Was muss ich beachten, wenn ich als Selbstfahrer durch Nordindien unterwegs bin?

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1 Antwort

Ich war 2008 zum vierten Mal in Indien unterwegs.

Abgesehen von dem offiziellen Linksverkehr, an den man sich schnell gewöhnen kann, ist das Verkehrsgeschehen absolut chaotisch.

Selbst auf "Autobahnen" mit Trennstreifen in der Mitte musst Du mit 10-20% Gegenverkehr rechnen, ausserdem mit Fussgängern, Radfahrern, total überladenen Rikschas, Wasserbüffeln, Ziegenherden,...

Auf Landstrassen kommen Dir manchmal auf voller Breite bis zu sechs Fahrzeuge entgegen, die sich alle wechselseitig überholen, sodass Du bis zum letzten Moment nur raten kannst, ob sich rechtzeitig eine hinreichende Lücke für Dich auftun wird.

Ausserdem gilt dort im Verkehr - unabhängig von den offiziellen Regeln - eine einfache Hackordnung: Zuerst kommen die Busse, dann die LKW, die Transporter, die PKW, die Bikes, Radfahrer und Fussgänger.

Du solltest immer fest darauf vertrauen, dass die ranghöheren Verkehrsteilnehmer Dir keinen Platz machen werden.

Ausserdem musst Du mit tiefen Kratern im Pflaster und fehlenden Gullydeckeln rechnen - selbstverständlich ohne jegliche Vorwarnung.

Meines Wissens liegt Indien bei der Zahl der Verkehrstoten weltweit an der Spitze, aber trotzdem kann man dort überleben, wenn man nicht auf die Regeln vertraut, sondern sehr flexibel unterwegs und sich stets seiner relativen "Schwäche" bewusst ist.

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