Wie nimmt man als Tourist heutzutage Kuba wahr?

...komplette Frage anzeigen

2 Antworten

Ich war vor 2 Jahren dort, mit dem Mietwagen herumgefahren und immer in einer "Casa particular", offizielle Privatvermieter, genächtigt. Hatte sehr nette und anregende Gespräche mit den Gastgebern, gute häusliche Küche, sehr empfehlenswert.

Politik war mitunter auch ein Thema, meisten haben sich kritisch über Castro etc gezeigt. Mitunter war sogar eine Aufbruchsstimmung feststellbar. Angst vor Bespitzelung war kein Thema, will aber nicht bestreiten, dass es das (und vorsichtige Leute) auch gibt.

Der wichtigste Tipp für Kuba: Pass auf vor den Touristenabzockern. Da bietet ein Passant an, einem den Weg zu zeigen, fährt mit, weil er "eh gerade Zeit hat" und beim Aussteigen verlangt er dann dreisterweise 30 USD, ein Haufen Geld für dort. Da muss man hart sein oder nachgeben ...

Oder dass Dir jemand anbietet, dich auf die gesuchte Tabakplantage zu lotsen (er arbeitet dort, muss eh gerade hin und zückt auch einen "Ausweis" mit dem Namen der Plantage und seinem Foto. Tja. Wir haben eine Plantage besichtigt, war echt interessant, auch ein paar Zigarren gekauft - nur: Es war eine ganz andere Plantage, nicht die gesuchte.

Ansonsten: Sehr, sehr sehens- und erlebenswert!

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Na ja, der "Normaltourist" erlebt einen schönen preiswerten Karibik-Urlaub und er trifft auf der Straße auf freundliche Menschen in einem interessanten Land. Auch Einladungen in ein Privathaus, wenn man die Hotel - Bereiche im weiteren Umfeld verlässt, sind durchaus möglich. Auf der Suche nach dem Haus von Hemingway wurde ich mal von Familien der halben Straße, die dann zum Haus führte und die ich um Auskunft bat, eingeladen und mit Alkohol abgefüllt. Sobald es aber ans politisch "Eingemachte" geht wird es natürlich schwierig. Die "Nachbarschafts- Komitees zur Verteidigung der Revolution stellen ein perfektes Bespitzelungssystem dar. Da wollen die Leute nicht wirklich Ärger, da der Tourist wieder abreist und sie da bleiben müssen. Leute, die als systemkritisch auffallen, wie etwa Internet-Blogger, haben ganz schnell ein Ausreise- und Jobverbot. Man kann hinfahren- sollte aber wissen, wie leider in anderen Teilen der Welt auch, dass die Realität hinter der touristischen Fassade ein andere ist.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?