Was steckt hinter den Externsteinen am Teutoburger Wald?

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2 Antworten

Als Schüler aus dem Lipperland sind wir mindestens alle 2 Jahre von der Schule aus zu den Externsteinen und zum Hermannsdenkmal in der Nähe gefahren - ganz beliebtes Schulausflugsziel.

Aber das ist nicht alles...

(ich orientiere mich an "Magisch Reisen - Deutschland. Ein Führer zu Orten des Lichts und der Kraft" von David Luczyn, München 1993, 137-143 - ein toller Reiseführer mit interessanter Ausrichtung)

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Die Externsteine sind als Kult- und Kraftplatz bekannt. Germanen, Hexen, Nationalsozialisten und ebenjene neue rechten Bewegungen, Christen und andere Gruppierungen, die aus der Stätte Kraft ziehen, versammel(te)n sich dort zu verschiedenen Zeiten im Jahr - neben den ganzen "normalen" Touristen und Schülergruppen.

Die Formation besteht aus 7 großen (bis 30 Meter hoch) und 3 kleineren Sandsteinfelsen, die z.T. mit Brücken verbunden sind. Sie liegen wirklich schön an einem See.

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Zur Zeit der Germanen markierten die Extersteine einen Grenzpunkt zwischen 9 Germanenstämmen und wurden vermutlich als Kultort verwendet. Fundstücke lassen auf eine "Verwendung" der Formation bis zurück ins 4. Jahrhundert schließen. Im 11. Jahrhundert wurden sie zu einem christlichen Kultzentrum.

Es wird vermutet, dass die Externsteine als Sternwarte oder Mondbeobachtungsplatz verwendet wurden: "In der Höhenkapelle, dem sogenannten Sacellum, lassen sich durch ein kreisrundes Loch und eine Peilvorrichtung exakt die Sonnenwende und der nördlichste Stand des Mondes bestimmen." (139) Es findet sich eine große Reliefdarstellung der Kreuzesabnahme Christi, die über eine ältere Fruchtbarkeitsdarstellung gelegt wurde (man kann von dieser noch einen Drachen erkennen, der ein Paar umschlingt).

"Der Sage nach hat dem Teufel (den zum Teufel abgestempelten heidnischen Göttern) die christliche Eroberung dieses Platzes nicht gepasst, und er hat deswegen einen Riesenstein nach den Mönchen geworfen. Dieser blieb jedoch durch die Wunderkraft des Kreuzes auf dem dritten Felsen oben hängen und ist als - mittlerweile angeschmiedeter - Wackelstein prägnanter Teil des Gesamtbildes." (139)

Auch für Zahlenmystiker sind die Externsteine interessant: Die Cheopspyramide hat den klassischen 52° Winkel eines gleichschenkligen Dreiecks - und dieser Winkel findet sich wieder, wenn man die Externsteine mit der Cheopspyramide und Salvage auf den Kanarischen Inseln verbindet (letzeres sollen nach Überzeugung der "Gläubigen" die Reste von Atlantis sein). :-)

In einer Höhlung innerhalb der Felsen soll man wunderbar mit Erdgeistern Kontakt aufnehmen können.

Unterhalb des ersten Felsens am See findet sich der "Sargstein" oder das "Steingrab". Hierzu zitiere ich nochmal aus dem "Magisch Reisen":

"Besucher, die sich hier hineinlegen, berichten von Visionen, außerkörperlichen Erfahrungen, spährischen Tönen oder zumindest von einem Kribbeln. Kein Wunder, denn Radiästhesisten haben zwei Wasseradern entdeckt, die sich hier auf der Höhe des Solarplexus des Liegenden kreuzen. Zehn Minuten sollen genügen, um sich energetisch aufzuladen." (142)

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Der Ort ist wirklich speziell - vor allem Nachts. Wenn nicht gerade Anhänger der rechten Szene den Geburtstag von A. H. hier begehen.

Fahr ruhig mal hin - am besten in einer Vollmondnacht!

Die Externsteine am Teutoburger Wald sind 7 große Felsen, auf die man über Treppen auch hinaufkann. Einer Legende nach sollen die Steine den Germanen als Kultstätte gedient haben, außerdem sagen einige, dass die Steine eine intensive Erdstrahlung haben und sich positiv auf die Kreativität auswirken.

Wie auch immer, jedenfalls sind sie sehr beeindruckend und Legende hin oder her, eine gewisse mystische Stimmung strahlen sie schon aus.

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