Unter welchen Bedingungen würdet ihr eine Reiserücktrittsversicherung abschließen?

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15 Antworten

Pro und Contra Reiserücktrittsversicherung: -Viele Anbieter bieten Frühbucherrabatt. Vorallem für Familien lohnt sich das sehr. Wenn dann über den langen Zeitraum bis zur Reise irgendetwas passiert - Problem! Die Reisebüros rechnen mit einer bestimmten Stornoquote. Sie haben so oder so gewonnen mit dem Frühbucherrabatt. Entweder die Reise wird storniert und sie können einne großen Anteil des Geldes behalten, oder sie bekommen Provision, weil eine Reiserücktrittsversicherung abgeschlossen wird - das ist jedoch deutlich günstiger! Ich liste jetzt mal auf was alles geschehen kann: Man kann sich verletzen durch einen Unfall, krank werden, schwanger werden, eine Impfung nicht vertragen, plötzlich sterben, den Arbeitsplatz verlieren, eine Prüfung nicht bestehen usw. Bevor man eine Reiserücktrittsversicherung abschließt sollte man sich unbedingt genau informieren welche Fälle die Versicherung ausschließt. Nicht, dass man genau so ein Fall ist! (Quelle http://www.besttarif.org/reiseruecktrittsversicherung )

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Kommentar von reiserolf
14.02.2014, 16:27

Kleine Korrektur: Die ReiseBÜROS rechnen nicht mit den Stornierungen. Die verdienen im Stornofall nämlich deutlich weniger. Die ReiseVERANSTALTER hingegen sind über Stornos u.U. nicht unglücklich - vor Allem wenn diese langfristig sind.

Hat aber mit der Versicherung jetzt nix zu tun :-)

Bye

Rolf

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Ich schließe eine ab, wenn die Reise wirklich weit im Vorraus gebucht ist und/oder recht teuer war. Einen spontanen Kurzurlaub in Deutschland natürlich nicht. Kinder sind auch immer ein wichtiger Faktor, weil die sich ja in der Schule recht schnell was einfangen können.

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Ich würde eine Reiserücktrittsversicherung nur bei einer über mehr als ein halbes Jahr im voraus gebuchten Reise abschließen, und das auch nur, wenn es sich bei dem Reisepreis um eine Summe handelt, die ich nicht einfach mal so verschmerzen kann, wie zum Beispiel bei einem 200 Euro-Wochenendtrip.

Es kommt immer auf die persönlichen Umstände an. Wenn man selbst schon älter ist und vielleicht selbst oder die nahen Angehörigen gesundheitliche Probleme haben, deren Entwicklung man über einen Zeitraum von mehreren Monaten in die Zukunft nicht überblicken kann, dann macht das wirklich Sinn. Ebenso im Falle eines unsicheren Arbeitsplatzes, dann muß man aber darauf achten, daß das auch wirklich als Grund anerkannt wird, das ist nämlich nicht bei allen Versicherungen der Fall, ebenso wie auch nicht bei allen Versicherungsgesellschaften Erkrankungen von Familienangehörigen anerkannt werden. Weiterhin ist ganz wichtig, daß man abklärt, ob auch der Ausfall des Reisepartners als Rücktrittsgrund akzeptiert wird. Dies kann zu erheblichen Problemen führen, wenn Partner nicht im gleichen Haushalt wohnen und von der Versicherung somit nicht als Familienangehörige akzeptiert werden. Dann nützt es dem anderen wenig, wenn er die Reise dann allein antreten muß oder auf seinen Kosten sitzen bleibt.

Wir buchen jetzt gerade über 12 Monate im voraus eine Reise, die über 6000 Euro pro Nase kosten wird. Ich bin nicht ganz gesund, meine Eltern ebensowenig. Bei meinem Partner ist es ähnlich. Wir schließen in diesem Fall ganz sicher eine Reiserücktrittsversicherung ab. Die wird uns bei einer Versicherung mit guten Konditionen maximal 90 Euro kosten, wir vergleichen aber noch.

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Kommentar von moglisreisen
13.02.2014, 21:56

Jetzt hast Du mich echt neugierig gemacht: Verrat doch mal, wohin die Reise geht - die soweit im voraus für den Preis gebucht worden ist?

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Hallo Jackie,

eine Reiserücktrittsversicherung ist eigentlich immer sinnvoll. Denn wer weiß schon ob er übermorgen nicht ganz blöd fällt und sich den Arm oder ein Bein bricht.

Es können immer unvorhergesehene Dinge passieren, was natürlich nicht immer schön ist und zudem auch noch ärgerlich.

Deswegen ist es sinnvoll - wenn man dann schon auf den sehensüchtig erwarteten Urlaub verzichten muss - wenigstens eine RRV abzuschließen, denn dann bekommt man wenigstens Geld zurück und kann sich schon auf den nächsten Urlaub freuen!

Liebe Grüße, seevogel

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Wenn die Reise so teuer ist, dass ich pleite bin, wenn ich sie nicht antrete und mir deshalb die "Nachholung" zu einem späteren Zeitpunkt dann auch nicht mehr leisten könnte ;)

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Wir sind eine 4köpfige Familie, seitdem wir mit Kindern reisen, haben wir eine Jahresversicherung, die alles abdeckt, was mehr als 50km von zuhause stattfindet (Reisen...). Kinder können immer krank werden, mit Kinder buche ich gerne Unterkünfte im Voraus. Die Versicherung kostet nicht viel und ich bin bei Buchung etwas sorgenfreier. Unsere Eltern könnten auch mal "schwächeln". Wir haben zwar einen Teil Selbstbeteiligung, das ist sicher noch optimierbar. Aber wenn ich ansonsten teurere Tarife für die Storno-Möglichkeit zahlen würde, käme auch alles teurer. Ich verstehe ehrlich gesagt die Diskussion gar nicht, es geht um plusminus 100 Euro im Jahr und so gut wie alle hier machen viele und auch u.Umständen teure Reisen...aber jeder ist anders gestrickt.

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Kommentar von Roetli
14.02.2014, 10:29

Hi Wimelima, die Diskussion geht nicht so sehr um die 100€, sondern von meiner Seite her mehr um die AGBs der Versicherungen. Es sind nur wenige, die im Falle eines Falles wirklich bezahlen - weil z.B. neben Vorerkrankungen eben auch andere (Krankheits-)Gründe ausgeschlossen sind. Wir haben hier in der Verbraucherberatung schon die aberwitzigsten Ablehnungsgründe gehört, gegen die dann mit dem Hinweis auf die (manchmal ziemlich verklausulierten) AGBs auch nicht vorgegangen werden kann! Eigentlich müßte man die vor Abschluß der Versicherung von einem Fachanwalt durchlesen lassen - oder man hofft, daß der Ernstfall nicht eintritt und sieht die 100€ als quasi Beruhigungsgebühr dafür :-)

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Ich finde, die machen in den wenigsten Fällen Sinn! Wenn man sich in den AGBs mal die Gründe durchliest, die für eine Versicherungsleistung überhaupt in Frage kommen, kann man schnell erkennen, ob so eine Versicherung wirklich nötig ist! Es muß i.d.R. schon sehr schlimm kommen, damit die Versicherungen zahlen.

Eher sinnvoll finde ich manchmal eine 'Reise-Abbruch-Versicherung', da dann normalerweise gezahlt wird, wenn die Reise abgebrochen werden muß - wenn man nicht gerade aus 'Heimweh' vor der Zeit abbricht :-)

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Kommentar von Smuji
13.02.2014, 17:09

Reiseabbruch zahlt auch nur die umbuchungsgebuehren bis zu ner gewissen hoehe....glaube so 200 euro oder so und das auch nur unter bestimmten bedingungen.

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Kommentar von reiserolf
13.02.2014, 23:06

Hi Roetli,

kann man so m.E. nicht sagen. Versichert ist jegliche unerwartete Krankheit die Dir den Antritt der Reise nicht möglich macht, sofern keine Vorerkrankung vorliegt. Das kann die Grippe genauso sein wie ein gebrochener Zeh oder der Sturz der 90-Jährigen Mutter. Da die Stornogebühren, gerade bei Pauschalreisen, bis zu 90% des Reisepreises betragen können, ist das schon zu überlegen. Ansonsten ist es wie bei jeder Versicherung: Das persönliche Sicherheitsempfinden und die persönliche finanzielle Situation tragen den Hauptteil zur Entscheidung pro/kontra bei.

bye Rolf

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Ich bin auch der Ansicht, dass eine Reiserücktrittskostenversicherung in der Regel nicht sinnvoll ist. Im Versicherungsfall beträgt die Selbstbeteiligung 20 %. Meistens zahlt sie aber nicht, wegen der vielen Fallstricke in den Versicherungsbedingungen.

Ich würde sie nur abschließen, wenn ich z. B. nahe Angehörige ( Eltern, Kinder ) hätte die sehr krank sind und die Reise-Stornokosten bei deren Tod sehr hoch wären.

Man muss dann aber auch die Versicherung sehr Zeitnah mit der Reisebuchung abschließen. (Das ist auch so eine Falle in den Versicherungsbedingungen.)

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Hallo Jackie,

das ist schon mal gut, dass Du darüber nachdenkst - denn davon leben Reiserücktrittsversicherungen!;) Ich würde nie eine Reiserücktrittsversicherung abschliessen, obwohl ich zugebe, dass ich auch schon sehr oft darüber nachgedacht habe; nämlich dann, wenn man in den Reiseportalen expliziet ein Häckchen machen muss: "Nein, ich habe den Hinweis gelesen, ich verzichte auf die Reiserücktrittsversicherung".

Seit mehr als 20 Jahren reise ich durch die Welt und ich brauchte - toi, toi, toi - noch nicht einmal eine Reiserücktrittsversicherung (ich hatte ein einziges mal einen Notfall, bei dem ich meinen Rückflug verfallen lassen mußte und einen neuen Flug buchen mußte; ich bezweifel allerdings, dass da die Reiserücktrittsversicherung gegriffen hätte, da der "Notfall" nicht mich betraf, sondern eine Familienangehörige). Zu Deiner Frage: Unter keiner Bedingung.

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Kommentar von reiserolf
13.02.2014, 23:12

Hi,

Du buchst aber auch meistens nur den Flug, oder? Bei einer Pauschalreise für zwei Erwachsene und zwei kleinere Kinder sieht das anders aus....

Die RRV bezahlt standardmäßig bei "unerwarteter und schwerer Erkrankung der Versicherten sowie naher Angehöriger" (Eltern, Geschwister, Kinder). Darüber hinaus gibt es verschiedene Varianten die noch weitere Risiken versichern.

Viele Grüße Rolf

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Ich habe bei Auslandsreisen stets eine RRV. Diese RRV ist in meiner Creditcard (ohne Zusatz-Kosten) enthalten, ja, wenn ich die Reise per Creditcard bezahle. Akzeptiert der Reiseveranstalter meine Creditcard nicht (das gibt es auch noch) und besteht der Reiseveranstalter auf Überweisung der Reisekosten bestehe ich auf eine Kostenübernahme der RRV durch den Reiseveranstalter. Bislang hat das auch funktioniert. MfG

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Unter welchen Bedingungen ich eine Reiserücktrittsversicherung abschliessen würde ?

Wenn man mir eine Pistole an den Kopf hält. Aus freien Stücken nicht.

Es macht Sinn Dinge zu versichern, die einen finanziell überfordern können, teure Haftpflichtschäden, Krankheit, Erwerbsunfähigkeit, sowas. Aber doch nicht eine Reise, deren Kosten einen nicht finanziell überfordern kann (das Geld gibt man ja eh aus). Gibt mit Pech, wenn man die Reise nicht antreten kann, ein paar bunte Bilder, Buffets&Sonnenstrahlen weniger, ja schlechter Tausch, ärgerlich. Aber überfordern kann es einen nicht. Aus den gesparten Versicherungsprämien lässt sich auch ein, zwei Mal prima verreisen.

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Kommentar von Smuji
13.02.2014, 17:14

Viele reiseruecktrittsversicherungen uebernehmen aucb die kosten wenn berufsbedingt der urlaub verlegt werden muss , oder man z.b. durch eine klausur im studium gefallen ist und der nachschreibetermin genau in die reisezeit .

Und 60 70 euro fuer ne jahresversicherung ohne selbstbehalt etc und reiseabbruch, ist nicht viel.....es kann schnell mal passieren, dass irgendwas dummes passiert und dann k8stet es gleiche mehrere tausend

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Kommentar von Nightwish80
13.02.2014, 18:05

Es ist ja alles Geschmackssache. aber wenn ich eine reise z.b. für 5000 euro gebucht habe und mich die Versicherung z.b. 100 euro kostet und ich könnte wegen einer Krankheit meine Reise nicht antreten. Dann würde mir der verlust des schon sehr weh tun.

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Unter welchen Bedingungen bzw. Umständen würdet ihr euch für einen Abschluss entscheiden?

Wenn ich Bedenken hätte, ob ich die Reise antreten kann. Solche Bedenken hatte ich jedoch noch nie, ich bin allerdings auch kein weit-voraus-Bucher.

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Hallo,

  1. Es ist eine teure Reise
  2. Wenn ich sie weit im voraus buche, man weiß nie was innerhalb von mehreren Monaten passiert.

Eigentlich so gut wie immer. ..ich finde das Geld ist gut investiert.

Ach ja manche Kreditkarten beinhalten eine reiserücktrittsversicherung.

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Ich würde sie abschließen wenn...

  • wenn die Reise sehr weit im Voraus gebucht wird und außerdem teuer war.
  • wenn ich kranke Familienmitglieder hätte.
  • wenn ich mir mit meinem Arbeitsplatz gerade unsicher bin (Arbeitslosigkeit zählt bei manchen Versicherungen auch als Rücktrittsgrund)

Ich buche meistens alle Reiseleistungen seperat. Bei Pauschalreisen, v.a. teuren Fernreisen, würde ich allerdings immer eine abschließen.

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Kommentar von Roetli
13.02.2014, 16:27

Aus den von Dir genannten Gründen würde es Sinn machen - Abbrüche wegen 'anders überlegen' oder 'günstigere Reise finden' oder vielem anderen werden in den AGBs meist ausgeschlossen! Da muß dann schon was ganz Schlimmes passieren, daß sie überhaupt zahlen - egal wie lange vorher man die (teure) Reise gebucht hat!

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Kommentar von reiserolf
13.02.2014, 23:03

Hi,

Vorerkrankungen sind meist nicht versichert. Das Argument mit der frühen Buchung wird oft herangezogen, ist aber in meinen Augen gar nicht so wichtig. Wenn Du eine Pauschalreise früh buchst, hast Du auch noch geringe Stornogebühren. Diese steigen, je näher der Reisetermin kommt. Kritisch ist also meistens so oder so die Phase der letzten 30 Tage vor der Reise. Nur gerade da passieren dann halt die blöden Unfälle oder dann ist ja auch die fiese Grippe, die Dir noch einen Strich durch die Rechnung machen kann.

Wenn Du also kurzfristig buchst, hast Du ab dem Moment die hohen Stornogebühren und somit macht die Versicherung auch da durchaus Sinn.

Aber auch bei der Buchung von Reisebausteinen ist die RRV durchaus sinnvoll, wenn es sich um teure Bausteine handelt. Auch diese haben ggfs. hohe Stornogebühren und auch da bezahlt die Versicherung, vorausgesetzt der Grund ist gegeben.

Nicht sinnvoll ist die RRV bei Linienflügen mit fixen Stornogebühren. Wenn ich für einen Flug 1.100,-- bezahle und max. 200,-- Stornogebühr habe, egal wann ich ihn absage, macht die Versicherung keinen Sinn. Genauso bei Hotelbuchungen bei denen ich bis 24 h vor Anreise kostenlos stornieren kann. Da kann es mich sehr kurzfristig zwar immer noch treffen aber dieses Risiko kann man m.E. tragen.

bye

Rolf

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Liegt die Reise mehr als 4-6 Monate in der Zukunft?

Ist dein Beruf auf wackeligen Beinen?

Hast du einen kranken Familienangehörigen?

Hast du Kinder?

Wenn du die Fragen mit Ja beantworten kannst (auch teilweise) dann macht eine ReRüVe Sinn.

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