Was tun, wenn das Gepäck verloren geht beim Flug?

6 Antworten

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Dann geht man zm 'Lost&Found-Schalter', der irgendwo innerhalb der Gepäckausgabe ist, und meldet das (mit Gepäckabschnitt und Beschreibung des/der Koffer/s). Bis auf ganz wenige Ausnahmen bekommt man dann sein Gepäck innerhalb der nächsten Stunden entweder an sein Hotel-/Gastgeber- (beim Hinflug) oder Heimatadresse (beim Rückflug) zugestellt. In Ausnahmefällen dauert das bis zu 48 Stunden - dann steht einem entweder eine Pauschale für notwendige Besorgungen zu oder es wird von der Airline (meist allerdings erst bei Nachfrage!) auf Nachweis eine gewisse Summe erstattet.

Richtig 'verloren' gehen Gepäckstücke wirklich nur in großen Ausnahmefällen - bei der Menge an Gepäck täglich weltweit, dürfte sich das im Promille-Bereich bewegen! Normalerweise ist es entweder beim Entladen auf ein verkehrtes Gepäckband geraten (gerade bei den oft riesigen Airports keine Seltenheit) - da allerdings war mein Gepäck einmal schon vor mir im Hotel :-), oder wurde schon vor Abflug in Richtung eines verkehrten Fliegers geschickt - da durfte dann Dein Gepäck schon mal einen kostenlosen 'Rundflug' ohne Dich antreten, ehe es wieder bei Dir angekommen ist. In meinem Fall war es erstmal mal in Dublin statt in Dubai gelandet...

Da kannst Du gar nichts tun außer warten. Du musst zm Gepäckschalter und dies melden. Hatte diese Erfahrung selbst schon ein paar Mal gemacht und der Koffer wurde aber immer gefunden und mir nachgeliefert.

Für ein oder zwei Tage kann es ganz spannend sein zu erleben, was man alles nicht braucht... Allerdings nur, wenn dann die frische Wäsche etc gut ankommen und man den restlichen Urlaub genießen kann.

Da uns das Problem mit dem Verlust des Gepäcks bekannt und bewusst war und ist und wir toi, toi, toi nur erst einmal den Verlust eines Koffers für einige Tage zu beklagen hatten, packen wir anders.

Zur Aufklärung, da wir immer im Doppelpack (Ehepaar) und mit 2 Koffern reisen, wird grundsätzlich jeder Koffer für Beide gepackt. So hat bei Verlust eines Gepäckstückes, jeder von uns etwas, ein wenig zum Anziehen, egal, ob Unterwäsche, Oberbekleidung oder Badebekleidung. So ist wenigstens ein Minimum an Bekleidung vorhanden, den je nach Reiseziel, nach Figur und auch Anspruch, findet man evtl. Nichts was man Einkaufen könnte oder auch möchte.

Damit ist das Bekleidungsproblem bei Verlust eines Koffers ein bischen gemildert und aufgefangen.

... wird grundsätzlich jeder Koffer für Beide gepackt. So hat bei Verlust eines Gepäckstückes, jeder von uns etwas, ein wenig zum Anziehen, egal, ob Unterwäsche, Oberbekleidung oder Badebekleidung...

So machen wir das auch immer ...

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Mein Koffer landete auch mal am anderen Ende der Welt. Ich reise zwar alleine, aber seither hab ich auch immer ein etwas gefüllteres Handgepäck dabei :-)

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Man geht zum Schalter "Lost-and-found", was bereits mehrfach empfohlen wurde. Die lassen sich das Gepäckstück nach einer Schematafel beschreiben und nehmen eine Verlustanzeige auf.

Größere "verschwundene" Gepäckstücke (Rucksack etc.) von mir landeten auch schon an der Sonderausgabe für Sperrgepäck und konnten so doch noch in Empfang genommen werden, nachdem sich das "normale" Band schon lange nicht mehr drehte und die Anzeige schon aufgenommen worden war.

Die Lufthansa lieferte mal eine Tasche von mir nicht an, als ich direkt nach der Arbeit zu einer Segeltour an der Ostsee aufbrach. Alle hatten dann ihr Segelzeug und ich noch meinen Business-Anzug nebst Krawatte an, die aber lustig im Wind flatterte und die ich schon als Gag nicht mehr auszog. Der Begriff "overdressed" war mir so vertraut.

Doof war es auch mal auf Spitzbergen, weil wir da sofort auf ein Schiff in Richtung Arktis mussten und in Longyearbyen an einem Sonntag nicht alles Benötigte beschafft werden konnte. Hier lieh mir freundlicherweise die Schiffsmannschaft Kleidung und ich sah aus wie der nette Matrose nebenan.

Mein "Rekord" (nicht bei der Krawattenfahrt) lag übrigens mal bei 6 Wochen, die unser Koffer allein verreiste. Das Gepäck erreichte zunächst von Chicago aus Südafrika und fand zunächst sehr umständlich den Weg in die USA zurück, wobei es dann aber zunächst in Minneapolis/ St. Paul usw. usw. landete (warum auch immer- ist aber auch leicht mit Frankfurt / M. zu verwechseln).

Jetzt sind wir auch beim wesentlichen Thema: Hinflug oder Rückflug?

Beim Heimflug ist das alles nicht so tragisch, weil man ja zu Hause genügend Klamotten hat. Beim Hinflug kann es unangenehm werden, weil da dann ja alles fehlt. Hier gibt es klare Regeln, was auf Kosten der Fluggesellschaft beschafft werden darf.

Das geht bei der Zahnbürste los (die man aber natürlich auch in jedem Hotel bekommt) und endet nicht beim T-Shirt. Ein Rucksackreisender wird aber schwerlich einen Smoking geltend machen können, mit der Behauptung, er sei auf dem Wege zum Wiener Opernball und besagter Smoking hätte sich neben den Bergstiefeln im Rucksack befunden. Das wäre zu belegen. Es gilt nämlich der Grundsatz "Schadenminderung". Die Obergrenze einer Entschädigung liegt nach dem Montrealer Abkommen bei rd. 1.300.-- Euro. Der Betrag kann sich erhöhen, wenn dies mit der Fluggesellschaft gegen Aufpreis vereinbart wird.

Dann ist auch zwischen Charter (ggf. Minderung Reisepreis) und Linienflug zu unterscheiden.

Den höchsten Entschädigungsfall hatte ich mal bei einer Alaska-Tour, wo das Gepäck einer Teilnehmerin nicht ankam. Das ist sicher problematischer, als wenn auf La Palma eine Badehose fehlt oder wenn man gar in den FKK-Urlaub fliegt. Sie machte (erfolgreich) neue Bergstiefel, Anorak, einen Rucksack und einen hochgebirgstauglichen Schlafsack etc. geltend.

Ich hoffe, dass es etwas klarer geworden ist und wünsche einen gepäckverlustfreien Flug.

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