Warum ist Südamerika so viel beliebter als Reiseziel als Afrika?

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13 Antworten

Mich hätte das jetzt schon gewundert, dass Südamerika mehr Tourismus verzeichnen und somit ein “beliebteres” Reiseziel sein sollte als Afrika, und habe daher aus Neugier und Interesse mal bisschen recherchiert.

Die World Tourism Organisation nennt folgende Zahlen, erstellt 01/2011 für 2010.

Internationale Touristenankünfte 2010:

Afrika gesamt 48,7 Mio. (davon Nordafrika 18,6 Mio. und Sub-Sahara 30,1 Mio.)

Südamerika 23,5 Mio. (Mittelamerika 8,3 Mio. d.h. Mittel- und Südamerika zus. 31,8 Mio.)

Was auch immer man von Statistiken hält, würde aber mal sagen, dass diese Zahlen schon eine gewisse Aussagekraft bezüglich der Beliebtheit bei Reisenden haben (die jeweiligen Gründe und ganz persönliche Vorlieben stehen ja wieder auf einem anderen Blatt).

Hier die Quelle (Tabelle ganz unten): http://85.62.13.114/media/news/en/press_det.php?id=7331&idioma=E

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Kommentar von Endless
18.03.2011, 15:58

Ich ergänze das jetzt noch um mein persönliches Empfinden: Für uns Europäer (keine Ahnung welche Relevanz wir in der Statistik haben, evtl. nicht unerheblich) ist Afrika halt doch näher und günstiger als Südamerika und man kann auch mal 2 Wochen nach Südafrika oder Namibia reisen und doch sehr Vieles sehen (von den ganzen Pauschalreisen nach Tunesien, Marokko und Ägypten, die in der Statistik enthalten sind, mal ganz zu schweigen). Für ein Land Südamerikas würde ich mindestens mal 3 bis 4 Wochen veranschlagen, da mir ansonsten der Aufwand des langen Hinflugs zu stressig wäre und ich ja auch was sehen will. Ich erachte beides als äußerst interessante Kontinente und würde da keine Wertung vornehmen wollen (von Lateinamerika kenne ich nur Mexiko und Brasilien, würde aber wahnsinnig gerne nach Chile und Argentinien reisen, aber unter 4 Wochen fange ich da nicht an.) Wäre für mich eine Erklärung.

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Kommentar von pablo
19.04.2011, 10:46

Danke für die Statistik! Wobei man aber beachten muss, dass 2010 die WM in Südafrika war! Das hat bestimmt viel ausgemacht!

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Hallo Pablo! Dein Gefühl hat schon ein bischen recht. Natürlich ist Afrika auch beliebt, aber die Zahlen der Statistik für 2010 sind auch wegen der Fußball-WM in Südafrika so hoch. Außerdem hat Südamerika 10,4 % Wachstum in der Tourismusbranche und Afrika nur 6,4 %. Der weltweite Top-Tourismusmarkt ist Brasilien mit einem Wachstum von 52 %! Lest mal den Text, der über der Tabelle steht! Außerdem ist für die meisten Backpacker und Privatreisenden eine Südamerika-Rundreise sicher einfacher und sicherer zu gestalten als eine Afrika-Rundreise. Die Lokalbevölkerung spricht in Südamerika meist Spanisch (was in Deutschland/Europa ja in Mode ist zu lernen) und notfalls kann man sich in Brasilien auf portan~ol bestens verständigen. In Afrika dagegen spricht man zwar Französich und Englisch, aber die Lokalbevölkerung spricht doch ihre eigenen Sprachen. Außerdem gibt es in vielen Ländern Bürgerkriege oder es schwelen gewaltsame Konflikte, während in Südamerika die Situation ziemlich stabil ist. Außerdem können sich viele Europäer auch vorstellen im Auswanderungskontinent Südamerika zu leben, während Afrika außer dem Süden doch den Afrikanern gehört. Zudem gibt es massenhaft "weltwärts"-Freiwillige in sozialen Institutionen in Südamerika, deren Zahl (Voluntäre) in Afrika geringer ist. Zusammengefaßt kann man sagen: Südamerika ist was für den Otto-Normalverbraucher-Backpacker, während Afrika schon eher was für Abenteurer und Pionier-Backpacker ist. Liebe Grüße aus Lima

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Ehrlich gesagt habe ich den Eindruck nicht, dass Südamerika unter Touristen beliebter sein soll als Afrika. Große Reiseunternehmen wie FTI usw haben Ziele aus beiden Kontinenten in ihrem Katalog. Es kann sein, dass man denkt, dass in Afrika die Gewaltbereitschaft zu hoch sei und viele politische Auseinandersetzungen gäbe, aber diese Risiken gibt es genau so in lateinamerikanischen Ländern (Drogenmafia in Kolumbien oder Mexiko, Gangs in Brasilien,…)

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Also mich würde auch mal interessieren wie du zu dieser Feststellung kommst. Ich persönlich war auf beiden Kontinenten und mir hat auch Südamerika sehr, sehr gute gefallen und ich möchte dort auf jeden Fall nocheinmal hin, aber das berühmte Afrika-Fieber hat mich dann doch etwas mehr gepackt :-)

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Ich glaube das liegt vielleicht ein bisschen daran, dass man sich in Südamerika nicht ganz so fremd fühlt an vielen Orten wie in Afrika. Ich kann nicht genau festmachen, woran das liegt. Vielleicht, weil sowohl Eurpoa als auch Südamerika christlich geprägt sind und sich das irgendwie auf die Umgangsformen usw der Leute niederschlägt? Und vielleicht auch, weil einem die Sprache eben nicht ganz so fremd erscheint, selbst wenn man nicht Spanisch spricht...

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Kommentar von Seehund
18.03.2011, 17:52

Das ist so lange der Fall, wie man nicht indigenen Völkern begegnet.

LG

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Meiner Meinung nach ist Afrika beliebter. Auch deshalb weil es günstiger ist wahrscheinlich. Allerdings muss ich auch sagen, Afrika ist wunderschön in einigen Teilen, z.B. Kenia, Marokko. Südamerika hat sicher auch sehr viel zu bieten, ich war nur mal als Kind dort und kann leider nicht mehr dazu sagen. Aber vielleicht hält der lange Flug und die damit verbundenen hohen Kosten die Menschen davon ab nach Südamerika zu fliegen.

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Ist das so? Es würde mich schon interessieren, wie du zu dieser Feststellung kommst, ein persönlicher Eindruck oder irgendwelche Statistiken? Ich persönlich habe Feuer für Afrika gefangen, war aber auch noch nie in Südamerika... ;-)

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Wer sagt das? Ich denke, das sind (wenn überhaupt) unterschiedliche Interessen, die die Reisenden in die jeweiligen Länder verschlägt!

Und das zurecht, es ist ja nun auch sehr unterschiedlich, aber beliebt oder unbeliebt?

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Kommentar von alessandro
18.03.2011, 18:16

da gebe ich dir recht, ich könnte auch nicht entscheiden, was für mich beliebter oder eben auch nnicht ist. es ist eben anders, und beides ist reizvoll!

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Hallo,

das kommt aber nur hin, wenn Du Nordafrika und evtl. auch die Rep. Südafrika ausklammerst, ansonsten ist Afrika insgesamt beliebter. Deshalb kann ich das auch so nicht beantworten. Mein Schwerpunkt ist ja auch Südamerika, aber Afrika ist auf seine Weise ebenbürtig, wenn auch in West- und Zentralafrika einige Länder schwer zu bereisen sind.

Man kann es also nicht gegeneinander aufrechnen- es lebe der Unterschied, sonst wäre es ja auch langweilig auf dem Planeten.

LG

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Also ich glaube es hat etwas mit der vermaktung von verschiedenen Ländern zu tun, ich besuche öfters Reiseveranstaltungen und sehe wenig über Afrika, wenn dann Südafrika, Safaris und ein paar Ländern in Nordafrika.

Ich glaube auch das viele Reisebüros es schwierig finden Afrika zu verkaufen mit allen positiven details das es gibt und wissen nicht viel über die Kulturen des Landes.

Ich selber war noch nicht in Afrika, habe aber viele Afrikanische freunde in Wien und die machen mich sehr Neugerig auf ein Besuch

LG aus Wien

Francis

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Hallo pablo,

ohne jetzt Statistiken zu kennen oder recherchiert zu haben: Deine Annahme stimmt nicht, dass Südamerika viel beliebter ist als Afrika - sage ich!;-)

Ganz spontan denke ich, dass Afrika "viel angesagter" ist und das aus zwei Gründen:

  1. Keine/kaum Zeitverschiebung!
  2. Bequemere und preisgünstigere Flugverbindungen!

Ich kenne `zig Leute in meinem Freundeskreis, die in Afrika waren und wenige Leute, die es bis jetzt nach Südamerika geschafft haben. Aber vielleicht ist einfach nur mein Freundeskreis zu klein... Weiterhin viel Spaß in Südamerika!:-)

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Kommentar von Lotusteich
18.03.2011, 23:00

Ja, die quasi kaum vorhandene Zeitverschiebung und die z.T. auch relativ überschaubare Flugzeit (nach Ostafrika rund 8 Stunden) sind natürlich nicht die schlagenden Argumente für Afrika, aber dennoch äußerst angenehm und nicht zu verachten! Vor allem dann, wenn man einfach auch mal nicht die Zeit für eine mehrwöchige Reise hat. LG

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Ich war in beiden Erdteilen zig mal. Suedamerika ist einfach Europa viel aehnlicher. Ueberall wird spanisch gesprochen, in Brasilien portugiesisch. Aber fuer alle diese Laender gilt eigentlich immer noch die europaeische Kultur als Vorbild, sind ja auch fast alle Christen - ich bins nicht.

Afrika hat voellig andere Wurzeln. Bei den meisten eigenstaendigen Ueberland-Reisen habe ich mich nie richtig sicher gefuehlt, immer auf der Lauer, wo droht denn jetzt die naechste Gefahr. Beispiele, an die ich mich noch erinnere: In Mozambique bin ich nur mit viel Glueck einer Katastrophe entgangen. In Tunesien, ein Dorf im Jeep passierend, mit dicken Steinen von den Jugendlichen des Dorfes beworfen. In Aegypten konnte man nur mit einer Militaer-Eskorte vom Roten Meer nach Luxor. In Kenia nicht minder. Von allen diesen Laendern wuerde ich Marokko ausnehmen, da fuehlte ich mich nicht so beaengstigt.

Ich muss das ergaenzen. Ich war nicht in allen afrikanischen Laendern.

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Würde mich auch interessieren, wie Du so einer Feststellung kommst. Dazu wären die tatsächlichen Touristenströme interessant und Nord- und Südafrika schneiden da sicher nicht schlecht ab (abgesehen von der dzt. politischen Situation)

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