Wie habt ihr auf Stornierungen von Seiten Booking.com reagiert.....

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2 Antworten

Hallo Salento,

das geht fast schon in den Bereich "Recht". Also erst mal ist eine Buchungsbestätigung sehr bindend. Der Vertrag ist in jedem Fall abgeschlossen und auch wirksam. Stellt sich nur noch die Frage, ob er nicht anfechtbar ist und hier muss ich dir mitteilen: Es könnte tatsächlich sein. Als Anfechtungsgrund wäre hier Irrtum denkbar. Wer also bei Abgabe einer Willenserklärung im Irrtum war, kann eine Erklärung anfechten. (§119 BGB) Das gilt aber nur, wenn er das bei Kenntnis der Sachlage und bei verständiger Würdigung des Falles nicht abgegeben haben würde. Da lässt sich also darüber streiten.

Anders ist es mit deinen Flügen: Wird eine Willenserklärung erfolgreich angefochten (könnte hier tatsächlich der Fall sein), ist das Rechtsgeschäft von Anfang an als nichtig anzusehen. (§142 BGB)

Was dann aber einspringt, ist ein Schadenersatzanspruch, den du an den Anbieter hast, da du auf der Wirksamkeit des Geschäfts vertraut hast. (§122 BGB)

Das heißt, ggf. vorhandene Stornokosten (bzw. den Preis des Fluges, wenn eine Stornierung nicht möglich ist), ist vom Anbieter zu zahlen.

Ich hoffe, das war so knapp wie möglich und so ausführlich wie nötig geschrieben. Wenn du etwas nicht verstehst, oder noch Fragen hast, schreib einfach.

liebe Grüße

Chris

PS: Ich bin kein Jurist und habe lediglich Jura-Grundkenntnisse. Dies ist keine Rechtsberatung.

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Kommentar von AnhaltER1960
26.06.2014, 17:07

fast ins Recht ist gut. Mit der Frage kann man ein juristisches Proseminar bestreiten. Fängt ja schon damit an, welches Recht überhaupt gilt. Wenn Booking nur als Vermittler auftritt, und der Vertrag direkt zwischen Vermieter und Reisendem zustandekam, ist noch nicht mal ausgemacht, dass deutsches Recht (BGB) gilt.

Dem Fragesteller kann ich nur raten einen im Reiserecht versierten Anwalt aufzusuchen.

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Hallo!

Schalte sofort einen auf Reiserecht spezialisierten Rechtsanwalt ein. Sonst wird das eine unsichere und lange Sache. Es ist doch sicher so: Der Villenbesitzer bietet sein Haus an den Reisevermittler booking.com zum Preis von x an. Somit hat Booking.com grundsätzlich und vorrangig die Pflicht den Preisfehler vor Einstellung dieses Vermittlungsangebotes dessen Richtigkeit/ Angemessenheit zu prüfen. Hast du schon angezahlt? An wen? Ist die Anzahlung schon wieder an dich zurück überwiesen worden? Melde den Fall sofort an deine Rechtsschutzversicherung!!! Ohne guten Reise-Rechtsanwalt hast du nur Ärger. Das ist keine Rechtsauskunft.

MfG

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