Wer hat Schuld beim Preis Irrtum?

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3 Antworten

Hättet Ihr 4,5 überwiesen dann hättet Ihr einen rechtsgültigen Vertrag.

Da kein rechtsgültiger Vertrag zustande gekommen ist, müsst Ihr die 406€ nicht zahlen. Der Reiseveranstalter ist aber nicht verpflichtet euch die Reise für 9 zu verkaufen. 

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Ob der Veranstalter nun verpflichtet ist, euch die Reise fuer 9 Euro zu verkaufen? Nein, das ist er nicht.

Ob ihr verpflichtet seid, jetzt 406 Euro fuer die Reise zu bezahlen? Nein, das seid ihr nicht. Ihr koennt das Angebot ablehnen.

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Du haettest die Anzahlung von 4,50 Euro leisten sollen, dann waere der Vertrag rechtsgueltig zustande gekommen. So hatte der Veranstalter das Recht, seine offenbar irrtuemliche Bestaetigung zurueckzuziehen und ein neues Vertragsangebot zu unterbreiten. Dem kannst du zustimmen oder es ablehnen.

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Caveman 23.01.2017, 07:57

Der Reisevertrag wurde spaetestens durch die Aufforderung des Veranstalters zur Zahlung einer Anzahlung wirksam. Eine Zahlungsaufforderung wird regelmaessig als Annahmeerklaerung des dieser zu Grunde liegenden Vertragsangebots gewertet. Es spielt also keine Rolle, ob die Anzahlung bereits geleistet wurde oder nicht.

Der Reisevertrag kann vom Veranstalter jedoch gem. BGB 119 wegen Irrtums angefochten werden. Das hat dann zur Folge, dass der angefochtene Vertrag unwirksam wird.

Eine fuer solche Faelle grundsaetzliche vorgesehene Schadensersatzpflicht scheitert hier an BGB 122 Abs. 2 (dem Beschaedigten Quatschi war der Grund der Anfechtbarkeit bekannt, naemlich der absurd niedrige Preis).

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