Frage von Quaschi, 85

Wer hat Schuld beim Preis Irrtum?

Ich habe eine drei Tägige Reise zu zweit mit HP für unglaubliche 9€ gebucht und war gespannt ,ob die Reise bestätigt wird und zwei Stunden später kam auch die Bestätigung und den nächsten Tag auch noch mal ,mit der Aufforderung die Anzahlung von 4,50€ zu leisten. Da mein das keine Ruhe gelassen hat ,hat er beim RV angerufen und hat nach gefragt wo den Hacken sei . Haben wir prompt noch eine reisebestätigung bekommen. Bis dann nach nochmaligen Anruf von mein Mann weil sie sich ja bei uns melden wollten. Kam ein neues Angebot von nur 406€.

Antwort
von frankhuber, 6

Hättet Ihr 4,5 überwiesen dann hättet Ihr einen rechtsgültigen Vertrag.

Da kein rechtsgültiger Vertrag zustande gekommen ist, müsst Ihr die 406€ nicht zahlen. Der Reiseveranstalter ist aber nicht verpflichtet euch die Reise für 9 zu verkaufen. 

Antwort
von Caveman, 72

Was willst du jetzt wissen? 

Ob der Veranstalter nun verpflichtet ist, euch die Reise fuer 9 Euro zu verkaufen? Nein, das ist er nicht.

Ob ihr verpflichtet seid, jetzt 406 Euro fuer die Reise zu bezahlen? Nein, das seid ihr nicht. Ihr koennt das Angebot ablehnen.

Antwort
von huahin, 58

Du haettest die Anzahlung von 4,50 Euro leisten sollen, dann waere der Vertrag rechtsgueltig zustande gekommen. So hatte der Veranstalter das Recht, seine offenbar irrtuemliche Bestaetigung zurueckzuziehen und ein neues Vertragsangebot zu unterbreiten. Dem kannst du zustimmen oder es ablehnen.

Kommentar von Caveman ,

Der Reisevertrag wurde spaetestens durch die Aufforderung des Veranstalters zur Zahlung einer Anzahlung wirksam. Eine Zahlungsaufforderung wird regelmaessig als Annahmeerklaerung des dieser zu Grunde liegenden Vertragsangebots gewertet. Es spielt also keine Rolle, ob die Anzahlung bereits geleistet wurde oder nicht.

Der Reisevertrag kann vom Veranstalter jedoch gem. BGB 119 wegen Irrtums angefochten werden. Das hat dann zur Folge, dass der angefochtene Vertrag unwirksam wird.

Eine fuer solche Faelle grundsaetzliche vorgesehene Schadensersatzpflicht scheitert hier an BGB 122 Abs. 2 (dem Beschaedigten Quatschi war der Grund der Anfechtbarkeit bekannt, naemlich der absurd niedrige Preis).

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