Wasserknappheit im Reiseland, was ist Euer Beitrag zum Wassersparen?

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16 Antworten

Ich weiss nicht, ob ich als Tourist die Pflicht habe, Wasser zu sparen - klar, ich muss nicht 2 x am Tag duschen, aber wenn ich den Tag am und im Meer verbracht habe, muss ich eben duschen und ich möchte mich im Urlaub auch nicht mit solchen Fragen quälen, oder zwingend ein Hotel suchen, das Brauchwasser zum Duschen anbietet. Ich spare am Auswechseln der Handtücher, das kann ich mit gutem Gewissen sagen - Wasser spare ich zu Hause!

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Will man einen Beitrag leisten Regionen zu schonen, die ihren Wasserhaushalt überziehen, gibts nur eins :Fernbleiben**.

Jegliche Versuche mit schneller Duschen und kürzer Spülen sind aller Ehren wert, aber sie sind nicht mehr als der berühmte Tropfen auf den heissen Stein. Das meiste Wasser geht in Bereiche, auf die der Besucher gar keinen Einfluss hat - Grünanlagen, Golfplätze, Lebensmittelproduktion, Wasch- und Spülmaschinen etc.

Ich wage die These 90 % aller Mitmenschen wissen schon zu Hause nicht, wo ihr Wasser herkommt. Im Urlaubsgebiet geht das straff auf die 100 % zu. Kenntnis solcher Wasserkreisläufe ist aber von Bedeutung, will man wirklich Umweltschutz machen.

In Schottland braucht man kein Wasser sparen, nur mal als Beispiel. Wird ein Wüstengebiet am Meer durch Meerwasserentsalzung versorgt und diese durch Sonnenenergie betrieben, ist das Wasser dann zwar teuer, aber (fast) umweltneutral produziert. Wenn Besucher dies mit bezahlen, so wäre dies sogar zu begrüssen, denn es hilft solche Anlagen durch grössere Stückzahl billiger zu machen und damit auch anderen verfügbar zu machen. Versorgt sich eine Region hingegen mit fossilem Grundwasser, das nicht nachgebildet wird, ist jeder Tropfen zu viel und schädigt eine Region auf Dauer.

Dies alles ist für den Besucher kaum zu durchschauen. Leider gibt es keine Qualitätsstandards für Regionen oder auch einzelne Hotels, die die Wasserherkunft bewerten.

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Eine Antwort fehlt noch zum Baum? Na gut, also:

Ich fliege erst gar nicht in Regionen, die unter akuter oder auch andauernder Wasserknappheit leiden. So wollten Freunde uns gerade jetzt unbedingt zu einem Golfurlaub nach Andalusien überreden. Da Suedspanien aber seit Monaten unter Trockenheit leidet, sind wir nicht mitgeflogen. Andererseits, die Plaetze werden bespielt und gesprengt, und die Freunde mischen auch munter mit, aber ich haette da jetzt ein ungutes Gefuehl.

Ich kann auch mal einige Monate ein qualitativ hochwertiges Leben zu Hause führen.

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RomyO 22.03.2012, 07:34

Hallo,

bereits im letzten September war die Wasserknappheit in Andalusien stark bemerkbar. Und mittendrin "knallgrüne" Golfplätze :-(((

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In solchen Ländern mache ich keinen Urlaub,allerdings nicht wegen der Wasserknappheit.Im Übrigen verbrauche ich im Urlaub ,genau wie zu Hause auch ,so viel Wasser wie ich brauche,nicht mehr und nicht weniger.Ich gehöre noch zu einer Generation wo man mit ALLEM sparsam und sorgfältig umgeht.

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Ich versuche immer Wasser zu sparen, sowohl zu Hause, als auch im Reiseland. Und ich spare auch Wasser, egal ob ich in Holland bin oder in Afrika. Das bedeutet für mich auch mehr als duschen statt baden und die Klospülung nur kurz zu bedienen. Das bedeutet zum Beispiel auch in Israel nicht unbedingt Produkte vom Toten Meer zu kaufen, weil für deren Produktion viel Wasser benötigt wird. Wenn man sich mal ein bisschen damit beschäftigt hat, spart man automatisch immer und überall Wasser.

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Nicht Golf spielen: Golfplätze brauchen, gerade in heißen Ländern, unheimlich viel Wasser, um ein schönes "Green" zu haben. Ansonsten spare ich auch schon zu Hause Wasser, d.h. ich vergeude es nicht. Im Urlaub gelten daher, schon aus Gewohnheit, die gleichen Sparregeln, zum Beispiel kein Wasser trinken ;-)

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AnhaltER1960 20.03.2012, 19:19

da habe ich in Schottland überhaupt kein schlechtes Gewissen. Hier in DE übrigens auch nicht. Aber für viele aride Regionen stimme ich Dir zu, Golf in der Wüste muss nicht sein.

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Ich habe zwar schon eine Antwort geschickt, Aber es gibt so viele Möglichkeiten und die fallen mir so nach und nach ein. Zb habe ich nur zwei Jeans die ich aufbrauche und dann kaufe ich mir erst die nächste. Die Baumwolle für eine Jeans braucht bis zur Ernte 11000 liter Wasser. Dann esse ich noch weniger Fleisch, denn man rechnet für 1kg Rindfleisch 15000 liter Wasser. Ausserdem sollte man mehr Gemüse aus der Region kaufen. Überlegt doch mal, wieviel mehr Wasser man zum Beispiel in Spanien braucht, um das Gemüse zu bewässern, da es dort so warm ist.

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In Ländern mit Wasserknappheit versuche ich Wasser zu sparen indem ich immer nur so kurz wie möglich dusche. Ich versuche auch das Hotelpersonal dazu zu bringen meine Handtücher und die Bettwäsche nicht täglich zu wechseln (indem ich die entsprechenden Schildchen auf´s Bett lege und die Handtücher ordentlich aufhänge) - das klappt aber leider nicht immer...

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tomatenprofi 20.03.2012, 10:55

Ich spare übrigens nicht nur im Urlaub ... Auch zu Hause halte ich mich an die empfohlenen Regeln und versuche den wertvollen Rohstoff Wasser so bewusst und sparsam wie möglich zu nutzen.

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Was für eine Frage! Klar spare auch ich Wasser. Natürlich auch zu Hause, in dem ich darauf achte, daß die Waschmaschine und der Spüler immer voll gemacht werden. Dann natürlich in dem ich nicht stundenlang unter der Dusche stehe. Also kurz nass machen, einschäumen, abduschen - fertig. Im Hotel nicht jeden Tag die Bettwäsche wechseln lassen. Handtücher schon, denn die werden in den Tropen, im feuchtwarmen Klima, sowieso nie trocken. Auf diese Art und Weise lassen sich schon einige Liter Wasser sparen.

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Seit ich das erste Mal in Afrika war, dusche ich nur noch. Ich drehe kurz das Wasser auf, schalte es dann ab, mache mir das Shampoo in die Haare, schäume meinen Körper ein, dann Wasser wieder auf, abspülen, fertig. Früher stand ich wirklich Ewigkeiten unter der Dusche. Als ich dann nach einem Jahr sah, wieviel weniger Wasser ich verbraucht habe, war ich Sehr erstaunt.

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daniG 20.03.2012, 11:25

Ach ja....und Waschmaschine nur auf Kurzprogramm und ohne extra Spülen. Wenn ich putze und einen Eimer Wasser nutze, stelle ich diesen neben die Toilette und nutze das Putzwasser zum spülen.

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Hallo rfAktion,

Die wasserarmen Regionen sollen zur Landschaftpflege übergehen und nicht mehr auf den Tourismus setzen, denn auch umweltschädliche Flugreisen verkürzen das Überleben dieser Regionen.

Gruß Kitalini

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Ich will, dass noch`n Baum in DL gepflanzt wir und deshalb antworte ich!

Hallo rfAktion und insbesondere AnhaltER,

ich habe wenig Ahnung von Wasserproduktion etc. Aber, Punkt Nr.1: Fernbleiben hilft leider wenig Menschen dieser Welt (ja, Menschen machen die Welt aus!)! Viele, viele Länder dieser Erde leben vom Tourismus!

Punkt 2: Super mit Schottland, freut mich sehr dass die das wassermäßig gut hinbekommen. Vielleicht spricht sich das ja irgendwann rum und die Touri-Massen strömen dort hin. Mein Land ist es nicht, aber das ist ja Geschmacksache!

Punkt 3: Die meisten Länder dieser Welt haben mit "gebrauchbarem Wasser" ein Problem; und ich maße mir an zu sagen, dass das nicht nur an Golfplätzen liegt!

Punkt 4: Es wissen nicht alle so gut bescheid wie Du, lieber AnhaltER! Und ich bin sehr wohl davon überzeugt, dass kurz duschen, bewußtes Waschmaschinenwaschen, die Klo-Spülung nur flott benutzen usw. usw., in unserem eigenen Land, aber auch Spanien, Portugal, Griechenland, Türkei, Ägypten..., hilft! Und wenn es nur ein Zeichen ist, dass man bemüht ist und darauf dann aufgebaut werden kann (falls die entsprechenden Menschen an AUFKLÄRUNG interessiert sind!).

Und zu allerletzt interessiert mich nun: Was machst Du, der viel weiß, um die Umwelt zu erhalten? Das wüßte ich, weil davon lerne ich gerne!

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AnhaltER1960 21.03.2012, 17:43

Golfplätze sind nicht der alleinige Übelmann, aber sie sind ein Synonym für eine aufgepfropfte, nicht naturgerechte Landnutzung im Dienst einer universellen Spassgesellschaft. Nochmals, das gilt nicht überall: Wo es genug regnet, ist der Golfplatz kein Problem. Schottland ist ein Beispiel, ich hätte genausogut Hawaii oder den Harz nennen können, nur, im Harz gibts keine Golfplätze :-).

Es ist kein Zufall, dass die Erde unterschiedlich dicht besiedelt ist. Im Einzelfall mögen die Gründe differerieren, aber oft genug hat das mit dem Wasserhaushalt zu tun - mehr Menschen kann die Region eben nicht versorgt. Dieses Gleichgewicht zu stören, wie es touristische Aktivitäten tun, sägt langfristig an den Lebensgrundlagen der Menschen dort (wie gesagt: dies gilt nur für Regionen mit einem nicht ausgeglichenen Wasserhaushalt).

Das Argument den Menschen dort dann helfen zu wollen, ist ein Scheinargument. Wollte man dies tun, so gibt es zahlreiche Wege, ohne ihnen gleich das Wasser und damit die Existenz zu entziehen (in der Realität kauft man es ihnen weg, das kann man dann auch als eine Form von geldgesteuertem Imperialismus sehen).

Übrigens bleiben genügend Regionen der Erde übrig, die ausreichend mit Wasser ausgstattet sind - nicht nur Schottland.

Generell ist es mit dem Umweltschutz halt lästig. Weh tun sollte er nicht. Am Besten tun es sowieso die Anderen, oder er bleibt auf einem Symbolniveau und dann vergleichsweise wirkungslos. Echter Umweltschutz ist auf Dauer nur mit Verzicht zu haben.

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Guten Tag aus Venedig - eigentlich haben wir hier sehr oft "zuviel" Wasser, allerdings erinnere ich mich an 2007, ein Jahr, indem aufgrund des Wassermangels die öffentlichen Brunnen der Stadt abgedreht wurden... sogar alte Herrschaften erinnerten sich nicht daran, vorher etwas derartiges - ausser im Kriege- gesehen zu haben. Allgemein wurde auch propagiert, die Gärten nicht zu Wässern und die Boote nicht zu waschen. - So gesehen lebe ich in einer verwöhnten Stadt- mit Wasser verwöhnt!

LG

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Hallo,

Duschen ist sparsamer als Baden, ebenso das Vermeiden der schon genannten Wüstengolfplätze, Wüstenskihallen und Wüstenwasserlandschaften in bestimmten Hotels.... Eine Alternative zum Totalverzicht wäre es, diesbezüglich Maß zu halten.

LG

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Soll ich nun aus dem Klo saufen, wenn ich durst habe? Soll ich den Pool nicht benutzen? Soll ich anstatt mich waschen mehr Eau de toilet kaufen? Soll ich anstatt rares Süsswasser nur noch Coca Cola trinken?:)

Nein, ausser nicht allzu langen Duschsessions und die Badtücher nicht ständig Wechseln lassen kommt mir nichts in den Sinn, wie ich Tourist sinnvoll Wasser sparen könnte. Wenn die Hotels in den Wüstenregionen keinen Pool oder Golplatz mehr anbieten würden, würde das wahrscheinlich niemanden stören. SO könnte man Wassersparen.

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Also ich übernachte normalerweise in Hotels ohne Swimingpool. Das ist viel billiger und spart auch Wasser.

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