horizont zu fixieren); mit dem Schiff bewegen, nicht gegen die Bewegung lehnen. Wenn man dann wirklich akut seekrank ist, flach auf den Rücken legen, den Kopf ruhig halten und die Augen schließen oder einen Punkt am Horizont fixieren. Mir hilft auch oft Musik auf den Ohren. Und nicht zu kalorienreich essen, um es dem Magen nicht noch unnötig schwer zu machen. Ich würde nur im äußersten Notfall zu Medikamenten greifen, also wenn keine Zeit zum Eingewöhnen bleibt und man sonst vielleicht keinen Schlaf bekommt. Ansonsten finde ich nämlich, dass man dem Körper die Möglichkeit geben sollte, selbst mit Problemen fertig zu werden und die Seekrankheit ist ja nun im eigentlichen Sinne gar keine "richtige" Krankheit.

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