Welche kulinarischen Köstlichkeiten bietet die regionale Küche der Schweiz im Herbst?

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3 Antworten

Hallo,

eine sehr gute aber auch sehr schwierige Frage, da die Schweiz trotz ihrer kleinen Fläche sehr verschieden ist. Augrund der vier offiziellen Amtssprachen unterscheiden sich die Regionen nicht nur in ihrer Kultur, sondern auch bei den Essgewohnheiten. Deshalb wäre es spannend zu wissen, wohin ihr genau verreist. Generell lässt sich sagen, dass sich die Küche jeweils an jener des Nachbarlandes orientiert.

In der Welschschweiz (französischer Teil der Schweiz) und vor allem im Wallis müsst ihr unbedingt die Käsespezialitäten probieren. Insbesondere das Walliser-Raclette (wo direkt vom Käselaib "abgeschabt" wird) und die dortigen Weine sind ein Genuss. Und im Waadtland kriegt ihr die besten Fondues. Auch das Cordon-Bleu hat im Welschland seinen Ursprung.

Die Tessiner Küche ist gepägt von jener der Lombardei. Die Spezialität des Tessins ist die Polenta. V.a. jetzt im Herbst mit frischen Pilzen!! Auch eine typische tessiner Herbstspezialität ist das Vermicelle (ein Esskastanien-Dessert). Die Marroni-Kultur (Esskastanien) hat sich vom Tessin aus über die ganze Schweiz verteilt. Deshalb findet ihr im Herbst überall in der Schweiz (z.B. an Bahnhöfen) Marroni-Stände, wo man die heisse Marroni als Snack kaufen kann.

Für Graubünen (Rätoromainscher Teil der Schweiz) sind die Gerstensuppe, das Pizzoccheri (ein Eintopf aus Buchweizennudeln mit verschiedenem Gemüse und Käse) und das Capuns (Rouladen aus Mangold oder Lattich, gefüllt mit Spätzleteig) berühmt.

In der Deutschschweiz muss man in St. Gallen die Olmabratwurst und in Zürich natürlich das Zürigschnätzlete probiert haben. In Bern die Bernerplatte, in Basel die Mehlsuppe und in der Zentralschweiz die Älplermakkaroni.

Die aufgezählten Gerichte sind allesamt sehr "nahrungsreich" und äusserst bodenständig, was historisch gesehen von den kalten Wintern und der Arbeit in den Alpen herrührt. Zürigschnätzletes mit Rösti, Kalbsleberli mit Rösti, Rösti in allen Variationen, Kalbs-Cordon-Bleu mit Pommes Frites, Raclette und Fondue haben sich aber überall in der Schweiz durchgesetzt und sind immer wieder herrlich! Im Herbst sind aber auch die Wildspezialitäten eine Freude. Das Küchenniveau ist generell sehr hoch, selbst in den abgelegensten Kneipen. Dafür aber nicht billig. In den grossen Städten ist die hervorragende französische-Küche mit schweizer Akzenten sehr beliebt.

Als Beispiel seien die Klassiker des berühmtesten Restaurants in Zürich, der Kronenhalle (hier diniert man unter echten Picassos, Miros etc.) genannt:

http://www.kronenhalle.com/CMS/de-CH/Menus/Kronenhalle-Klassiker.aspx?Sel=331&lg=1

Viel Spass in der Schweiz!

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Kommentar von Alfaromeo007
29.10.2011, 13:24

Danke für den Stern!

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Kommentar von dorle48
01.11.2011, 12:44

noch eine "währschafte" Ergänzung: die Käseschnitte oder auch Croûte au fromage

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"Generell schätzt man in der Schweizer Küche vor allem einfache Gerichte, die auch leicht zubereitet werden können und sehr nahrhaft sind" sagt mir meine Schweizer Freundin, die auch Kochkurse gibt. Was ihr unbedingt probieren müsst, sind RÖSTI. Die kannst du als Beilage zu Züricher Geschnetzelten essen, oder auch als Hauptgericht. Die esse ich immer, wenn ich in der Schweiz bin - lecker! Falls du auf einer Speisekarte Älpler-Makkaroni findest, kannst du auch sofort zuschlagen - die sind sehr fein.

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Für mich ist das wichitgste in der Schweiz der Käse. Als Wintergericht würde ich euch Käsefondue oder Raclette empfehlen. Beides sind typisch schweizer Gerichte und im Herbst sehr sehr lecker.

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