Vier Wochen Südamerika: Ecuador, Peru oder Bolivien?

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Hallo Littlenicky,

also vorneweg: Bolivien und das südliche Peru ließen sich ohne Verluste und Stress sehr gut kombinieren, aber das hattest Du ja nicht gefragt :-)

Peru:

Küste teilw. interessant (Nazsca), Hauptstadt Lima absolut sehenswert aber recht gefährlich. Im Norden im Küstenbereich auch Moche - Kultur. Im Hochland die größte Konzentration an Prä- und postkolumbianischer Kultur, Must sees sind natürlich Cuszco, Makchu Pikchu (so wird das meiner Meinung nach geschrieben), Sachsayhuaman und zahlreiche weitere Inkastätten, die trotz ihrer Pracht und ihres Erhaltungszustandes Geheimtipps sind. Würde den Rahmen sprengen. Im Tiefland gibt es tolle Nationalparks, allen voran Manú und Tambopata. Um Iquitos ist es etwas ausgeplündert. Ich habe Peru als relativ gefährlich empfunden. Peru ist, ähnlich wie Bolivien, kulturell und natürräumlich ganz besonders vielgestaltig. Besonders schön fand ich auch noch die Stadt Arequipa.

Ecuador:

Vier Wochen sind schon ein guter Zeitrahmen, sowohl um die Kultur (Quito, Banos, Latacunga und weitere Kolonialstädte) als auch die Natur kennenzulernen. Galapagos wäre ja vielleicht auch ein Thema, vielleicht ein paar Tage Zeit lassen und auf der Av. Amazonas in Quito in einem Reisebüro einen Restplatz ergattern. Wer den Tropischen Regenwald kennenlernen will, ist in Ecuador schon aufgrund der kurzen Wege gut bedient. Um die Stadt Coca (Puerto Francisco de Orellana) herum gibt es sehr gute Lodges. Im Hochland gibt es die Wunderbare Bergwelt, der Cotopaxi ist wunderschön, der Chimborazo gewaltig und wer einen ausbrechenden Vulkan sehen möchte, sollte zum Sangay. Also wenn der Pichincha nicht gerade spuckt, dann kann man es sich von Quito aus ansehen- sehr imposant. Dann noch die Bergregenwälder und die Naturreste an der Küste. Wer Dampfeisenbahnen mag, erlebt an der Küste ein Abenteuer mit mindestens einer Entgleisung pro Stunde. In Quito und Guayaquil aufpassen! Die bekanntesten, präkolumbianischen Ruinen sind die von Ingapirca.

Bolivien:

Bolivien hat eine schlechtere Infrastruktur als die anderen beiden Länder, dafür ist es relativ sicher und entspannt. Neben La Paz und Tihuanaku sowie Copacabana am Titicacasee gibt es im Hochland noch weitere Topsehenswürdigkeiten wie Potosi und Sucre. Etwas niedriger gelegen dient Tarija dem guten Leben. Besonders sehenswert ist die präkolumbianische Kultstätte Samaipata. Unbedingt auch die Chiquitano- Missionen der Jesuiten im Tiefland ansehen- großartig. Die Natur und die Bergwelt im Hochland sind großartig, die Salzseen (Salar de Uyuni etc.) und der Sur Lipez mit der Laguna Colorada, der Laguna Verde und zahlreichen Geysiren und bizarren Landschaftsformen wirken schon ausserirdisch. In den Vorbergen und dem Tiefland gibt es alle Vegetationsformen von feucht bis trocken. Im Tiefland also vom Regenwald im Norden bis zur (Dornstrauch)Savanne im Süden. Entsprechend unterschiedlich sind die Völker und Kulturen. Ist immer die Frage, wie man sich fortbewegt, entweder mit dem teuersten Bus (schon aus Platzgründen), mit dem eigenen Fahrzeug (hat Vor- und Nachteile, ich kenne auch ein seriöses Unternehmen, dass mit Fahrer vermietet) oder Landestypisch oben auf einem LKW. Das kann nachts bitter kalt werden, aber mann kommt überall hin und bekommt Kontakt zu den Menschen, was sonst gar nicht so einfach ist. Wenn Du unbedingt mal einen 6000er besteigen möchtest, dann frage noch mal nach. Bolivien bietet eine tolle Mischung aus Kultur und Natur, touristisch ist es ruhiger als in Ecuador oder Peru, auch weil es sich gut verteilt.

Also ich mag alle drei Länder, Bolivien ganz besonders. Nicht an Mentalitätsunterschieden verzweifeln :-)

LG

Ich finde auch alle drei Länder toll, würde dir aber zu Peru raten, weil ich behaupte, dass du dort die größte Abwechslung und Vielfalt finden kannst. In Peru hast du die beeindruckendsten Ruinen, du hast Urwald, Anden, Strand und schöne Städte. Ecuador und Bolivien haben selbstverständlich auch viel zu bieten, aber ich finde z.B. in Ecuador die Ruinen und Städte weniger reizvoll und in Bolivien fehlt die Küste.

....man sollte an der Küste die eisigen Temperaturen des Humboldtstroms bedenken.

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