Was braucht man, um in den USA ein Motorrad kaufen und versichern zu können?

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2 Antworten

Auto-und Motorrad-Händler wären keine Händler, wenn sie nicht jedem, der dafür zahlen kann, ein Fahrzeug verkaufen würden. Mit der Zulassung wird es dagegen problematisch. In der Regel benötigt man dazu eine ID oder Social-Security-Number. Wenn man in den USA eine Dauer-Aufenthaltserlaubnis hat ist das alles kein Problem. Eine ID bekommt man auch dadurch, dass man in den USA einen Führerschein macht. Der deutsche Führerschein gilt nur für 90 Tage. Der in den USA erworbene Führerschein gilt nur für die Zeit, in der man sich in den USA aufhält und wird danach ungültig. Doch benötigt man hierzu eine postalische Anschrift in den USA, die auch im Führerschein abgedruckt ist.( Bei Halbjahres-Aufenthaltsgenehmigungen ( 10-Jahres Visum) gilt der Führerschein bis zum Tage der maximalen Aufenthaltsdauer. Ein Fahrzeug ist auf die im Führerschein angegebene Anschrift dann leicht zuzulassen. Schwieriger ist es dafür auch eine Versicherung zu bekommen. Denn in der Regel versichern die amerikanischen Versicherer nur Einwohner mit festem Wohnsitz in den USA und keine Ausländer. Mit dem Trick über den in den USA gemachten Führerschein klappt das aber trotzdem. In der Police steht dann die auch für den Führerschein gemachte Angabe des festen Wohnsitzes. Deutsche Versicherer versichern keine Fahrzeuge in den USA.

Ich möchte noch etwas hinzufügen. Wenn man den Führerschein machen möchte, so wird einem nach bestandener Prüfung vorerst eine provisorische Erlaubnis auf Din A 4 Format ausgestellt, der eine Gültigkeit von fünf Wochen besitzt. Der richtige Führerschein im Scheckkarten-Format wird einem an die angegebene Postanschrift ca 4 Wochen später zugestellt. Wenn man ihn auch erhalten will, muss man im an der Strasse stehenden Briefkasten seinen Namen im Inneren des Briefkastendeckels aufkleben.

Wenn man ein Motorrad oder Auto , schon wegen der wesentlich günstigeren Preise, kaufen und später mit nach Deutschland mitnehmen möchte, so gibt es hier auch eine " sogenannte ZOLL-ZULASSUNG ", die zeitlich befristetes Benutzen des gekauften Fahrzeuges erlaubt ( mit amerikanischer Versicherung ). Markenhändler bieten an, das " Shipping " der Fahrzeuge für ca 3000 Dollar ( Auto ) nach Bremerhafen zu übernehmen. In Deutschland muss man jedoch die ABE für das Fahrzeug über den TÜV erwerben, was u.U. mit Umbauarbeiten verbunden ist und einer Einzelabnahme, die für ein Auto durchaus bis 6000 Euro kosten kann.

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