Welche Anzeichen gibt es für die Höhenkrankheit und wie geht man auf Reisen in Peru etc. damit um?

2 Antworten

Hallo Karawane, ich habe mir morgens Cocatee gemacht, ihn in Flaschen abgefüllt und den ganzen Tag über getrunken, so sicherst du den Wasserhaushalt und hast gleichzeitig Coca konsumiert. Ansonsten ist es wichtig, keine Panik zu kriegen, denn für viele ist die psychische Herausforderung schlimmer als die eigentliche körperliche. Bleib ruhig, bleib im atemrythmus und dann wird alles gut. wenn du leicht nervös wirst, kannst du ja per meditation üben. mir hat das wirklich geholfen, auf 4500 metern 5 minuten zu meditieren.

Die Anzeichen der echten Höhenkrankheit hat schmucki ja schon genannt! Während einer Reise in Peru oder Bolivien befindet man sich jedoch oft permanent auf Höhen über 2.500m (ab der die Höhenkrankheit auftreten kann) und ein 'sofortiger Abstieg' ist oft einfach nicht möglich! Man weiß aber vorher nicht, ob man für die Höhenkrankheit anfällig ist, wenn man noch keine Erfahrung mit so großen Höhen hat!

Ich habe während meiner kürzlichen 2-monatigen Reise durch diese beiden Länder mit der "echten" Höhenkrankheit nichts zu schaffen gehabt, habe aber schon die Höhe (es geht dabei ja in La Paz, Sucre, Cuzco und den Titicaca-See und die jeweiligen Umgebungen um rund 3000-4000m!) mehr als deutlich gespürt! Dagegen hat mir der überall dort kostenlos angebotene Koka-Tee in großen Mengen geholfen oder das Nutzen von Koka-Blättern (nicht 'kauen', sondern nur in der Backentasche 'einlagern' und den 'Saft' immer wieder mal rausziehen und schlucken!) - wobei ersteres mit viel Zucker (damit die Wirkstoffe möglichst schnell verstoffwechselt werden) besser wirkt und deutlich besser schmeckt (Kokablätter sind nämlich ziemlich bitter). Den Rat mit dem Kalk besser nicht nutzen - das geht dann nämlich schon leicht in Richtung Rauschgift und bringt überhaupt nichts zusätzlich gegen diese Beschwerden! In Puno am Titicaca-See gibt es auch in vielen Hotels und einigen Hostels Sauerstoff aus der Flasche, der sofort und gleich die Beschwerden nimmt! Ich tat mir schwer mit dem Atmen (bei Treppen oder den oft sehr steilen Wegen/Straßen), hatte immer wieder mal Durchfall und manchmal Kopfschmerzen und mußte gegen eine gewisse 'Lustlosigkeit' ziemlich ankämpfen.

Ich hatte von meinem Tropenarzt im Vorfeld Diamox verschrieben bekommen - ein spezielles Medikament, daß alle diese Symptome positiv beeinflußt, aber nicht gegen Höhenkrankheit hilft! Und das ist auch gut so - denn genau das ist der große Vorteil dieses Medikaments: Man ist nämlich nur (relativ) beschwerdefrei, wenn man nicht unter der echten Höhenkrankheit leidet! Wenn die Beschwerden trotz Diamox anhalten, dann entweder sofort ins nächste Krankenhaus oder wirklich mit dem nächsten Bus oder Flieger ins Tiefland (was per Flug von überall dort in etwa 1 Stunde zu erreichen ist)! V-Tabletten und dgl. verschleiern dagegen auch die Symptome der echten Höhenkrankheit und dann kann es ganz schnell zu spät sein!

Aber Du solltest Dich im Vorfeld nicht zu sehr ängstigen - von den Millionen Touristen, die jährlich in diesen Ländern reisen, erkrankt nur ein relativ kleiner Prozentsatz an der echten Höhenkrankheit, die Krankenhäuser und Ärzte dort (auf der Seite des Auswärtigen Amtes findest Du auch eine Auflistung von deutsch- oder englischsprachigen Ärzten!) können damit umgehen und Flüge oder Busfahrten ins Tiefland sind günstig! Und gegen die Beschwerden in der Höhe an sich helfen die o.g. Maßnahmen und vor allem - alles möglichst langsam angehen! Unbedingt solltest Du Dich vorher jedoch von einem Tropen- oder speziellen Arzt für Höhenkrankheit (sind manchmal Lungenfachärzte) beraten lassen!

Viel Spaß in diesen beiden superspannenden und erlebnisreichen Ländern - in den großen Höhen wie auch im Tiefland!

Kommentar hierzu wegen Überschreitung der max. möglichen Zeichen ausnahmsweise in Form einer weiteren Antwort.

LG

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