Was macht denn den Mytos "Königsee" in Berchtesgade eigentlich aus?

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Also, wenn man nicht zu lange auf der "Horrorkitschmeile" in Königssee, also dem Dorf, herumhängt, dann ist das mit der Vermarktung gar nicht mehr so schlimm, im Gegenteil, St. Bartholomä war für mich einer der fairsten Hotspots in den letzten Jahren. Den Mythos macht sicher die einzigartige, fiordähnliche Ausstrahlung aus, die durch die steil aufragenden Talflanken sowie die Watzmann-Ostwand und das Steinerne Meer noch verstärkt wird. Die eigentümliche, smaragdgründ Farbe ist durch die suspendierten Kalkpartikel bedingt und trägt einen erheblichen Teil zur Ausstrahkung des Sees bei. St. Bartholomä hat eine große, historische Bedeutung als Wallfahrtskirche und ist ausserdem sehr charmant. Also für mich ist das Berchtesgadener Land eine der Perlen der gesamten Alpen. Was Bayern angeht. Die Nr. 2 wäre das wunderbare Oberallgäu aber Bayern hat weitere schöne Flecken, das ist richtig. Die "Abzockspitze" würde ich, so schön das Massiv und das Werdenfelser Land auch sind, eher an das Ende setzen, weil genug einfach genug ist, GAP ist einfach unverhältnismäßig teuer. Was den Königssee angeht: Entweder die klassische Eletrobootfahrt seit 1909, heute ältestes Boot von 1922) oder Wandern, Wandern,.... . Mit dem Auto ist die Roßfeldstraße bei schönem Wetter eine sehr gute Idee. Ach die Schellenberger Eishöhle wäre noch gut und auch die Hinterlassenschaften wie das Kehlsteinhaus, gehört m.E. dazu. Die Gegend ist sozusagen das Initialgebiet des deutschen Naturschutzgedankens, sozusagen "unser Yellowstone". In dieser Hinsicht ist das Gebiet für mich schon ein Mythos.

Die schönsten Flecken sind vielerorts stark frequentiert. Und der Königssee ist ein besonders schöner Flecken, eingebettet zwischen dem mächtigen Watzmann und u.a. dem - etwas entfernt - Hohen Göll. Womöglich erlebt man nirgends sonst in Deutschland ein Stück Hochalpen intensiver (Garmisch ist ok, aber die Zugspitze ist ja ein Grenzberg; und jaja, die Oberstofer Ecke kann auch mithalten - aber das war es dann bei Thema Hochalpen). Zum Mythos gehört natürlich das Echo bei einer Bootsfahrt. Enthalte es Deinen Bekannten nicht vor.

http://www.youtube.com/watch?v=zTHmRy8AE9I&feature=related

sehunds antwort gibts ja nun nichts hinzuzufügen, mir fällt nur noch ein, dass ja auch kräftig für die verbreitung des mythos seit langer zeit gesorgt wurde und zwar unter allen möglichen Interessierten, also nicht nur Natir oder Bergfreunde, auch Kunstfreunde oder Literaturfreunde kammen so immer wieder in Kontakt:

Die Martinsklause von L.Ganghofer oder auch sämtliche Bilder vieler Landschaftsmaler, die dem Malerwinkel am Königsee wohl zu seinem Namen verhalfen.

da kannst du recht haben mit der verbreitung auf allen ebenen, aber seehund hat mich überzeugt!

0

Was möchtest Du wissen?