Wie hoch kann bei Pauschalreise die Umschreibegebühr für eine Ersatzperson maximal sein?

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3 Antworten

Schwierig, schwierig, eine plausible Antwort! Kleingedrucktes lesen!! Wann habt ihr online bestellt? Wann soll die gebuchte Reise sein? Habt ihr eine Paper- Bildschirmkopie mit den vollständigen Namen aller Reisenden (vor/bei der verbindlichen) Online-Bestellung gemacht? Selbst eine RRV zieht hier nicht mehr. Ich würde diesen Fall höflich und freundlich zu klären versuchen. Die Ist-Kosten für eine ev. Umschreibung auf eine andere Person sind von FTI nicht im Detail nachzuweisen. Das ist keine Rechtsauskunft.

Mal sehen was RAs hierzu schreiben.

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Mirthe74 27.11.2012, 21:35

Das Kleingedruckte sind nur die AGB. Daraus hatte ich die entscheidende Passage bereits zitiert. Weitere Bedingungen waren bei der Buchung zumindest nicht einsehbar. Entsprechende screen-shots habe ich gemacht. Wir haben online am 19.bestellt, die Reise soll genau 1 Monat danach sein. Wir haben eine am Ende des online-Vorgangs die FTI-Anmeldebestätigung mit allen Buchungsdaten kopiert. Da sind unsere Namen korrekt eingegeben. Außerdem hat uns FTI Service (das Reisebüro) selbst folgendes geschrieben: "Wir hatten Ihren vollständigen (Vor-)Namen an den Veranstalter weitergeleitet und wenn möglich um kostenfreie Änderung gebeten, da bei Linienflügen die Namen wir im Reisedokument erfasst sein sollten." Nach 5 Tagen mehrerer höflicher emails von uns haben wir noch mal folgendes geschrieben: "Sie sind weder bereit, die Buchung zu stornieren, noch wollen Sie Zusicherungen machen, dass ich mit meiner Tochter durch die falschen Tickets Einreisen erhalte. Damit ist ist eine Leistung des Veranstalters von vorneherein nicht gewährleistet. Auch kein Wort Ihrerseits darüber, welche Vorkehrungen und Entschädigungen Sie für mich und meine Tochter für den Fall anbieten, dass es auf der Reise zu Problemen wegen der Tickets kommt. Unsere Geduld wegen Ihren Fehlern eine gütlicher Einigung zu finden ist nach etlichen ausweichenden oder nichtssagenden Antworten Ihrerseits am Ende." Auch eine daraufhin gesetzte Frist verstrich ohne irgendwelche Zugeständnisse, im Gegenteil es hieß:" "Bedauerlicherweise können wir Ihnen aber keine Garantie für die Einreise geben. Gern können Sie sich direkt mit der Fluggesellschaft in Verbindung setzen."

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Hallo liebe Mirthe74,

sorry, aber das glaube ich nicht!! So oder so!

Das wäre ja "Reisewucher"! Wenn ihr online eine Reise bei FTI gebucht habt, müßtet ihr doch danach eine Buchungsbestätigung oder eine "verbindliche Buchungsanfrage" erhalten haben. Danach hat man immer noch die Möglichkeit, eingeschlichene Fehlerteufel kostenfrei zu beseitigen. Der Fehler liegt ja bei Euch quasi auf der Hand... Dürfte sich ja nur um ein zwei Buchstaben handeln.

Anrufen und aufklären. Andonsten würde ich mit dieser Forderung von FTI einen Anwalt aufsuchen. Keine rechtsverbindliche Auskunft, aber ich bin sicher, dass ein Anwalt da positiv weiterhilft. Allerdings denke ich, dass es sich bei dieser Angelegenheit zwischen Dir und FTI nur um ein Mißverständnis handelt! Also: sprechen" ps. Bei Air Berlin hatte ich mal eine Namensänderung (nur Flug, keine Pauschalreise) und das hat ganze 25,- € gekostet...

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Mirthe74 27.11.2012, 21:50

Danke Moglireisen! Es klingt ja so unwahrscheinlich, aber hier die Fakten: Wir haben am Ende der online-Buchung eine Anmeldebestätigung mit allen Daten bekommen und kopiert. Da waren unsere Namen korrekt. Außerdem schrieb uns FTI service (das Reisebüro) 2 Tage später: "Wir hatten Ihren vollständigen (Vor-)Namen an den Veranstalter weitergeleitet und wenn möglich um kostenfreie Änderung gebeten, da bei Linienflügen die Namen wir im Reisedokument erfasst sein sollten." Am 23. schrieb fti service: "Soeben erhielten wir folgende Rückmeldung, welche wir Ihnen gern zukommen lassen. Die Änderung des Namens ist laut der Airline zu Kosten in Höhe von 1487,00 Euro (sogar noch 17€ teurer als in Erinnerung)möglich. Der korrekte Name ist, wie bereits mitgeteilt, bei der Airline hinterlegt. Der letzte Buchstabe ist bei Buchung weggefallen, da nur eine bestimmte Anzahl von Buchstaben auf den Tickets hinterlegt werden können."(Mein Name hat insgesamt 20 Buchstaben, auf allen früheren Reisen erschien er komplett auf den Tickets!) Heute kam auf eine von uns gesetzte Frist für eine gütliche Einigung nur als Antwort: "Bedauerlicherweise können wir Ihnen aber keine Garantie für die Einreise geben. Gern können Sie sich direkt mit der Fluggesellschaft in Verbindung setzen".

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soedergren 28.11.2012, 11:17
@Mirthe74

Jetzt muss ich nochmal ganz genau nachfragen:

Was habt ihr wie wo wann gebucht?

Einmal steht da online, dann etwas vom RSB "FTI Service". Dann schreibst du, Ihr habt eine korrekte Anmeldebestätigung mit korrekten Namen bekommen, 2 Tage später aber eine Rückmeldung auf einen Namensänderungswunsch? Dazwischen fehlt doch etwas?

Außerdem: geht es nur um das Flugticket und da nur um einen einzelnen Buchstaben bei einem Namen? Solche einzelnen Buchstaben machen idR wenig Probleme, auch wenn sie falsch sind (eine 100%ige Garantie gibt's da zwar nicht, aber mir sind da noch nie Probleme untergekommen, wenn nur der letzte Buchstabe fehlt).

Grundsätzlich können zwar Änderungen am Ticket derartig hohe Kosten verursachen (das ist dann nicht die Umbuchungspauschale des RV, sondern der Passus "weitere Kosten seitens der Leistungsträger (z.B. Ticketausstellungskosten etc.)", und bei Fluggesellschaften ist man da schnell mal bei 100% Storno- und Neubuchungskosten).

Da die ganze Sache relativ kompliziert 'rüberkommt, würde ich wie moglisreisen schon geschrieben hat, mich ansonsten an einen Anwalt wenden - allerdings kostet auch der Geld, und wenn es nur um einen einzelnen Buchstaben geht würde ich persönlich es einfach darauf ankommen lassen.

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Mirthe74 28.11.2012, 15:17
@soedergren

Nochmal zum Verständnis: Online am 19.11. bei FTI.de gebucht. Direkt am Ende der online-Buchung erscheint von FTI die Meldung: "Vielen Dank für Ihre verbindliche Reiseanmeldung auf ...fti.de. Wir haben Ihren Buchungsauftrag unter folgender Eingangsnummer gespeichert..." Bitte überprüfen Sie die unten angegebenen Daten auf ihre Richtigkeit und informieren Sie uns unverzüglich, wenn Sie Abweichungen feststellen" Dann folgen u.a. unsere Namen. Die dort vollständig erscheinen! 2 Tage später dann die email. von "FTI.de In Kooperation mit erf24 touristic services GmbH", welche für die FTI Touristik für die Korrespondenz mit den Kunden tätig ist. (Ein online-Servicebetrieb, kein klassisches Reisebüro an der Ecke!) des Inhalts, dass der Name vom Veranstalter nicht vollständig übernommen worden ist. Auch gestern wiederholte erf24, dass sie bedauerlicherweise deswegen keine Einreisegarantie geben können. Was schon für einen Vertrag über eine Reise ein erheblicher Mangel ist! Vorallem aber werden alle unsere Bitten, uns wenigstens für den Fall, dass es Probleme gibt, dafür entstandene Kosten zu ersetzen, völlig ignoriert!

Nun zu den Umbuchungskosten für eine mögl. Ersatzperson: 1)"Erlaubt ein Reiseveranstalter auch gegen Zahlung einer Umbuchungsgebühr nicht, dass ein Teilnehmer der gebuchten Reise durch einen anderen ersetzt wird, darf die Reise abgesagt werden - gegen Rückzahlung des Reisepreises. Die D.A.S. wies auf ein entsprechendes Urteil des Amtsgerichts Leipzig hin. Anders lautende Geschäftsbedingungen des Veranstalters sind laut Gericht unbeachtlich". Amtsgericht Leipzig, Az. 109 C 6537/06 2)Das Bürgerliche Gesetzbuch, § 651b, ist hier eindeutig: "Bis zum Reisebeginn kann der Reisende verlangen, dass statt seiner ein Dritter in die Rechte und Pflichten aus dem Reisevertrag eintritt." Dies darf der Veranstalter nur verweigern, wenn es besondere Gründe gibt, beispielsweise bei einem Tauchurlaub, der spezielle Eigenschaften voraussetzt, oder wenn Gesetze oder behördliche Anordnungen entgegenstehen. Quelle: .forium.de/redaktion/reiseteilnehmer-duerfen-ausgetauscht-werden/ 3)Als angemessen gilt eine Pauschale von bis zu 30 Euro pro Reise, da eine Umbuchung immer mit einigem Verwaltungsaufwand verbunden ist. Manche Reiseveranstalter werten eine solche Umbuchung als fiktiven Rücktritt und gleichzeitige Neuanmeldung. Entsprechende AGB, wonach dann Stornogebühren anfallen, sind unwirksam. (Verbraucherberatung NRW) http://www.vz-nrw.de/Umbuchung-von-Reisen-nur-mit-OK-des-Veranstalters

Mich würde interessieren, ob ein Anbieter wie FTI sich zu Recht auf von Fluglinien in Rechnung gestellte hohe Kosten berufen kann, da so der §651b ausgehebelt wird. Und insbes. wenn in den AGB nicht gesondert darauf hingewiesen wird, dass der Veranstalter die Reise mit Ticketkontigenten anbietet, wo die Kosten einer Namenänderung einer Neubuchung entsprechen. Davon wird man in der email überrascht, die auf die Buchung folgt und in der man neben der Buchungsnummer erfährt: "Bei Buchung ist auf korrekte Schreibweise der Teilnehmernamen lt. Reisepass zu achten. Bei Linienflügen und Paketbuchungen ist eine Änderung teils nur zu sehr hohen Kosten bis hin zu Stornierung und Neubuchung möglich, wobei die Stornierung nicht den pauschalisierten Stornosätzen der Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Reiseveranstalters unterliegt."

Nochmal: Von Pakebuchungen und hohen Kosten bis hin zu Stornierung und Neubuchung erfährt man erst nach der verbindlichen Buchung! Da es doch kein Einzelfall ist, eine Ersatzperson zu benennen, wollte ich zunächst die Erfahrungen im Forum kennen lernen, bevor ich mich einem unbekannten RA anvertraue.

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soedergren 28.11.2012, 15:57
@Mirthe74

Also, grundsätzlich dürfen RVs Umbuchungskosten weitergeben, die ihnen tatsächlich entstehen, das wäre auch kein Ausgebeln des 651b und letztlichen auch richtig, denn es kann auch RVs bei einer Umbuchung nicht zugemutet werden, dass sie an eine Fluggesellschaft sagen wir mal 500EUR zahlen müssen, vom Kunden aber nur pauschal 30EUR bekommen dürfen.

ABER: in eurem Fall, wenn das alles so korrekt dargestellt ist, sehe ich da überhaupt keine UMbuchung.

Wenn der RV den Namen des Reisenden falsch übernimmt und ggf. falsch bestätigt (was steht in der tatsächlichen BUCHUNGSbestätigung, nicht der Anmeldebestätigung??), dann ist eventuell gar kein Vertrag zustandegekommen - allerdings ggf. nur bezüglich des "falsch" bestätigten Reiseteilnehmers. Wenn es denn so wäre hättet ihr zwar keinen Anspruch auf die Reise, der RV aber auch keinen Anspruch auf irgendwelche Zahlungen gleich welcher Höhe.

Da dies aber wirklich den Rahmen eines solchen Forums sprengt, kann ich euch nur raten euch an die Verbraucherzentrale oder gleich an einen Anwalt zu wenden.

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Mirthe74 28.11.2012, 17:03
@soedergren

Danke! In der Buchungsbestätigung ist in der Anschrift/Adresse der Name vollständig, nicht jedoch im Feld "Teilnehmer" (wo die beiden Reisenden aufgeführt werden). Kommt bei Zahlung der Vertrag stillschweigend zustande? Wie stehen die Chancen, dass der RV die Zahlung zurückerstattet, wenn man ihn darauf aufmerksam macht, dass der Vetrag nicht zustande gekommen ist. Wie finde ich einen darin ausgewiesenen RA? Wir hatten wegen des Namensproblems überlegt, dass evtl mein Mann statt meiner mit meiner Tochter reist. Eine Neubuchung (falls FTI zustimmt, dass kein Vertrag zustande gekommen ist) wäre zum jetzigen Zeitpunkt aus versch. Gründen schwieriger.

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Mirthe74 28.11.2012, 17:52
@Mirthe74

Hallo soedergren. Ich möchte 2 Punkte zu deiner Antwort ergänzen. Erstens die Umbuchungskosten für Ersatzpersonen: Natürlich sollen die RV nicht auf Kosten sitzen bleiben -obei es schön wäre, wenn diese dem Kunden transparent gemacht würden. Aber genauso sollte der Reisende vor Buchung darüber informiert werden, welche Kostendimensionen in seinem konkreten Buchungswunsch für eine Ersatzperson anfallen. Der Kunde weiß ja nicht, welches Art von Kontingent mit entspr. Kosten für Ersatzperson er beim RV bucht. Jedenfalls kann ich solche Infos auf der Buchungsplattform von FTI nicht erkennen. Dass es überhaupt zu solchen hohen Kosten kommen kann, sollte man beim Reisenden auch nicht von vorneherein voraussetzen, denn darüber ist Ottonormalkunde nicht informiert, bzw. darüber wird er auch im Reisebüro (an der Ecke) wohl ungefragt in den seltensten Fällen aufgeklärt. Letztlich wird auch hier der Schutz, den der Gestzgeber dem Verbraucher, denke ich, zukommen lassen will (im Sinne des §651b) umgangen. Zweitens denke ich doch, dass die Informationen, was den häufigen Fall der Ersatzperson anbelangt, ganz gut in dieses Forum passen.

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soedergren 29.11.2012, 07:05
@Mirthe74

Hallo Mirthe74, dass das hier den Rahmen sprengt hatte ich auch eher speziell auf deinen Fall bezogen, als auf die allgemeine Diskussion bezüglich der allgemeinen Umbuchbarkeit.

Denn, in deinem Fall müsste man eben erst mal sehen, ob überhaupt eine Umbuchung vorliegt, ob überhaupt wirksam ein Vertrag zustandegekommen ist, wenn nicht wie und und welchem Umfang und mit welchen Rückerstattungschancen (ohne dass der RV sich querstellt) zu rechnen ist, und so weiter... also einiges. Auch wenn man prinzipiell im Recht ist, kann es ja durchaus sein, dass die Gegenseite sich querstellt...

Manchmal kann es helfen, denn RV auf die komplette kostenlose Rückabwicklung mangels Vertrags hinzuweisen, nett und freundlich natürlich, aber auch mit Fristsetzung. Eine Umbuchung liegt nämlich, wenn der RV selbst einen Fehler beim Namen gemacht hat, mE nicht vor.

Wenn der RV darauf nicht, hilft halt nur der Ganz zum Anwalt, wenn man es nicht wegen des einen Buchstabens einfach darauf ankommen lassen will (wie gesagt, mir sind da nie Schwierigkeiten untergekommen). Anwälte (Spezialisten braucht es nicht unbedingt, ein guter Allgemein-Anwalt kann das wunderbar) findet man am besten durch Empfehlung im Freundes- und Bekanntenkreis. Wenn es denn doch unbedingt ein Fachanwalt sein soll, wende dich an die lokale Anwaltskammer (findet man im Telefonbuch, ob gedruckt oder online ;-)

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Schreibt vor der kostenpflichtigen Beauftragung eines RA höflich, kurz und nur sachbezogen an:

Sekretariat FTI-Touristik, CEO Dietmar Gunz, Landsberger Str. 88, 80339 München.

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Mirthe74 28.11.2012, 15:25

Wir sollen bereits in 3 Wochen fliegen, wohnen im Ausland und haben deswegen nicht den Briefweg gewählt. Ob eine email an Herrn Gunz durchkommt, wer hat damit Erfahrung? Wir werden es versuchen! Eine Reihe von kurzen, sachbezogenen emails an internet@FTI wurden nur höflich aber sehr ausweichend oder nichtssagend beantwortet.

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heima 29.11.2012, 09:21
@Mirthe74

Oh, seid ihr umständlich, sorry!!!

Schreibt sofort 1 Brief per Eilpost an den CEO. Dieser Brief ist in 24h an der Zieladresse! Bei einer Email an FTI Gunz gibt sein Sekretariat dies an die Serviceabteilung zur Bearbeitung weiter. Dietmar Gunz lässt sich nur über eine einvernehmliche Lösung berichten. In der Serviceabteilung sitzen auch sehr nette und aufgeschlossene RAs. Die Zeit für eine FTI-Antwort bis zur Reise reicht sicher noch aus. Solltet Ihr aus irgendwelchen Gründen keinen Eil-Brief (aus dem Ausland) nach D senden können; dann macht es doch so: Email an einen Freund in D/ oder an die caritative Einrichtung von der aus ihr im Ausland seid, der/die schreibt dann CEO Gunz's Sekretariat an.

MfG

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