Was schlucken so amerikanische SUVs auf langen Reisen?

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3 Antworten

Das mit den spritschluckenden US Cars ist ein Vorurteil aus vergangenen Tagen, aktuelle Modelle verbrauchen nicht wirklich mehr, als vergleichbare europäische oder japanische Autos. Der (US-) Ford Taurus 3.5 V6 verbraucht als 5-Meter-Limousine im Highway/City-Mix 8,1 Liter, der (kleinere) VW Passat Exclusive 3.6 V6 verbraucht im Highway/City Mix 9,3 Liter! Und das ist nur ein Beispiel mit noch relativ großeren Motoren, auch dort drüben haben mittlerweile kleinere 4-Zylinder Einzug gefunden.

Wie auch immer, SUVs sind natürlich nicht als Sparwunder bekannt und verbrauchen deutlich mehr, als "normale" PKW. Als Anhaltspunkt: die sparsamste Version des Cadillac Escalade verbraucht 23 MPG (= 10,23 Liter/100) im Mix, im Stadtverkehr genehmigen sich solche Autos je nach Fahrweise gern auch mal 16, 17 Liter auf 100.

Ein Audi Q7 etwa ist mit seinen 9,2 l/100 km im Mix jetzt aber auch nicht wesentlich sparsamer (im Vergleich zu vorgenannten 10,2l/100).

Insofern: sooo viel anders ist der Verbauch (moderner Autos) auch nicht, als das, was man hierzulande gewohnt ist, dafür kostet der Sprit deutlich weniger.

Ob es euch ein SUV letztlich wert ist (auch unter Umwelt-Aspekten), das müsst ihr selbst entscheiden. Ein Crossover wie der Ford Flex bietet sicherlich genauso viel Platz, ist aber natürlich nicht so "cool" (und verbraucht im Mix immer noch 9,4l/100).

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tauss 01.12.2013, 13:19

Klar. Das Image kommt aber, wie @Roetli korrekt anmerkt, aus dem Fahrzeugaltbestand. Und neue Fahrzeuge können sich viele Amerikaner nicht mehr leisten. Im Grunde bräuchten die tatsächlich ein Abwrackprogramm.

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soedergren 01.12.2013, 14:01
@tauss

Jein. Die Zeit, als die Dinger so richtige Spritschlucker waren, liegt mehr als 20 Jahre zurück. Schon der Taurus anno 1986 verbrauchte nur rund 10 - 12 Liter, was für damalige Verhältnisse für einen 5-Meter-Kombi mit einem V6 auch für deutsche Verhältnisse okay war (der 728i von BMW brauchte zu dieser Zeit fast 14 Liter).

Ich denke, das Image kommt in erster Linie daher, dass durchschnittlich größere, schwerere Autos gekauft und gefahren werden. Wenn eine Mutter hierzulande mit ihren beiden Kindern einkaufen fährt, dann tut sie das vielleicht mit einem Opel Astra Kombi 1.6 R4. In den USA bei gleicher Konstellation wäre es eher ein Dodge Ram 1500 Quad Cab 4.7 V8. Und der braucht natürlich mehr ;-)

Wie auch immer, die Frage hier dürfte ja auf Mietwagen zielen, und die sind idR recht neu.

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tauss 09.12.2013, 12:56
@soedergren

So genau kenne ich mich bei den Typen nicht aus... Chapeau! Aber der Hinweis auf den Dodge Ram ist ja richtig.

Mit dem Ding kutschieren 2/3 meiner us- amerikanischen und kanadischen Bekannten durch die Gegend und fluchen entsprechend auf die Benzinpreise. Für meine große Gelassenheit haben die dann KEINERLEI Verständnis ;)

Da macht sich der Unterschied im Denken, vor allem in den USA, noch schneller bemerkbar als bei politischen Diskussionen ....

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Na ja.... Da gibt's natürlich Typen- Unterschiede. Aber mit 9 - 12 l Verbrauch / 100 km kannst Du wohl mit so ner großen Karre rechnen. Hatte in Alaska einen KIA- SUV, der aber ganz günstig im Verbrauch war. Vor allem die beschauliche Einheitsgeschwindigkeit spart im Vergleich zu einer forschen Autobahnfahrt bei uns natürlich Kraftstoff.

Der Literpreis liegt in den USA, auch wenn die Leute dort furchtbar jammern und schimpfen, bei ca. 40- 50% von unseren Spritpreisen und ist insofern rein ökologisch noch immer verantwortungslos günstig. Der Preis ist aber durchaus auch starken örtlichen Schwankungen unterworfen.

Ansonsten wird Sprit nicht literweise, sondern in Gallonen abgegeben (Gallone knapp 4 Liter).

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Roetli 30.11.2013, 01:30

Das 'Jammern und Schimpfen' hängt überwiegend damit zusammen, daß von Berufstätigen oft täglich weite Wege zurück gelegt werden müssen - da sind oft einfache Strecken von 100 km oder gar mehr nicht ungewöhnlich! Wegen der leider meist noch sehr spritschluckenen amerikanischen Autos reißt das selbst bei den amerikanischen Preisen von 65Cent bis 1E/Liter ein ziemliches Loch ins private Haushaltsbudget... Ich stimme Dir aber trotzdem zu, daß der Preis unter ökologischen Gesichtspunkten noch deutlich zu niedrig ist (inzwischen werden aber mehr und mehr kleinere, sparsamere aus Deutschland oder Japan gefahren)

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tauss 01.12.2013, 13:16
@Roetli

D'accord... ...Das ist ja gerade das Problem der us- amerikanischen Autoindustrie...

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Wir hatten im Herbst 5 Wochen lang einen Dodge und waren sehr zufrieden. Groß, aber nicht zu groß, sehr angenehm zu fahren, gut motorisiert und der Verbrauch hielt sich in Grenzen, der Benzinpreis ist extrem niedrig. Wir haben ihn zurück zu Haus richtig vermißt.

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