Wie wichtig ist für euch eine richtig gute Vorbereitung eurer jeweiligen Reise?

...komplette Frage anzeigen

13 Antworten

Ich habe immer ein paar 'Eckdaten' von Unternehmungen/Besichtigungen, die ich (eigentlich) gern machen möchte, auf einer Liste.

Da ich jedoch immer allein unterwegs bin und überall in der Welt in Hostels oder privat übernachte, bekomme ich dort viele Tipps zu bei uns hier eher unbekannten Plätzen und Möglichkeiten, die ich mir unbedingt anschaue sollte - was ich dann oft auch in die Tat umsetze.

Manchmal finde ich selbst aber auch auf meinen ausgedehnten 'Erkundungsgängen' in fremden Städten etc. Gegebenheiten, wo ich mich länger aufhalte (örtliche Hochzeiten/Begräbnisse, Konzerte/Tänze, versteckte Hinterhöfe, Schulen/Waisenhäuser mit Besuch dort etc. etc.).

So passiert es immer mal, daß ich die Zeit für die mir vorgenommenen Besichtigungen garnicht mehr in voller Länge habe und damit (nur manchmal) schweren Herzens auf einen 'Hotspot' verzichte!

So ging es mir z.B. im Norden von West-Australien - eigentlich wollte ich in die Bungle Bungles, blieb dann das erste Mal schon etwas südlich von Broome hängen, wo ich eine Woche in einem Aborigine-Dorf bei einer Lehrerin wohnen konnte, den Alltag der Ureinwohner teilen und auch in zwei Klassen 'hospitieren' durfte. Aus Zeitgründen bin ich dann von dort schon wieder zurück nach Perth aufgebrochen, habe jedoch in einem Hostel in Port Hedland erfahren, daß es auf der Strecke durchs Outback (also nicht wieder an der Küste entlang) zum einen riesige Eisenerz-Minen gibt, die man besichtigen kann und zum anderen vor allem auf einigen 'Stationen'/riesigen Schaffarmen die Möglichkeit besteht, in den Schafscherer-Quartieren zu übernachten. Beides waren außerordentliche Erlebnisse für mich - zum einen die riesigen roten Tagebau-Bergwerke mit den entsprechend riesigen Fahrzeugen und zum anderen im Niemandsland der Steppe zu wohnen, nur von beachtlich großen Waranen, Känguruhs, Schafen und Papageien umgeben. Da habe ich dann die Bungle Bungles garnicht mehr vermißt, obwohl die auch traumhaft sein sollen.

Das jetzt nur als Beispiel, daß eine gewisse Planung grundsätzlich gut ist, daß man sich aber immer selbst genügend Freiraum für kurzfristige Änderungen geben und auch mal fähig sein sollte, auf irgendein sog. 'must have' zu verzichten und dafür ganz besondere, eigene tolle Erfahrungen zu machen!

Wer hat dann letztendlich eigentlich was "verpaßt" :-)?

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ich mache einen Unterschied zwischen Vorbereiten und Planen.

Beim Vorbereiten geht es darum, was will ich da sehen/erleben/riechen/tun/... und ggf, wenn ich nicht alleine reise, was wollen die Anderen. Welche Ziele gibt es, gibt es explizit Schlechtwetterziele oder auch Schönwetterziele ? Damit ich die Zeit vor Ort füllen kann, wenn mir danach ist bzw. Vorschläge machen kann, was wir unternehmen können; erfahrungsgemäss habe ich mehr gelesen als meine Mitreisenden.

Planen geht dann ins Konkrete. Welche/s Quartier/e, lohnt überhaupt vorher kümmern oder findet sich vor Ort was? Wie stelle ich Mobilität vor Ort sicher ? Rahmendaten für Flug-Fährenbuchung, wenn erforderlich. Und klar, den ganzen Visa-/Papierkram im Vorfeld, Impfungen, was immer ne Rolle spielt. Aber es geht mir nicht um Vorplanen ganzer Tage oder gar der ganzen Reise. Dazu gibt es viel zu viele Impulse vor Ort, die es mir wert sind zu integrieren. Oder auch die spontane Lust auf n gutes Buch und nen Rotwein auf der Terrasse.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Kommt zwar darauf an, wohin und wie lange, aber im Prinzip versuche ich immer weniger vorzubereiten und fahre einfach los. Also zB nur die erste Übernachtung in einem exotischen Land buchen und dann vor Ort weitersehen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Leider bin ich sehr unorganisiert und plane meinen Urlaub bzw. Reise eigentlich nicht groß. Ich lese zwar ein wenig über das Reiseland, aber eine Liste mit Sehenswürdigkeiten mache ich mir nicht. Das übernimmt dann eher mein Freund. Er sucht dann auch meistens die Sehenswürdigkeiten aus. Am Ende unseres Urlaubes, wenn ich mich dann mit anderen Touristen unterhalte, merke ich dann eigentlich auch immer was ich alles verpasst habe. Aber dann ist es schon zu spät. Jedes Mal nehme ich mir dann vor, im Voraus mehr zu recherchieren, aber das mach ich dann doch nicht.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Eigentlich kommt es auf den Urlaub an. Wenn man eine Rucksackreise macht, dann würde ich nicht so viel planen. Falls du z.B. in ein Hotel gehst für 2 Wochen dann würde ich schon einiges planen. Eigentlich kann man auch im Hotel nachfragen, die geben auch meistens gute Tipps.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Eine gute Reiseplanung finde ich schon gut, vorallem wenn es in eine Region geht die zum erstenmal besuche. Allerdings scheue ich auch davor zurück alles bis ins kleinste Detail zu verplanen, das hemmt wirklich jede Spontanität. Es sollte immer Freiraum vorhanden sein um auch mal umzuplanen oder spontan etwas zu unternehmen. Gute Erfahrung habe ich gemacht wenn die Anreise gut vorbereitet ist, sprich: Flüge, Zugverbindungen, wo parken am Flughafen, Reiseroute mit dem Auto, evtl. Zwischenübernachtung usw. Zuhause informiere ich mich auch in soweit über das Reiseziel, das ich in etwas weiß was wir anschauen oder erleben wollen.Was ich nicht so gut finde, wenn man schon jetzt seinen Sommerurlaub für das nächste Jahr verplant, viele haben ja sogar schon ihre Unterkunft gebucht. Das ist mir zu früh. Auch liebe ich es einfach mal so, ohne jegliche Vorplanung zu verreisen. Dann kann man einfach auf sich zukommen lassen was kommt und da bleien wo es einem gefällt. Es hat eben beides sein Vor- und Nachteile. Ich denke optimal ist ein guter Mix aus Vorbereitung und Spontanität.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
snowy 15.10.2012, 11:23

Mir fällt nun aber doch noch ein Punkt ein der gegen einen durchgeplanten Urlaub spricht: die Regeneration, einfach mal das tun wofür sonst die Zeit fehlt, nämlich Nichts, die schwerste aller Freizeitbeschäftigungen, herumwandern ohne Ziel, irgendwo sitzten und schauen, genießen, Mensch sein.

0

Das Eine schließt das Andere doch nicht aus!

Für mich fängt eine schöne Reise eigentlich schon mit der Idee an. Wenn ich die Idee habe als nächstes da-und-da-hin zu fahren stöbere ich zuerst mal ein wenig im Internet ... dann schaue ich in der Bibliothek nach ob es was passendes gibt. Ich spreche natürlich auch gerne mit Menschen darüber was ich vorhabe und bekomme so auch oft sehr interessante Informationen.

Natürlich kaufe ich mir auch passende Literatur (Reiseführer aber auch Romane) oder lasse mir gerne Bildbände schenken (man hat ja immer mal Geburtstag, Weihnachen usw. und die Kinder sind über Geschenktipps froh und tun sich da gerne zusammen ...)

Die Zeit vor der Reise genieße ich also auch schon und nutze sie zum Infos sammeln. Ich schreibe Ideen und Tipps, die mir gefallen auf Post-its und klebe sie in den Reiseführer oder schreibe mir Listen. Das macht mir viel Spaß.

Wenn ich dann unterwegs bin habe ich eine Fülle von Möglichkeiten auf der Hand - aber ich lasse mich davon nicht beschränken. Ich muss nicht allles machen. Oft kommen ja auch ganz spontan Sachen auf einen zu, oder man entdeckt beim Bummeln Unerwartetes.

Das Geheimnis ist: Alles kann ... nichts muss ... aber es darf ...

dazu braucht man aber natürlich auch Zeit für Muse und die sollte man im Urlaub natürlich mit dabei haben.

Mein Mann macht es gerade anders herum:

Er fährt relativ unvorbereitet mit, wir besprechen abends was der nächste Tag bringen wird und wählen aus usw.

Nach der Reise setzt er sich dann an den Computer und bearbeitet die Bilder und schreibt seinen "Reisebericht", angereichert mit Fotos und Informationen aus verschiedenen Quellen. So erlebt er die Reise im Nachhinein noch mehrmals ganz intensiv. Das dauert meist mehrere Wochen und am Ende wird ein mehr oder weniger dickes "Buch" daraus. (Das letzte hat er sogar professionell binden lassen).

Mir macht es dann immer wieder Spaß darin zu blättern - auch wenn meine persönlichen Erinnerungen manchmal ganz andere Schwerpunkte haben so bleiben auch die in mir lebendig.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Hallo und guten Morgen,

also für mich ist eine gute Vorbereitung vor Antritt der reise besonders wichtig. Ich persönlich finde es ist äußerst wichtig richtige Kleidung mitzunehmen um für jeden Wetter gewappnet zu sein. Auch die medizinische Versorgung sollte gedacht werden.

Grüße

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Urlaub soll Freiheit bedeuten, keinen Zeitplan kein Muss kein Plan. Die schönsten Urlauber für mich waren immer die am schlechtesten geplanten. EInfach ins Auto und durch Kroatien zum Beispiel, besser war nichtmal mein 3.000 Euro Aida Karibik urlaub. Aber da ist jeder Mensch einfach anders, denke es gibt hier kein besser oder schlechter. Meine Freundin kann das zum Beispiel nicht, da muss vorher jeder Schritt geplant sein

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Bevor ich eine Reise antrete, informiere ich mich zuerst in der Bibliothek über mein Reiseziel. Dann kaufe ich mir einen Reiseführer um die Reise genauer zu planen. Alles was auf meiner Liste steht schaffe ich nie, muß ja auch nicht sein. Dafür hab ich vielleicht von anderen Reisenden tolle Tipps bekommen, die ich dann näher entdecke. Verpaßt habe ich eigentlich nie etwas. Zum Zeitpunkt der Reise war immer alles genau richtig.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Eine gute Planung ist ja keine Variante der Planwirtschaft - bekanntlich die Ersetzung des Zufalls durch den Irrtum - sondern eine Vorbereitung auf alle Eventualitäten, die einem auf Reisen begegnen können.

Da ich meist in eher exotischen Ländern unterwegs bin und das auch noch häufig allein, ist eine gründliche Planung und Vorbereitung schon sehr sinnvoll.

Das bedeutet sicher nicht, dass ich nicht von Tag zu Tag oder auch mal innerhalb von Minuten alles auf den Kopf stellen und meine "Planung" ändern muss oder will, aber auch darauf bin ich bei einer guten Planung vorbereitet.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

**Hi, die letzten Tage haben wir es hier aber mit dem Planen, scheint ansteckend zu sein **

Also planen tue ich nur das was ich in dem jeweiligen Land oder der ausgewählten Stadt ansehen und/oder besuchen moechte. Auch mache ich mich ueber Sitten und Gebraeuche kundig. Ich denke man muss wissen wo man sich aufhaelt und sich entsprechend anpassen, das kann Kleidung und auch Verhalten betreffen. So hätten wir es ja auch gerne hier in Deutschland. Manches ergibt sich aber auch noch vor Ort durch Gespraeche mit Touristen oder Einheimischen.

Einer gewissen Spontanitaet lassen wir genug Platz.

Was dann das Planen mit dem Koffer und Kleidung betrifft, das übernimmt im Wege der Arbeitsteilung meine Frau, in Absprache mit mir. Auch waehrend des Urlaubs sprechen wir miteinander ab, was wir taeglich unternehmen wollen oder ob man nur relaxen moechte.

So kommt Jeder zu seinem Recht und das war's dann auch ohne stressiges oder verbissenes Planen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Tja, "die richtige Art ist in den Urlaub zu fahren" ist für jeden was anderes. Ich halte es eher wie Du und fahre bisher mit wenig bis ohne Plan weg.

Natürlich macht man sich Gedanken, was man sehen möchte, grobe Richtung halt. Nicht selten habe ich auf dem Weg dorthin anderes entdeckt, was mich zu dem Zeitpunkt viel mehr interessierte. Oder ich war einfach schlapp von bisher Gesehenem und blieb halbe Tage in einem schönen Cafe sitzen und "studierte", was der Einheimische so macht.

Da ich gerne mit den öffentlichen Verkehrsmitteln im jew. Land unterwegs bin, habe ich auch bereits so manchen Bus verpasst und bin dann eben mit einem anderen gefahren - manchmal auch in eine andere Richtung.

Falls mir nach der Rückkehr jemand erzählt, ich hätte dies und jenes "verpasst" und mich wurmt das......na, dann fahr ich halt irgendwann nochmal in die Gegend.

Es ist Urlaub und das Wort "muss" beschränke ich auf die üblichen Vorgänge, für die ich keine Wahl habe ;-)

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?