Tagestour auf den Mont Blanc?

7 Antworten

Wohin geht denn Eure Reise in die Alpen? Wenn Du bisher noch nicht bergsteigen warst (und es hört sich so an), würde ich mir vielleicht erstmal einen anderen Gipfel als Tagestour aussuchen. Ein Gletscher ist eine ganz andere Aufgabe als eine gletscherfreie Tour - schon allein von der Ausrüstung her. Wenn Du Klettertouren machen willst, wäre eine andere Art Berg zu wählen (die Eiger-Nordwand ist allerdings soweit ich weiß auch keine Tagesetappe). Es gibt auch Klettersteigtouren, das ist wieder was anderes.

Wie Dein Körper auf Höhe reagiert, muss nicht unbedingt mit Deiner Fitness zusammenhängen, auch der fitteste Körper muss sich an die Höhe gewöhnen.

Ehrlich gesagt, würde ich an Deiner Stelle mal ein bisschen auf den Seiten des Deutschen Alpenvereins lesen, vielleicht auch die ein oder andere Tourenbeschreibung (findest Du dort). Du kannst auch in Deinem Urlaubsziel beim Tourismusbüro nach Bergführern fragen und diese schonmal vorab kontaktieren. Das sind Fachmänner, sie werden dafür bezahlt und können Dir entsprechende Touren anbieten/vorschlagen. Und wenn Du niemanden kennst, der sich etwas besser als Du in den Bergen auskennt, würde ich unbedingt einen Bergführer nehmen.

Viel Spaß!

In Chamonix gibt es mehrere Bergführer, die das anbieten. Stiefel, Steigeisen etc. kann man bekommen. Allerdings ist eine Tagestour nicht machbar. Du musst mit mindestens einer Hüttenübernachtung rechnen und von dort, wegen der Schnee und Eisverhältnisse, gegen zwei oder drei Uhr am frühen Morgen aufbrechen, um, je nach Route, innerhalb einer Seilschaft bei Tagesanbruch auf dem Gipfel zu sein.

Es ist keine Klettertour, sondern eine Wandertour mit einigen kräftigen "Hüpfern" am Seil über Gletscherspalten.

Dabei ist eine sportliche Kondition natürlich nicht schlecht. Größte Schwierigkeit ist allerdings die dünne Luft, die ab 4.000m Ungeübten schon sehr zu schaffen machen kann. 4.600m sind schon ordentlich. Mit Sicherheit bist Du in der Höhe auch noch nicht Ski gefahren ;)

Darüber hinaus ist mit starkem Wind zu rechnen, der selbst bei sonst guter Witterung ganz ordentlich an die Substanz gehen kann. Bei meiner ersten Tour wurde ich z. B. mehrfach einfach umgeworfen, ohne mich (selbst breitbeinig!) dagegen wehren zu können und habe dabei anständig Schnee geschluckt. Das war anstrengender als der "Rest" der Tour.

Klettertouren gibt es in der Region natürlich auch. Aber das sind nicht die "Normalrouten" zum Gipfel. Ansonsten "Berg heil" und viel Spass.

Ich würde erst mal mit dem Breithorn bei Zermatt anfangen; der "leichteste" 4000er der Alpen;allerdings auch mit Bergführer.

http://www.zermattportal.de/viertausender+zermatt/breithorn/

Ich dachte, der leichteste 4000er ist das Allalinhorn?

Nicht zu schwierig ist auch der Gran Paradiso, aber auch nicht ohne Hüttenübernachtung machbar.

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@Wimelima

Zitat aus dem obigen Link:

" Das Breithorn ist die Chance für alle Nicht-Alpinisten, die auch mal einen Viertausender bei Zermatt bezwingen wollen. Zwar ist der Berg, der an erfahrene Bergsteiger kaum Herausforderungen stellt, bei Alpinisten hauptsächlich als leichter Übungsberg beliebt, unerfahrene Neueinsteiger aber sind dankbar, den 4.164 Meter hohen Gipfel relativ problemlos erklimmen zu können. "

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@dorle48

Teile die Einschätzung, dass der Gran Paradiso der "leichteste" Wanderviertausender ist.

Allerdings ist KEIN Berg zu unterschätzen und auch dort gab es schon Tote am Gletscher. Und das Thema Sauerstoff kommt in diesen Höhen erschwerend hinzu.

Leichtsinn, Erschöpfung, Wetter, Unachtsamkeit sind die Hauptgründe für Bergunfälle. Und das gelegentlich sogar schon im Schwarzwald.

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