Frage von Uwe050165, 51

Ticket von Opodo verkauft, Fluggesellschaft weiß von nichts, muss der Kunde den Schaden selbst tragen?

Ein Ticket bei Opodo gekauft und bezahlt. Ein elektronisches Ticket erhalten. Am Flugplatz Frankfurt teilt die Fluggesellschaft (Ukraine Air) mit, dass das Ticket nicht nutzbar sei, da Opodo das Ticket weder für mich gebucht, noch bezahlt hat. Ich muss mir das Ticket nochmal (und teurer) am Flugplatz kaufen.

Nach einigen Mails kam von Opodo keine Antwort mehr. Nach einem Einschreiben wurde mir jetzt mitgeteilt, dass Opodo ein Ticket ausstellte und sich meldet, falls sich die Ukraine bei Opodo meldet. Eine Haftung wird nicht übernommen, für das bezahlte nicht brauchbare Ticket und nicht für das neue Ticket.

Mal abgesehen von einem -für mein persönliches Darfürhalten recht merkwürdigen Service-. wenn Opodo Tickets ausstellt, die die Fluggesellschaft nicht akzeptiert, haftet der Kunde dann, muss man bei der Fluggesellschaft vorsprechen oder ist Opodo hier haftbar?

Antwort
von ReiseGeierlein, 26

Auch wenns unschön ist, muss ein Anwalt mit ins Boot geholt werden. Das Recht liegt klar auf deiner Seite. Der Verbraucher muss nun wirklich nicht dafür grade stehen. 

Antwort
von Roetli, 40

Da würde ich aus dem Bauch heraus sagen, daß Opodo natürlich haftet, die haben schließlich Dein Geld erhalten. Wenn sie damit nicht ihrem Vermittler-Auftrag nachgekommen sind, müßten Sie Dir zumindest das Geld zurück zahlen.

Aber Recht haben ist ja leider etwas anderes als Recht bekommen. Also würde ich mir eine Unterstützung in Form eines Anwalts, evtl. eines Verbraucherschutz-Büros oder Online-'Rechtshelfern' wie flightright etc. holen. Wenn der Anwalt für Dich Recht bekommt, muß die gegnerische Seite normalerweise auch zahlen, beim Verbraucherschutz muß man Mitglied sein, um sich kostenlos oder zu sehr günstigen Konditionen helfen zu lassen, bei den Online-Rechtsberatern muß man einen bestimmten Prozentsatz der fraglichen Summe als Honorar bezahlen.

Je nachdem, wie teuer das Ticket war, würde ich auf jeden Fall überlegen, ob sich eins von den o.g. lohnt.

Antwort
von tauss, 12

Die Sache kommt mir "spanisch" vor...  

Wenn der Flug von Dir, wie geschildert, ordnungsgemäß bezahlt wurde haftet selbstverständlich Opodo als Vermittler für seine nicht erbrachte und zwischen Euch vereinbarte Leistung. Was zwischen denen und der Airline schief gegangen zu sein scheint, ist zunächst einmal nicht Dein Bier. 

Setze schriftlich eine Frist zur Rückzahlung. Und in der Tat ist der bereits erteilte Rat, sich an eine Verbraucherzentrale zu wenden, nicht der Schlechteste. Kostenlos ist es aber auch dort nicht... 

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