Was haltet ihr vom Revolutionstourismus?

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9 Antworten

Wenn es so abläuft wie Katastrophentourismus, dann stimme ich Lotusteich zu. Denn ich denke, man sollte weder sich noch andere in Gefahr bringen und es ist in erster Linie eine Angelegenheit der betroffenen Bevölkerung. Da haben Aussenstehende erstmal nichts zu suchen. Dennoch fühle ich sehr mit den Ägyptern mit, da ich schon einige Zeit in Ägypten verbracht habe. Ich bin neugierig darauf, bald wieder hinzufliegen und die Veränderung zu erleben. Aber eben erst, wenn alle Wogen sich geglättet haben. Ein neues freies Ägypten mit Bewohnern voller Stolz ist ein neues und aufregendes Erlebnis. Ich freue mich darauf, mit Ägyptern mit verschiedenen Ansichten und Meinungen, über die Revolution zu sprechen und von ihren Erfahrungen zu hören. Wir alle sind Zeugen dieser ganz besonderen Ereignisse und ich empfinde es als großartige Sache die da passiert. Ich möchte möglichst viel darüber auch aus erster Hand erfahren und freue mich, wenn ich meinen Enkelkindern später mal von dieser großen Revolution erzählen kann, die wir alle irgendwie miterlebt haben.

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Ich würde das ein wenig differenzieren: Reiner Revolutionstourismus - da gilt das, was Lousteich und andere sagten. So etwas lehne ich strikt ab. Wäre gegenwärtig allerdings eher in Bahrain, Jemen oder Libyen zu erleben.

Ägypten und Tunesien wäre zur Zeit eher Post-Revolutionstourismus. Die Stimmung in einem Land, das die neue Freiheit atmet, und den Stolz der Menschen über das Erreichte zu erleben, halte ich für einen legitimen Wunsch. Allerdings macht es imho nur Sinn, wenn man die Landessprache spricht und damit wirklich eintauchen kann. Abgesehen davon wären Besucher in diesen beiden Ländern, die stark von den Einnahmen des Tourismus leben, auch eine Hilfe zu einem Stück Normalität und letztlich auch Perspektive für die Menschen vor Ort.

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Hallo Mark25,

jeder kennt diese widerlichen Gaffer bei Unfällen und Katastrophen. Endlich mal Trash-TV live……

Offensichtlich wissen Deine Bekannten ja nicht mal, wo der Nahe Osten liegt – Tunesien gehört jedenfalls definitiv nicht dazu.

Ironie an

Vielleicht sollten wir mal den Tunesiern, Ägyptern und Libyern eine Offerte für "Bildungstourismus" in Deutschland machen, damit sie sich mal über das Bildungsniveau der Deutschen informieren können

Ironie aus

Und wenn diese Sozialromantiker schon etwas über Revolution erfahren möchten, dann sollten sie vielleicht lieber in Frankreich bei Austern und Schampus die Folgen der französischen Revolution studieren.

Im Nahen Osten oder in Nordafrika brauchen sie solche Touristen jedenfalls nicht und es könnte gut sein, daß sich ein Ägypter oder Tunesier zu Recht in seinem Stolz verletzt fühlt und dementsprechend reagiert. Sie mußten unendlich viel Leid für ihre Freiheit, für ihre Revolution ertragen und wir sollten sie dabei mit Rat und Tat unterstützen und ihnen alles Gute für eine friedliche und freie Zukunft wünschen.

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Das hängt davon ab, ob sie wirklich nur als "Gaffer" dorthin wollen oder ob sie sich freuen über die Freiheitsbewegungen dort und die Menschen einfach durch ihr Kommen moralisch unterstützen wollen.

Da beide Länder wirtschaftlich stark auf den Tourismus angewiesen sind, ist es natürlich auch hoch willkommen, wenn Touristen dorthin ihr Geld bringen und dabei ist es letztlich egal, aus welchem Motiv sie kommen.

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Von Spannern halte ich nichts. Wenn es an der Zeit ist, dann soll man die Länder wieder besuchen, sie sind auf Tourismus als Einnahmequelle angewiesen. Aber hinfahren, und sich anschauen welche Verwüstung die Unruhen hinterlassen haben, das ist krank.

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hello aus Aegypten

Das ist die beste Revolution in unserer langen Geschichte ueberhaupt .Ich sammle wie moeglich Erfahrungen durch Selbstbeteiligung ,durch Kauf von allen Zeitungen und Zeitschriften ueber die Revolution und behalte die fuer meine Kinder und dann Enkelkinder ,Leider ist die Deutsche Sprache nicht meine Muttesprache ,sonst haette iuch euch fast jeden Tag ein Report geschrieben uber unser Leben vor und nach der Revolution aber was ich sagen wollte kommen Sie erleben sowas das ist einmalig es ist nicht mehr gefaehrlich liebe gruesse aus den sonnigen Kairo

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Wenn man nichts mit dem Land zu tun hat halte ich gar nichts davon. Es ist ausserdem nur eine Gefahr in die man sich unnötig begibt. Wenn man aus dem Land kommt weiss ich es nicht. Wenn man hier als Auswanderer oder sogar im Exil lebt ist es vielleicht schön endlich eine Art "Befreiung" des eigenen Landes zu sehen. Wobei mal dahingestellt sei, ob das denn wirklich zu einer Befreiung führt... Da könnte ich es vielleicht noch irgendwie nachvollziehen.

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Genauso viel wie von Katastrophentourismus - nämlich absolut NICHTS.

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Kommentar von Travelnaut
24.02.2011, 21:41

kurz, prägnant und den Nagel auf den Kopf getroffen - Super!!!!!!

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Kommentar von allradfan
24.02.2011, 22:33

Genau, mehr muss man dazu nicht sagen.

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Kommentar von schmucki
25.02.2011, 10:11

Tja, da ist wohl was dran...

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Das ist absoluter Schwachsinn. Man sollte doch frph sein in einem friedlichen Land zu leben! Wenn man helfen will gibt es sicher Organisationen die da etwas tun können?

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